Familienverband: „Teilhabechancen aller Kinder verbessern“

Scharfe Kritik erntet Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen vom Deutschen Familienverband für ihren Vorschlag, die mögliche Erhöhung des Existenzminimums von Kindern in Form von Chipkarten auszugeben. Die Unterstellung, arme Familien seien schlechte Eltern sei „eine Unverschämtheit“. Die Arbeitsministerin offenbare hier einen „Generalverdacht gegen die Familien, der nicht nach dem Einzelfall unterscheidet, obwohl es auch im Sozialgesetzbuch genau um diese einzelfallgerechte Hilfe geht“, so Verbandspräsident Dr. Albin Nees.
Die Aufforderung des Bundesverfassungsgerichts das Existenzminimum für Kinder neu zu berechnen biete eine „Riesenchance, sich endlich einmal Rechenschaft darüber abzulegen, wie viel die Entwicklung und Persönlichkeitsentfaltung der nächsten Generation Staat und Gesellschaft wert sein müssen“, mahnt Nees.
Quelle: Deutscher Familienverband

Albin Nees/DeutscherFamilienverband.deScharfe Kritik erntet Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen vom Deutschen Familienverband für ihren Vorschlag, die mögliche Erhöhung des Existenzminimums von Kindern in Form von Chipkarten auszugeben. Die Unterstellung, arme Familien seien schlechte Eltern, sei „eine Unverschämtheit“. Die Arbeitsministerin offenbare hier einen „Generalverdacht gegen die Familien, der nicht nach dem Einzelfall unterscheidet, obwohl es auch im Sozialgesetzbuch genau um diese einzelfallgerechte Hilfe geht“, so Verbandspräsident Dr. Albin Nees.

Die Aufforderung des Bundesverfassungsgerichts das Existenzminimum für Kinder neu zu berechnen biete eine „Riesenchance, sich endlich einmal Rechenschaft darüber abzulegen, wie viel die Entwicklung und Persönlichkeitsentfaltung der nächsten Generation Staat und Gesellschaft wert sein müssen“, mahnt Nees.

Chipkarten und ähnliche Instrumente hält Nees generell für wenig praktikabel: „Eine Chipkarte für die Musikschule mag zwar modern und lässig klingen. Aber die Erfahrung unserer regionalen Verbandsgliederungen zeigt, dass solche Modelle, wenn überhaupt, dann höchstens in städtischen Ballungsräumen funktionieren.“ Gebraucht würden vielmehr ein „neues Denken und kreative Konzepte und Ideen, um die Teilhabechancen aller Kinder zu verbessern“.

Quelle: Deutscher Familienverband

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