Gleichstellungsbericht: Frauenquote statt Ehegattensplitting

Bild: Geralt/photoopia.comGestern wurde dem Bundesfamilienministerium der erste Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vorgelegt. Die siebenköpfige Sachverständigenkommission fordert darin u.a. die Abschaffung des Ehegattensplittings und von Minijobs, da diese tradierte Rollenmuster befördern, statt überwinden würden und die Einführung einer Frauenquote in Aufsichtsräten. Darüber hinaus müsse über eine Frauenquote auch in weiteren Führungspositionen nachgedacht werden.

Bis zur „echten Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern“ sei es noch ein weiter Weg, so die Experten, unter denen sich auch Prof. Dr. Margarete Schuler-Harms befindet, die kürzlich mit einer Expertise zur Verfassungswidrigkeit des Betreuungsgeldes von sich Reden machte.

Pressemitteilung Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vom 25.01.2011

Bild: Geralt/photoopia.com

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Kommentare

  1. Nachbarsmutter sagt:

    Also, ich persönlich bin sehr froh,
    dass es die sog. „Mini-Jobs“ gibt;
    ich habe vier Kinder zwischen 5 und 13 Jahren
    und einen Mann, der beruflich 50 Stunden die
    Woche eingespannt ist.
    Der Mini-Job ermöglicht es mir, „raus zu kommen“ und mit meinen Kolleginnen in Kontakt zu bleiben, und dennoch ab Mittag voll und ganz für meine Kinder da zu sein.
    Ich bin sehr glücklich mit dieser Situation,
    habe weder das Gefühl, dass ich, noch dass
    meine Familie zu kurz kommt !
    Ich WILL meine Erziehungsaufgaben nicht delegieren, ich habe mich BEWUSST für diese Art zu leben entschieden,
    und ich finde es verwerflich, wenn Politik
    nun bestimmen will, was gut für meine Familie ist !

    F. Rupprecht, NRW

  2. Michael Bloch sagt:

    „Gleichstellung“ ist von vornherein der falsche Ansatz.
    Tatsache ist, dass wir alle im Alter auf die nachwachsende Generation angewiesen sein werden, die die Renten für uns erwirtschaftet und uns pflegt.
    Und damit sich ein Volk zahlenmäßig gleichbleibend fortpflanzt, sind im Schnitt drei Kinder pro Familie erforderlich (zwei als Nachkommen der Eltern plus eines zum Ausgleich für Kinderlose).
    Doch dieses Erziehen von drei Kindern ist so viel Arbeit, dass an der arbeitsteiligen Familie (Vater verdient das Geld und Mutter erzieht die Kinder) kein Weg vorbei führt: nur diese arbeitsteilige Familie ist in der Lage, eine ausreichende Zahl von Kindern aufzuziehen, die uns später im Alter versorgen.
    Allein von daher muss diese Familienform gefördert werden, damit wir im Alter versorgt sind!
    Die „Gleichstellung“ dagegen ist reine Ideologie, führt zu noch weniger Kindern und damit zu nie gekannter Altersarmut sowie zum Aussterben unseres Volkes. Sarrazin formulierte es treffend: „Deutschland schafft sich ab.“

  3. Gast sagt:

    Diesen beiden vorstehenden Kommentaren ist uneingeschränkt zuzustimmen.Wir haben über mehr als 30 Jahre verteilt 5 Kinder erzogen und alles „ausprobiert“, wie Beruf und Kindererziehung zu vereinbaren sind. Es geht nicht auf und deshalb ist das Familiensplitting eine Bewahrung vor Armut mit ihren negativen Folgen für das Ansehen der Familie und der Kinder insbesondere.

  4. Simplicia sagt:

    ich habe noch nie kapiert warum für Männer die Arbeit halt Maloche und im besten Fall Beruf ist und für Mütter (die eh genug zu tun haben) aber Freiheit.
    Trotzdem bleibt, wenn es dann um eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit oder auch um eine Heraufsetzung des Rentenalters geht, dann heißt es plötzlich „Wir wollen ja gar nicht so viel arbeiten, das ist ja Streß“

    Im übrigen frage ich mich, ob all diese Politikerinnen keine Putzfrau haben, weil das ja gerade die Domäne der Minijobs ist, oder sollten unsere Politiker etwas das alles „schwarz“ bezahlen?

  5. Anonymous sagt:

    Gleichstellung von Frauen kann wohl nur dann ehrlich sein, wenn diese selbst entscheiden können ob sie ihre Kinder in den ersten Jahren selber betreuen wollen oder nicht.
    Doch wer schon Kinder hat und seiner Pflicht (Artikel 6, Abs.2 Grundgesetz) zur Pflege und Erziehung seiner Kinder nachkommt, hat oft gar keine Möglichkeit Vollzeit oder gar in Schichten zu arbeiten. Dadurch verdient Frau dann weniger und wird beim nächsten Kind beim Elterngeld gegenüber Erstgebärenden finanziell ungerechtfertigt benachteiligt!
    Wann wird Erziehungsarbeit die heute immer noch mehr von den Frauen geleistet wird endlich anerkannt. Das glilt auch für die spätere Rente, auch dort wirken sich Kinder nachteilig aus.
    Bernd Ludewig, Christ und Mitglied der Linken

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