Heute Entscheidung über Kruzifixe im Klassenzimmer

Heute Entscheidung über Kruzifixe im Klassenzimmer
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EMGR) entscheidet heute darüber, ob es gegen die Religionsfreiheit verstößt, in Klassenzimmern staatlicher Schulen Kruzifixe aufzuhängen.  Geklagt hat eine Familie aus Italien, deren Antrag in Italien selbst von allen Gerichten abgelehnt worden war, die jedoch 2009 in einem ersten Urteil der Straßburger Richter zunächst Recht bekommen hatten.  Wie schon 2009 hat die italienische Regierung bereits angekündigt, dem Urteil nicht Folge leisten zu wollen, sollte der Gerichtshof gegen das Kruzifix entscheiden.
Würde man das erste Urteil der Straßburger Richter zu Ende denken, müssten auch Kirchen abgerissen werden, die allein durch ihre öffentliche Präsenz ebenfalls die nichtreligiösen Gefühle ihrer Betrachter stören könnten, so die Argumentation der Anwälte der italienischen Regierung.
Für den Vatikan erklärte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone: „All unsere Städte, unsere Straßen, die Häuser, die Schulen, die öffentlichen Gebäude sind öffentlich. Wir müssten alle Kruzifixe entfernen und auch sämtliche Kunstwerke, die zum Beispiel die Pietà darstellen. Und ich frage mich, ob das ein Ausdruck von Vernunft sein soll“, berichtet die „Tagesschau“.
Foto: Thomas Max Müller/pixelio.de

Foto: Thomas Max Müller/pixelio.deDer Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EMGR) entscheidet heute darüber, ob es gegen die Religionsfreiheit verstößt, in Klassenzimmern staatlicher Schulen Kruzifixe aufzuhängen.  Geklagt hat eine Familie aus Italien, deren Antrag in Italien selbst von allen Gerichten abgelehnt worden war, die jedoch 2009 in einem ersten Urteil der Straßburger Richter zunächst Recht bekommen hatten.  Wie schon 2009 hat die italienische Regierung bereits angekündigt, dem Urteil nicht Folge leisten zu wollen, sollte der Gerichtshof gegen das Kruzifix entscheiden.

Würde man das erste Urteil der Straßburger Richter zu Ende denken, müssten auch Kirchen abgerissen werden, die allein durch ihre öffentliche Präsenz ebenfalls die nichtreligiösen Gefühle ihrer Betrachter stören könnten, so die Argumentation der Anwälte der italienischen Regierung.

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