Welttag der Familie

Foto: woti61/pixelio.deDer 15. Mai wird als „Welttag der Familie“ begangen. Im Jahr 1993 wurde er offizieller Gedenktag der Vereinten Nationen. Die UN-Vollversammlung begründete damals diesen Schritt damit, dass an der Familie die Stärken und Schwächen der sozial- und entwicklungspolitischen Maßnahmen am deutlichsten zutage träten und dass sie infolgedessen einen einzigartigen Ansatzpunkt für eine umfassende und alle Aspekte einbeziehende Auseinandersetzung mit sozialen Fragen biete.

Der Jahrestag 2011 des Welttages der Familie ist dem Thema Familienarmut und soziale Ausgrenzung der Familie gewidmet.

Eine erste Sondierungsstellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) zum Thema „Die Familie und die demografische Entwicklung“ (Stellungnahme SOC/245), forderte die EU-Kommission zu einer entschiedeneren Politik zugunsten der Mütter und Väter sowie der Großeltern auf, die an der familiären Verantwortung voll beteiligt sind. Stärker berücksichtigt werden müsse auch die strukturelle Dimension der Rolle, welche die Familie für die Herstellung und Reproduktion des sozialen und Beziehungskapitals spielt, das in zunehmendem Maße als für das Wohlergehen der einzelnen Bürger und der Gesellschaft insgesamt ausschlaggebend gilt. Die Zeit, die Kindern und der Familie gewidmet wird, ist sicherlich Zeit, die der beruflichen Karriere abgeht, aber sie ist auch eine Investition in die Betreuung oder die Ausbildung von Personen und somit anzuerkennen und stärker zu honorieren: so sollte über die Möglichkeit nachgedacht werden, die bereits bestehenden Maßnahmen (Geldleistungen, Steuervergünstigungen, Elternurlaub u.a.) zu flankieren mit irgendeiner Art der Anrechnung der für die Betreuung hilfsbedürftiger Familienmitglieder aufgewandten Zeit auf die Rente.

Foto: woti61  / pixelio.de

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