Familienforscher: Kinder sollten lernen, wie man Familie gestaltet

Kinder brauchen nicht nur intellektuelle Fähigkeiten, sondern auch „familiäre Qualifikationen“,  so der Pädagoge und Psychologe Wassilios Fthenakis mit Blick auf die dramatischen Geburtenzahlen in Deutschland. Fthenakis fordert deshalb einen „schnellen und massiven Umbau des Bildungssystems“. In der Schule sollten die Kinder von Anfang an auch lernen, „ wie man Familie gestaltet und wie man individuelles Glück langfristig mit einem Partner erfahren kann.“

Es habe eine „Verschiebung der Koordinaten im Familiensystem“ gegeben, die nur durch Bildung und nicht durch „einzelne Maßnahmen wesentlich beeinflussbar“ sei.

Quelle: Focus, Nr. 32, 08.08.2011.

Foto: Wassilios Fthenakis (Quelle: www.familienbildung.uni-bremen.de)

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Kommentare

  1. Michael Bloch sagt:

    So ein Unsinn! Dass in Deutschland so wenige Kinder geboren werden, hat zwei eindeutige Ursache:
    1.) Die massive finanzielle Benachteiligung von Familien mit Kindern gegenüber Kinderlosen, die einher geht mit der Ausbeutung der Erziehungsleistung der Eltern durch die Sozialversicherungen: Wer Kinder erzieht, zahlt dadurch ein – wer als kinderloser Alter von den Kindern anderer versorgt wird, profitiert.
    2.) Die massive Geringschätzung bis Missachtung der elterlichen Erziehungsleistung. Solange hauptberufliche Mütter ständig gefragt werden: „Arbeitest Du nicht?“ braucht sich niemand zu wundern, wenn niemand mehr Kinder aufziehen will.
    Um die Kinderlosigkeit zu beseitigen und die Geburtenzahlen wieder zu erhöhen, müssen daher a) die wirtschaftliche Situation von Familien im Vergleich zu Kinderlosen verbessert und b) die Erziehungsarbeit in der Familie aufgewertet, sprich der wichtigste Beruf der Welt, die Hausfrau und Mutter, muss anerkannt und wertgeschätzt werden.
    Das Gerede von der Schulbildung „wie man Familie gestaltet“, kann sich Herr Fthenakis sparen: so lange Familien derart massiv benachteiligt werden, wird sich an der Lage nichts ändern.
    Nur nebenbei: War Herr Fthenakis nicht einer der Berater von Frau von der Leyen, als es um den Krippenausbau ging? Also vertritt Herr Fthenakis auch die familienfeindliche Ideologie vom der erwerbstätigen Mutter, die ihr Kind in staatliche Kollektivbetreuung abzugeben hat. Macht das Lust auf Kinder?
    Etwas mehr Realitätsbezug würde Herrn Fthenakis nicht schaden.

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