Patentverbot für menschliche embryonale Stammzellen

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat die Patentierung menschlicher embryonaler Stammzellen verboten. Wenn bei deren Gewinnung Embryonen zerstört würden, stelle dies eine Verletzung der Menschenwürde dar, so der EuGH. Das Grundsatzurteil beendet einen Patentstreit zwischen der Umweltorganisation Greenpeace und dem Bonner Neurobiologen Oliver Brüstle (Rechtssache: C-34/10). 

Laut Richterspruch patentierbar ist zwar die Verwendung zu therapeutischen oder diagnostischen Zwecken, die auf den menschlichen Embryo zu dessen Nutzen anwendbar ist. Nicht Gegenstand eines Patents dürfe aber die Verwendung in der wissenschaftlichen Forschung sein.

Nach Meinung der Europa-Juristen ist jede menschliche Eizelle vom Stadium ihrer Befruchtung an als „menschlicher Embryo anzusehen, da die Befruchtung geeignet ist, den Prozess der Entwicklung eines Menschen in Gang zu setzen.“

Foto: Michael Bührke/pixelio.de

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