Streit um geplantes Betreuungsgeld reißt nicht ab

Einer der zentralen Streitpunkte auf dem anstehenden Gipfeltreffen der Koalition am Freitag wird die Einführung des Betreuungsgeldes ab 2013 sein. „Wir bleiben dabei und erwarten auch, dass es so wie geplant 2013 umgesetzt wird“, erklärte der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. Die Liberalen bezweifeln dagegen den Sinn des Betreuungsgeldes und betonen, daß es derzeit drängendere Probleme gebe. Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hatte erst kürzlich einen Kompromiß vorgeschlagen, der die Halbierung der Bezugszeit von einem auf zwei Jahre vorsieht. „Wir wollen den vollen Umfang“, betont die CSU. Nur dies garantiere eine echte Wahlfreiheit für die Eltern, so Dobrindt: „Wir wollen den Menschen nicht vorschreiben, wie sie ihr Familienleben organisieren sollen.“

Heftige Kritik am Betreuungsgeld gab es jüngst erneut von der SPD. Die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Manuela Schwesig nannte das geplante Betreuungsgeld eine „Fernhalteprämie“, weil es einen falschen Anreiz setze, „gerade die Kinder von einer frühen Förderung“ fernzuhalten, „die es besonders nötig haben“, so Schwesig. Das Geld sollte „vielmehr in den Ausbau von guten Kitas und Schulen investiert werden.“

Bild: S. Hofschlaeger  / pixelio.de

Quelle: reuters

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