Betreuungsgeld: Frauen-Union gegen Bar-Auszahlung

Die Frauen-Union der CDU forderte am Wochenende auf der Bundesdelegiertenkonferenz in Wiesbaden neben einem Entgeltgleichstellungsgesetz, daß das Betreuungsgeld für Mütter nicht in bar ausgezahlt werden solle. Das Betreuungsgeld dürfe „nicht in der Haushaltskasse versickern“, sagte die Vorsitzende der Frauen-Union und Migrationsbeauftragte der Bundesregierung Maria Böhmer.

Deshalb sollte man das Betreuungsgeld stattdessen lieber „gezielter den Müttern für den Beruflichen Wiedereinstieg, die Rentenvorsorge oder für eine ergänzende Pflegeversicherung zukommen lassen“.

Foto: www.bundesregierung.de

Quelle: Focus.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare

  1. Sehr geehrte Frau Dr. Böhmer!
    „Frauen, wir brauchen euch!“ tönt es uns aus Politik und Wirtschaft entgegen. Wir brauchen euch als gut ausgebildete Fachkräfte. Wir brauchen eure Kompetenzen, euer Talent, eure Kreativität. Tatsächlich: wir Frauen sind Alleskönner. Wir „stehen unseren Mann !“ als Apothekerin, Bäuerin, Lehrerin, Krankenschwester, Gastronomin, Journalistin, Bankangestellte, Verkäuferin. Wir organisieren, planen, entscheiden, verwalten riesige Summen. Kurz, wir sind autonom.

    Sind wir aber Mutter geworden, und zu unserer Klugheit gesellt sich noch die Weisheit, unser Kind, unser höchstes Gut nicht vorzeitig in fremde Hände zu geben, sondern unsere Emotionalität 24 Stunden am Tag und drei Jahre lang mit dem Kind zu teilen, dann ist auf einmal Schluss mit lustig! Wenn es darum geht, 150 Euro zu verwalten, zu entscheiden, wo und wie das Geld am besten angelegt, oder wozu es ausgegeben wird, dann erklärt uns das politische Establishment für zu dumm, zu dämlich und für inkompetent. Dann wird über unsere Köpfe hinweg entschieden, wo man die lächerlichen 150 Euro „versteckt“, damit sie nicht etwa im Haushalt verschwinden. Die Gutscheinlösung scheint hier besonders beliebt.

    Nun kommt das Argument, die „bildungsfernen Unterschichtfrauen“ würden das Geld für sich selbst verbrauchen, anstatt für die Bildung der Kinder. Nun frage ich Sie, warum die geplante staatliche Leistung Betreuungsgeld und nicht Bildungsgeld heißt? Doch, weil es für die mütterliche Betreuung gedacht ist. Die Erzieherinnen der Kita bekommen doch auch ihren Lohn (und keine Gutscheine)! Von Lohn kann bei dem lächerlichen Betrag von 150 Euro sowieso nicht die Rede sein, denn der Stundenlohn für die Mütter beträgt umgerechnet 62 Cent!

    Um dieses Almosen geifern unsere Parlamentarier, wohl wissend, das jeder Krippenplatz den Steuerzahler 1000 Euro kostet. Um Gerechtigkeit geht es hier also nicht. Es geht, und Sie wissen das, auch gar nicht um Geld, sondern darum, den Müttern ihre Mutterschaft zu vergraulen. Schließlich sollen die Frauen ja eiligst wieder in die Betriebe, damit sie eine „ungebrochene Erwerbskarriere“ hinlegen. Und erst recht geht es nicht um das Wohl unserer Kinder. Denn sonst würde man den Müttern genügend Familienzeit und ein entsprechendes Auskommen gönnen.

    Werte Frau Dr. Böhmer, wie tief sollen wir Mütter noch erniedrigt werden? Würden Männer das tun, so würde man sie als eingefleischte Machos verachten. Aber es sind ja gerade Politikerinnen wie Sie, Frau v.d. Leyen, Frau Schwesig und viele andere, die uns Mütter demütigen. Ist das Solidarität unter Frauen? Sind das die hehren Ziele der Gleichberechtigung? Vielleicht befasst sich die Gleichstellungspolitik einmal mit der Ungleichbehandlung unter Frauen und der Diskriminierung von jungen Müttern. Da gibt es viel zu tun, Frau Dr. Böhmer!

    Daher möchte ich Ihnen, als der Vorsitzenden der Frauen-Union, dringend ans Herz legen, die Autonomie von uns Müttern wieder ernst zu nehmen, uns zu achten und zu ehren, denn nach unserer Auffassung ist es nicht damit getan, Kinder nur in die Welt zu setzen. Gerade Kinder müssen in ihren Bedürfnissen geachtet werden, gerade sie haben Anspruch auf Zeit und Zuwendung ihrer Eltern.

  2. Die „weitsichtige“ Frauenunion (FU) legt also fest, was junge Mütter brauchen:
    eine Riester-Rente, oder
    eine kapitalgedeckte Pflegeversicherung, oder
    einen Wiedereingliederungskurs

    Die Riesterrente wird vom DIW als intransparent und unrentabel bewertet. Von Kapitalanlagen rät heute jeder Fachmann ab und empfiehlt eine Anlage in Sachwerten. Ob Arbeitgeber die Wiedereinstellungskurse als Eintrittskarte akzeptieren, ist noch nicht ausgemacht. Warum sollten sich Mütter auf so einen faulen Deal mit inakzeptablem Gegenwert einlassen?

    Mit ihren Gutscheinen drückt die FU den Müttern eine Null-Rendite auf, und zwar nachhaltig. Jeder Finanzberater rät zu diesen Zeiten, das Kapital in Sachwerten anzulegen, also Gold, Immobilien etc. Zu einer Immobilie wird das Betreuungsgeld wohl kaum ausreichen, denn es handelt sich um 24 x 125 Euro = 3000 Euro in 2 Jahren, ein Wahnsinnskapital! Es entspricht der staatlichen Förderung eines Krippenplatzes für 3 Monate!

    Nicht nur, dass die gut situierten Damen von der FU den Müttern nicht mehr zutrauen, drei Tausend Euro sinnvoll anzulegen, nein, sie behandeln sie wie kleine Dummerchen, die der Staat an die Hand nehmen muss.

    Wir meinen: Der Staat soll endlich die Privatsphäre der Familie respektieren, Familien als autonome Basis der Gesellschaft anerkennen und seine Bevormundung aufgeben.

    http://www.familiengerechtigkeit-rv.de/index.php?id=5136121152739981343

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