SPD: Abschaffung des Ehegattensplittings und Begrenzung der Kinderfreibeträge

Mit großer Mehrheit haben die Delegierten der SPD auf ihrem Parteitag in Berlin dem Leitantrag „Familienland Deutschland“ zugestimmt, der u.a. eine Neuregelung des Kindergeldes und das Ende des Ehegattensplittings vorsieht. Während Familien mit geringem Einkommen über die Zusammenlegung von Kindergeld und Kindergeldzuschlag und eine Staffelung des Kindesgeldes nach dem Einkommen künftig besser gefördert werden sollen, will die SPD die steuerliche Entlastung durch die Kinderfreibeträge begrenzen. Außerdem sieht der Leitantrag die Abschaffung des Ehegattensplittings vor, da es „das Modell des männlichen Haupternährers und der weiblichen Zuverdienerin“ zementiere. 

Neben der Ausweitung des Elterngeldes, vor allem für Eltern, die ihre Kinder gemeinsam betreuen und dafür weniger arbeiten gehen, plant die SPD einen Rechtsanspruch auf Ganztagsangebote für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr bis zur Einschulung und den Ausbau von Ganztagsschulen.

Quelle: spd.de

Foto: Gerd Altmann/dezignus.com / pixelio.de

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Kommentare

  1. Ehefrau sagt:

    Ach, die SPD ist doch wirklich nett. Nachdem meine Kinder erwachsen sind, nachdem ich den Kindern zuliebe auf ein größeres Einkommen verzichtet habe, bekomme ich nach den Plänen der SPD nun einen Tritt in den H…, ebenso mein Mann, wenn wir, die wir durch alle Widrigkeiten hindurch für unsere Kinder da waren und er der Haupternährer war, nun als ältere Leute wie Einzelpersonen besteuert werden sollen. Und nur, weil unser Lebenskonzept nicht in die Ideologie der SPD hineinpaßt. Schadet ein Alleinverdiener der Gesellschaft? Ganz eindeutig nein! Er ernährt zwei und mehr Personen!

  2. Hausmann sagt:

    Ach ja, jeder ist künftig für sich selbst verantwortlich. Wer zusammen lebt, bleibt natürlich gegenseitig unterhaltspflichtig, nur die Steuern darf man nicht teilen.

    Die Frau als Zuverdienerin ist unzeitgemäß.
    Gut, dass mir das endlich die SPD sagt. Mögen doch alle 8 Stunden schaffen, 2 Stunden mit eigenem Auto zur Arbeit und nach Hause fahren, und dann noch genügend Zeit finden für Haushalt und Kinder. Schließlich erhalten Kassiererinnen künftig das gleiche Geld wie Bankkaufleute. Mindestens 8,50. Man könnte für diese leidingen Arbeiten natürlich auch jemanden anstellen, aber als Privatperson natürlich keinesfalls steuerlich absetzen.

    Die Abschaffung des Ehegattensplitting wäre nebenbei bemerkt die größte und unverschämteste Steuererhöhung durch die Hintertüre für ungleich verdienende Ehepaare.

    Auf dass Deutschland gänzlich kinderfrei werde.

    Auch Berufstätige mit arbeitslosen und kranken PartnerInnen werden sich sicher darüber freuen, mehr Steuern für einen Staat bezahlen zu dürfen, der es ach so nötig hat.

  3. Michael Bloch sagt:

    Die geplante Abschaffung des Ehegattensplittings bedeutet für alle Ehepaare, bei denen ein Partner beruflich kürzer tritt, um Kinder zu erziehen oder Angehörige zu pflegen, eine ganz massive Steuererhöhung.
    Dabei ist Deutschland bereits das kinderärmste Land Europas, und als Hauptgrund nennen befragte Eltern immer wieder die massive finanzielle Benachteiligung gegenüber Kinderlosen – auch durch die hohen Unterhaltskosten für Kinder. Ohne den Steuervorteil durch das Ehegattensplitting werden sich noch weniger Menschen Kinder leisten können, und das Aussterben unseres Volkes, politisch korrekt „demografischer Faktor“ genannt, wird sich verschärfen.
    Wer soll später die ganzen Alten pflegen und versorgen, geschweige denn deren Renten verdienen, wenn es keine Jungen mehr gibt?
    Von daher entbehrt dieses Ansinnen der SPD jeglicher Vernunft und ist nur durch die blinde feministische Ideologie zu erklären, alle Frauen an die Werkbänke zu prügeln.
    Die SPD entpuppt sich als Familienzerstörungspartei und tritt den Schutz von Ehe und Familie nach §6 GG mit Füßen.

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