Protest geht weiter: Demo gegen Bildungsplan 2015 am Samstag in Stuttgart

Foto: Rudolf Gehrig

Besorgte Eltern aus Baden-Württemberg rufen unter dem Motto »Gegen die Indoktrination unserer Kinder – Stoppt den Bildungsplan 2015« zur Demo am Samstag, den 01.02.2014, in der Stuttgarter Innenstadt auf. 

Am Montag endete die Zeichnungsfrist der Online-Petition »Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens« des Baden-Württembergischen Realschullehrers Gabriel Stängle: 192.348 Bürgerinnen und Bürger haben unterschrieben, allein 81.965 aus Baden-Württemberg. Jetzt rufen besorgte Eltern aus Baden-Württemberg unter dem Motto »Gegen die Indoktrination unserer Kinder – Stoppt den Bildungsplan 2015« zu einer Demonstration in Stuttgart auf.

Nach Ansicht der Initiatoren würde dem Thema »sexuelle Vielfalt« als Leitprinzip im grün-roten Bildungsplan 2015 »zu viel Raum gegeben …, zumal die Toleranz der LSBTTIQ-Lebensstile bereits im aktuellen Bildungsplan enthalten ist«. Es sei vielmehr »eine massive Zwangsindoktrination, wenn den Kindern bereits in der Grundschule ›die verschiedenen Formen des Zusammenlebens von/mit LSBTTI-Menschen‹ nahegelegt werden«. Es sei nicht richtig, wenn die Kinder »die klassische Familie nur noch als eine von vielen Familienformen« kennenlernten. Aufklärung gehöre in die Hände der Eltern, fordern die Initiatoren und wenden sich damit entschieden »gegen die in diesem Zusammenhang an Eltern verhängten Haftstrafen.«

Die Demonstration startet am 1. Februar 2014 um 14:00 Uhr am Schlossplatz Stuttgart und soll dann zum Staatstheater führen.

Eine Anmeldung der Teilnehmerzahl kann an die E-Mail-Adresse besorgte_eltern_bw@gmx.de erfolgen (Ansprechpartner: Hans Christian Fromm, Tel. 0178 1468246).

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Kommentare

  1. Satiere:
    Hiermit oute ich mich als Unmusikalisch!
    Unmusikalische werden in vieler Hinsicht von unserer Gesellschaft diskriminiert und benachteiligt.
    – Schon das Wort „Unmusikalisch“ ist negativ besetzt.
    – Es suggeriert einen Mangel!
    – Unmusikalische Menschen, besser als harmoniefreie Menschen betitelt, werden von vielen Gesellschaftlichen Ereignissen ausgeschlossen.
    – Von radikalen Disharmonie-phoben Gruppen wird uns geraten leiser zu singen.
    – Gesangsvereine verweigern harmoniefreien Menschen die aktive Beteiligung an professionellen Chören.
    – In Schulen und Kirchen wird versucht harmoniefreie Menschen in ein antiquiertes Notensystem zu pressen und uns nach jahrhundertealten Harmonielehren umzuerziehen.
    – Dabei wird unsere Natur und unsere Individualität vergewaltigt.
    – Sogenannten „unmusikalischen“ Menschen wird der Zugang zu Berufen wie Sänger, Klavierspieler, Dirigent und Musiklehrer systematisch verweigert.
    – Laut „Disharmonie Internationell“ werden in der überwiegenden Zahl der Länder – selbst in der EU – noch immer musikalisch vielfältig orientierte Menschen diskriminiert: Sie werden aus Gesangsvereinen, Orchestern, Hitparaden und sogar Kirchenchören herausgeworfen nur weil sie in den Ohren der sogenannten „musikalischen“ Menschen „falsch“ singen.
    – Wer laut und „falsch“ singt muss damit rechnen von Mitmenschen missbilligend angestarrt zu werden.

    Hier unsere Forderungen und Apelle:
    – Unmusikalische Menschen sind nicht krank!
    – Auch musikalisch anders orientierte Menschen wollen laut und „falsch“ singen dürfen!
    – Jeder Mensch soll vor dem Gesetz unabhängig seiner musikalischen Orientierung gleich behandelt werden.
    – Jede Form von Intoleranz gegenüber einem praktizierten, lauten, „falschen“ und unmusikalischen Singen und Instrumentieren soll gesetzlich unterbunden werden, um unsere Randgruppe zu schützen.
    – Wir fordern genauso laut singen und instrumentieren zu dürfen wie musikalische Mitmenschen.
    – Wir fordern eine Quotenregelung nach der in jedem Orchester mindestens 20-30% harmoniefreie Menschen eine führende Rolle übernehmen.
    – Wir fordern gleiche Zugangsrechte zu Stellen als Musiklehrer und Ausbilder von Musikern.
    – Kindern soll in den Schulen fächerübergreifend die verschiedenen musikalischen Orientierungen dargeboten werden. Das sogenannte „Falsch-singen“ soll gleichberechtigt neben den veralteten Harmoniegesetzen und Notenlehren unterichtet werden.
    – Wir fordern besondere Gruppen wie: Harmoniefreie Fußballvereine, Harmoniefreie Parteien, Harmoniefreie Gaststätten.
    – Wir fordern die Förderung von Projekten wie: Filme mit harmoniefreier Filmmusik, Harmoniefreie Tonträger etc.
    – Diskriminierende Sprache durch Worte wie: „das gehört zum guten Ton“ „das ist taktlos“ „Das ist nicht stimmig“ „Ein harmonisches Miteinander“ gehören radikal ausgemerzt.
    – Setzen wir uns ein für eine Musik so vielfältig und farbig wie der Regenbogen!

  2. Nonnen sagt:

    Die eigentümliche Reduzierung des Menschen auf seine Sexualität erfasst neuerdings nahezu alle Bereiche. Hoffentlich wird bald in Deutschland eine Aufklärung erfolgen, um das von den Gender-Ideologen propagierte „social engineering“ in Richtung Früh- und Übersexualisierung im Erziehungsbereich schon der Kleinsten und Jüngsten (Krippe, Kita, Schule) zu stoppen.
    Es kann nicht ernst genug genommen werden, was die Vernichtung des Selbstverständnisses von Mann und Frau für Buben und Mädchen bedeutet, die sich gemäß ihren genetischen Vorgaben an Vorbildern entwickeln müssen [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014]

  3. Bingo sagt:

    „Die eigentümliche Reduzierung des Menschen auf seine Sexualität erfasst neuerdings nahezu alle Bereich“

    Diese Reduzierung erfolgt doch von den Homophoben selber!
    Wer reduziert denn gleichgeschlechtliche Paare nur auf die sexuelle Komponente?
    Weshalb werden denn dann lesbische Kindergärtnerinnen rausgeworfen, auch wenn sie ihre Arbeit gut machen?
    Ist das etwa KEINE Reduzierung des Menschens auf seine Sexualität?

  4. Ferdinanz sagt:

    Eine absolute Schnapsidee, als Teilgruppe innerhalb großen Zahl an Bildungsplan-Kritikern zu einer Demo aufzurufen – und damit den frischen Wind und Zahlenerfolg der Original-Petition zu konterkarieren!!!

    Ein Auftritt von 700 Leuten verlagert in der öffentlichen Wahrnehmung die mühsam erworbene Zahl von 192.000 Unterzeichnern auf das Niveau einer Kleinkunstbühne.

    Es war im Vorfeld abzusehen, dass das nicht gut geht und unnötige negative Schlagzeilen produziert.

    Man hat der Presse ohne Not die beste Gelegenheit geliefert, ab sofort von einer misslungenen und zahlenmäßig lächerlichen Demonstration zu berichten – statt sich weiterhin mit dem Bildungsplan als solchem und seinen Gegenargumenten auseinanderzusetzen. Das ist das Gebot der Stunde. Alles andere muss warten, denn der Ball liegt vorerst – mühsam dort hinein getragen – im Feld des Landesregierung, die nun den schwarzen Peter hat. Das genügt völlig vorerst.

    Neue Freunde und weitere Unterstützer habt ihr mit dieser Aktion nicht gefunden. Vielmehr hat man unnötig Verwirrung, Unruhe und Verärgerung in die Schicksalsgemeinschaft getragen.

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