Prof. Hillgruber kritisiert Macht der Homosexuellen-Lobby und fordert Freiheit für Andersdenkende

Foto: Christian Hillgruber/privat

Professor Christian Hillgruber fordert in einem Gastbeitrag der FAZ mehr Schutz für eine neue Minderheit. Es könne nicht sein, daß nach »eindrucksvoller Lobbyarbeit« von Homosexuellen, dieses heute bestimmt, was gesellschaftlich richtig ist. Er plädiert für mehr Freiheit. 

Der an der Universität Bonn öffentliches Recht lehrende Professor Dr. Christian Hillgruber spricht sich in der Debatte um die Gleichstellung von Homosexuellen für den »Schutz einer neuen Minderheit« aus. In einem Gastbeitrag der FAZ bemerkt Hillgruber, daß es im Streit um die »Normalität« von Homosexualität schon so weit gekommen sei, daß durch »eindrucksvolle Lobbyarbeit« eine Minderheit mit ihren eigenen Forderungen nach Gleichberechtigung und Gleichstellung der Mehrheit von Heterosexuellen eine Agenda zunehmend aufdrücke.

Er sieht darin die alte These bestätigt, daß Sieger sich nicht allein mit ihrem Sieg zufrieden geben, sondern Besiegte gerne auch demütigen, so lange bis sie ihren »Irrtum« abschwören. Homosexuelle hätten mittlerweile im Westen volle Freiheit und Gleichheit erreicht, bis auf einige wenige Reste »diskriminierender« Ungleichheit. Heute gilt Homosexualität weitgehend als »normal«.

Doch was einst noch berechtigt als Kampf gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung begonnen habe, entwickele heute »eklatant freiheitsfeindliche Tendenzen zu Lasten Dritter«. Wer etwas an gesellschaftlich anzweifele, dem drohe unter dem Label »Antidiskriminierung« eine »Umerziehung mit staatlichem Befehl und Zwang«. Hillgruber appelliert, daß »die Freiheit auch in Sachen Homosexualität eine von der überwiegenden Meinung abweichende Ansicht äußern zu dürfen«, auch für den anderen Teil der Gesellschaft zu gelten habe. Sie sei genauso entschieden zu verteidigen. Freiheit könne immer nur die Freiheit der Andersdenkenden sein. Jeder sei im Recht so zu leben, wie er möchte, und man könne nicht anderen vorschreiben, was sie für einen Lebensstil für sich am besten halten.

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