Abtreibung bald auch für Männer?

Für weltweite Diskussionen sorgte dieser Tage der Vorschlag der schwedischen Jungsozialisten, Männern eine Art juristisches Abtreibungsrecht zu gewähren (hier mehr dazu). Danach dürften die Väter vor der 18. Schwangerschaftswoche (bis zu der in Schweden eine Abtreibung möglich ist) eine Verzichtserklärung unterschreiben, die sie von allen Rechten und Pflichten entbindet – sie müssten für das Kind nicht zahlen, dürften es aber auch nicht sehen. Dies wurde als ein weiterer Schritt zu mehr Gleichberechtigung präsentiert, löste aber offenbar große Empörung aus. Schließlich nimmt der Vorschlag weder Rücksicht auf die so geschädigten Mütter, die das Kind trotzdem austragen wollen, noch auf die spätere Not der Kinder, die ohne Kenntnis ihres Vaters und ohne eine Beziehung zu ihm aufwachsen müssen.Wie dem auch sei – verantwortungslose Lüstlinge und Vergewaltiger werden ein solches Recht gern in Anspruch nehmen und sich zu weiteren Untaten ermuntert fühlen.

Der Vorschlag ist jedenfalls ein weiterer Vorstoß gegen die Familie. Je mehr die Individualrechte gestärkt werden, desto schwieriger wird die familiäre Gemeinschaft. Bemerkenswert war folgende Begründung des Rechts auf männliche »Abtreibung«: Das sei doch nichts Neues, hieß es. Es gebe schon viele Frauen, die Sperma bei einer Datenbank bestellen oder nicht wissen, von wem sie schwanger sind. Wenn es kein Gutes mehr gibt, das die Mühe wert ist, es zu erreichen und zu erhalten, regiert der kalte, rücksichtslose Zynismus. Deshalb kämpft die Initiative Familien-Schutz u.a. gegen die Vereinzelung durch Gender Mainstreaming: Mit lauter Vereinzelnden, die alle Bedürfnisse und alle Rechte der Welt auskosten dürfen, ja sollen oder sogar müssen, wird es keine Familien mehr geben.

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Kommentare

  1. Geste sagt:

    Liest man die Schöpfungsgeschichte, da spricht Gott im Plural, genauer gesagt, es spricht der dreifaltige Gott: „Laßt uns den Menschen schaffen nach unserem Bild (des dreifaltigen Gottes) und Gleichnis!“ Die unbeschreiblich starke, innige Liebe zwischen Vater und Sohn ist lebendig im Hl. Geist! Nie würde es dem Vater und nie würde es dem Sohn einfallen, diese Liebe zu mindern oder einzuschränken. Da der Mensch nach dem Bild und Gleichnis des dreifaltigen Gottes geschaffen wurde, ist es dem Menschen gegeben in der Liebe des Mannes zu seiner Frau und die Liebe der Frau zu ihrem Mann in der innigen Umarmung ihre Liebe im Kind lebendig werden zu lassen. Homounzüchtigen ist das unmöglich und von daher gegen den Schöpfungsplan: „Als Mann und Frau erschuf er sie!“ Wer diese Liebe behindert, handelt zwangsläufig gegen sie.

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