Die Familienpolitik muß sich grundlegend ändern! Kampagne gegen den politischen Ausverkauf der traditionellen Familie gestartet

elections-450166_1920Die deutsche Familienpolitik ist gescheitert. Zwar hat sie ihr selbsterklärtes Ziel erreicht, die Erwerbsquote von Müttern zu erhöhen. Seit Jahren steigt sie stetig an. Die Geburtenquote hingegen hält sich seit vier Jahrzehnten auf weltweit niedrigstem Niveau. Wie kann das sein? Immerhin können Frauen in diesem Land verhältnismäßig luxuriös leben, was ihre öffentlich geförderte Unterstützung angeht. Es gibt Kitas und Horte zur beruflichen Selbstverwirklichung von Müttern, es gibt ein breites Angebot an Verhütungsmitteln, zu denen inzwischen – entsetzlicherweise – auch Abtreibung gehört, es gibt Frauenquoten. „Rabenmutter“ traut sich eh´ keiner mehr zu sagen.

Erziehungskosten werden privatisiert, die Wertschöpfung solidarisiert

Diese Politik hat Schattenseiten. Denn wenn der Staat soviel mitmischen will in Erziehungsdingen, die ihn eigentlich nichts angehen, leidet die Freiheit seines Souveräns immer als erstes. Großer Nutznießer der sich jahrelang freiwillig und unentgeltlich mühenden Väter und Mütter ist die öffentliche Hand. Sie hat auf Eltern erfolgreich sämtliche Kosten abgewälzt, die Erziehung und Pflege der Nachkommen mit sich bringen. Den daraus erwachsenden Ertrag, im besten Fall ein lückenlos steuerabwerfendes Erwerbsleben des erfolgreich (aus)-gebildeten Kindes, streicht er komplett für sich ein. Der Familienlastenausgleich für die hohen Lebenshaltungskosten von Eltern, wie ihn das Verfassungsgericht einfordert, ist bislang für alle Bundesregierungen verzichtbares Beiwerk gewesen.

Die Regierung gibt den zeitlichen Takt des Familienlebens vor

Verständnis hat unsere fürsorgliche Familienministerin dann doch: Um aus dem harten Elternbrot ein Drei-Gänge-Menü zu machen, empfiehlt Frau Schwesig, möglichst alle Familienmitglieder in der Wirtschaft kellnern gehen zu lassen. Mit doppeltem Gehalt und „outgesourcter“ Erziehungsverantwortung können Eltern heute gut verdienen und dabei unbelastet leben, so als hätten sie kein Kind. Politik und Wirtschaft dürfen anschließend das machen, was sie schon immer machen wollten, nämlich Eltern so behandeln, als wären sie keine bzw. diese bis zum Umfallen erwerbstätig sein lassen. Für Burnout-Betroffene gibt’s das Müttergenesungswerk, das seit Jahren erfreut steigende Bewilligungsquoten für Anträge verzeichnet. Für den sich händereibenden Staat geht diese Rechnung noch auf – spätestens bis zur unausweichlichen Rentenexplosion.

Die institutionalisierte Kindheit beugt das Elternrecht

Die Erziehung ihrer Kinder dürfen die so Befreiten derweil getrost an den wohlmeinenden Staat abtreten. Der nutzt sein neues Einflußpotential in Krippen, Kindergärten und Schulhorten bestmöglich aus: Dort lernen Kinder, daß es für sie viele, sehr viele Entstehungsmöglichkeiten gibt. Auch ihr Geschlecht dürfen sie gerne wie Kleider wechseln, wenn ihnen gerade danach ist. Das ist schick und modern. Schließlich sind ja nicht nur die Farben im Tuschekasten bunt, sondern wir alle, irgendwie. (Um-) Erziehung beginnt nun mal bei den Kleinsten. Der natürliche, von der modernen Medizin völlig unabhängige Zeugungsakt zwischen Mann und Frau, bei der immer noch die meisten Kinder entstehen, empfinden die Verfechter der Gender-Ideologie als geistig-moralische Zumutung, die es mit systematischem Verschweigen abzudrängen gilt. Eltern, die ihr gesetzlich verbrieftes Erziehungsrecht dagegen setzen, werden mit Verweis auf die Teilnahmepflicht am Unterricht aus dem Verkehr gezogen.

Machen Sie mit! Kampagne für einen Richtungswechsel in der Familienpolitik

Seit dem großen Paradigmenwechsel hin zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist die Familienpolitik nach und nach einem Freiheitsentzugsprogramm für Eltern gewichen. Wen wundert es bei dieser Bilanz, daß es für Frauen und Männer hierzulande immer unattraktiver wird, Kinder zu bekommen und sie großzuziehen? Wahrscheinlich nur noch die Experten im Familienministerium. Es ist Zeit, umzukehren. Familien gründen sich nicht, indem immer mehr Geld ins System gepumpt wird. Frauen und Männer entscheiden sich für Kinder, wenn sie Wertschätzung dafür erfahren und wenn die Mitwelt ihnen jede Menge Anschauungsmaterial vom glücklichen Leben mit Kindern bietet. Nur eine Familienpolitik, die das bedenkt und wieder zur echten Interessenvertretung von Eltern und Kinder wird, ist gute Familienpolitik. Ein Umdenken wird jedoch nicht einsetzen, wenn gegen den schleichenden Ausverkauf traditioneller Familienwerte kein entschiedener Widerspruch gesetzt wird. Anläßlich der diesjährlichen Bundestagswahl hat die Initiative für Familien-Schutz deshalb die Kampagne „Für einen Richtungswechsel in der Familienpolitik“ gestartet und fünf Eckpfeiler guter Familienpolitik entwickelt. Als Petition wird das Programm an führende Vertreter der Parteien verschickt. Sie sollen Stellung nehmen, wie sie sich für gute Familienpolitik einsetzen und ob sie bereit sind, unsere Forderungen im Parlament zu vetreten. Je stärker der Protest, umso größer die Wirkung – geben auch Sie Ihre Stimme für gute Familienpolitik! Denn über Zukunft der Familie entscheidet als erster und letzter der Wähler.

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