Es ist nur noch wenig Zeit – SPD, Grüne und FDP putschen die Regierung zur Ehe für alle! Protestieren Sie jetzt dagegen!

alliances-1619392_1280Der Putsch ist der SPD perfekt gelungen. Kurz vor der Bundestagswahl zwingt sie die CDU zur Abstimmung über ein Thema, bei dem die GroKo Koalitionsfrieden vereinbart hatte: die Ehe für alle. Nun soll alles ganz schnell gehen. Kommenden Freitag schon soll das Parlament nach einer nur 38-minütigen Debatte zu einer Entscheidung gelangen, die für das innere Sozialgefüge der Gesellschaft von gravierender Tragweite sein wird. Allen Menschen gleichermaßen den Zugang zur Ehe zu öffnen, scheint den Befürwortern nur ein kleiner, längst überfälliger Schritt zu sein. Die Ehe aber als Beliebigkeitsrecht für jedermann zur Disposition zu stellen, wird nachhaltige politische wie juristische Konsequenzen nach sich ziehen.

Wer fragt noch nach dem Kindeswohl?

An dessen Ende wird einsam das Kind stehen. Ein Kind kann nicht gefragt werden, wo und wie sein Leben beginnen soll und wo und wie es aufwachsen will. Ob die hergestellten „Wunschkinder“ gleichgeschlechtlicher Paare tatsächlich vom neuen Familienleben profitieren, wie unzählige Studien belegen wollen, läßt sich nicht als Momentaufnahme abschließend klären, sondern erweist sich erst nach Jahrzehnten der Generationenfolge. Einen kleinen Hinweis liefert jedoch eine Studie der Universität von Texas aus dem Jahr 2012, die 3000 erwachsene Kinder aus acht verschiedenen Familienkombinationen untersuchte, darunter auch Kinder gleichgeschlechtlicher Paare. Bei diesen Kindern erwies sich im Erwachsenenalter ein signifikant höheres Risiko gestörter Bindungsfähigkeit, sie werden häufiger arbeitslos, häufiger drogensüchtig, leiden häufiger an psychischen Problemen. Der Faktor „Unbeständigkeit“ ist für den wissenschaftlichen Leiter der Studie Mark Regnerus geradezu ein Charakteristikum von Menschen, die im homosexuellen Kontext aufwuchsen.

Merkels Berechenbarkeit ist ihre Unberechenbarkeit

Noch vor wenigen Jahren bestätigte Bundeskanzlerin Merkel das Unbehagen eines großen Teils der Bevölkerung, als sie auf ihr „Bauchgefühl“ verwies, das sie gegen die Ehe für alle einnehme. Jetzt – wie bei der Wehrpflicht, bei der Energiewende und der Öffnung der deutschen Grenze – der totale Schwenk. Jetzt, so lavierte sie in der Wirtschaftswoche, will sie schon seit „vielen Jahren“ der Überzeugung sein, daß in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften Werte wie Fürsorglichkeit und Liebe gelebt werden, ganz genau wie in einer Ehe. Deshalb, das läßt sie natürlich unausgesprochen, aber als logische Konsequenz stehen, kann auch bitteschön jeder jeden heiraten, gesetzt, man hat sich vorher gegenseitiger Liebe versichert. Nachdem nun Homo-Aktivisten so erfolgreich mit ihrem Anliegen waren, braucht man nicht lange auf die nächste Lobby warten, die demnächst Teilnahmerecht an der Ehe gemäß ihrer lebensgeschichtlichen bzw. kulturellen Besonderheiten für sich reklamiert. Ob nun als nächstes die Vielehe oder gar die Kinderehe ernsthaft diskutiert wird; wen juckt das schon, wenn man erst einmal vorgemacht bekommen hat, wie schnell sich das Grundgesetz im Sinne einer lautstarken Minderheit „modernisieren“ läßt.

Letzte Instanz bleibt das Bundesverfassungsgericht

Die Entscheidung des Parlaments am 30. Juni 2017 ist nur Willensbekundung zum Gesetz, die Letztentscheidung liegt beim Bundesverfassungsgericht. Dieses hat im Jahr 2002 die eingetragene Lebenspartnerschaft als Aliud (Anderes) zur Ehe geschaffen und rechtlich mit der Ehe gleichgestellt. Die Begründung: „Jeder ehefähigen Person steht auch nach Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft durch das LPartDisBG der Weg in die Ehe offen. Allerdings kann die Ehe nur mit einem Partner des jeweils anderen Geschlechts geschlossen werden, da ihr als Wesensmerkmal die Verschiedengeschlechtlichkeit der Partner innewohnt und sich nur hierauf das Recht der Eheschließungsfreiheit bezieht. Gleichgeschlechtlichen Paaren bleibt auch nach dem LPartDisBG die Ehe verschlossen. Ihnen wird für eine dauerhafte Bindung als Rechtsinstitut allein die eingetragene Lebenspartnerschaft eröffnet.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Damit es beim Urteil des Bundesverfassungsgerichts bleibt, schließen Sie sich bitte unserem Protest an. Die Abgeordneten unterliegen bei der Abstimmung keinem Fraktionszwang, sie entscheiden nach ihrem Gewissen. Die Entscheidung eines jeden Abgeordneten ist nicht anonym bzw. geheim, abgestimmt wird mit „offenem Visier“. Sie können also genau verfolgen, wie Ihr Abgeordneter sich zur Ehe für alle entscheiden wird. Doch ist nur noch wenig Zeit. Bitte setzen Sie sich via Mail oder telefonisch mit dem MdB Ihres Landkreises in Verbindung, und machen Sie deutlich, wie Sie zur Ehe für alle stehen und daß das Stimmverhalten im Parlament maßgeblich Ihre eigene Wahlstimme im September beeinflussen wird. Und wenn Sie noch mehr tun wollen, beteiligen Sie sich an unserer aktuellen Kampagne „5 Säulen guter Familienpolitik“ und unterschreiben Sie unsere Petition. Bitte machen Sie mit, es steht spitz auf Knopf in dieser Frage. Die Initiative für Familien-Schutz bedankt sich bei allen, die sich bereits beteiligt haben und die sich noch beteiligen wollen. Danke herzlich!

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Kommentare

  1. redaktion sagt:

    Mit freundlicher Genehmigung des Autors Dennis Riehle erlauben wir uns, seinen Kommentar zur „Ehe für alle“ an dieser Stelle zu veröffentlichen. Sein Text wurde am 2. Juli von der FAZ als Leserbrief veröffentlicht.

    Es war eine respektvolle Debatte im Deutschen Bundestag, wie man sie
    sich öfter einmal wünschen würde. Denn jeder wusste: Auch wenn man
    für die „Ehe für alle“ war, so musste man gerade bei
    Gewissensentscheidungen die persönlichen Beweggründe des Anderen für
    ein eventuelles Nein zumindest würdigen. Ich bin als Homosexueller gegen die gleichgeschlechtliche Ehe. Und nein, diese Einstellung leitet sich nicht aus dem zweckgebundenen Denken ab, das viele Kritiker einer „Ehe für alle“ vorbringen, denn das Kinderkriegen allein kann kein ethischer Wert einer Beziehung sein.

    Niemand bestreitet, dass Prinzipien des Zwischenmenschlichen ohne
    jeglichen Abstrich auch in einer Verbindung aus Mann und Mann oder
    Frau und Frau gelebt werden können. Das Grundgesetz schützt eine
    Institution, die sich nicht ausschließlich durch das Versprechen zum
    Einstehen füreinander definiert. Es billigt dieser einzigartigen Konstellation der naturgeschaffenen Unterschiedlichkeit, die sich sexuell, aber auch in der Gegensätzlichkeit geschlechtlicher Eigenschaften klassisch ergänzt, eine Position zu, die auch für mich als Schwulen verstehbar privilegiert erscheint.

    Die positive Betonung des Wertes der Ehe bedeutet nicht gleichzeitig
    die Diskriminierung anderer Lebensformen. Ich fühle mich nicht
    benachteiligt, wenn einem Miteinander, das sich über die Maße
    vervollkommnet, noch weitere, abseits der allseits gültigen und
    universellen Menschenrechte hinaus gehende Grundrechte zugesprochen
    werden, die mir zwar eine Entbehrung abverlangen, mich in meiner
    Würde aber nicht schlechter stellen. Gleichstellung kann nur dort
    gelingen, wo auch Vergleichbares gegenübersteht. Hat die Natur mit unterschiedlichen Geschlechtern nur aus Zufall heraus eine Verschiedenheit der Menschen geschaffen, ohne damit aber einen Sinn zu verbinden? Gleichzeitig sind es die Besonderheiten der Evolution, die uns bereichern. So ist es mit der Homosexualität auch. Denn es ist nicht abnorm, dass sich gleichsam Frauen und Männer jeweils untereinander anziehen, sondern eine Variante der Liebe, die vollwertig ist.

    Die Ehe zwischen Mann und Frau ist keine Auserwählung, sondern die
    Hinnahme der bloßen Erkenntnis, dass sich in vielen verschiedenen
    Bereichen das Korrelat zwischen zwei unterschiedlichen Geschlechtern als offenkundig idealistisch erweist, über den Schatz der gelebten Solidarität, wie sie unter allen Menschen praktiziert werden kann, aber keine Aussage trifft.

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