Die Parteien haben die Familie aufgegeben – Unsere Auswertung der Wahlprogramme

Wer seine Wahlentscheidung von der Familienpolitik abhängig macht, sollte den medial vielbeworbenen Wahl-O-Mat besser meiden. Die Lebensrealität von rund 70 Prozent der deutschen Bundesbürger bleibt in den 38 Fragen des virtuellen „Informationsangebots“ zu den Parteiprogrammen konsequent unterbelichtet. Die Linie, Themen rund um die Familie zu marginalisieren, schreibt sich folgerichtig bis in die einzelnen Wahlprogramme von CDU/ CSU, Linke, Liberalen und Grünen fort.

Eine ausführliche Darstellung der einzelnen Partei-Wahlprogramme zum lesen und herunterladen gibt es hier

Wer über Familien-Leben entscheidet, bestimmt die Zukunft

Die einheitliche Frontstellung der etablierten Parteien gegen die Familie ist eine bedrohliche Entwicklung, die für die Liberalen und Grünen offensichtlich noch lange nicht abgeschlossen ist. Auch wenn sich die CDU/ CSU in Sachen Elternpolitik relativ handzahm gibt, wirkt sie damit unglaubwürdig, hat die Partei doch in der Vergangenheit oft genug ihre beeindruckende Fähigkeit bewiesen, im Drehmoment des Zeitgeists rechtzeitig „umzufallen“.

Familie ist Zukunft. Über die Zukunft der Familie wird in wenigen Wochen entschieden. Kaum ein Bürger wird wissen, wie weit die feindseligen Reflexe einiger Parteien gegen eine Lebensform reichen, die von der Mehrheit schon immer und immer noch als das Erstrebenswerteste überhaupt gesehen wird. Wer die Lebensleistung von Müttern und Vätern herabwürdigt, ja nicht mehr weit davon entfernt ist, sie unter Naziverdacht zu stellen wie die Grünen, der hat nicht vor, die Lebensrealität der Bürger zu akzpetieren, sondern will sie diskreditieren. Umso wichtiger ist es, möglichst viele Wähler über die wahren Absichten hinter dem vollmundigem Wortgeklingel von Grün, Gelb, Rot und inzwischen auch Schwarz aufzuklären. Lesen Sie in unserem neuen Flyer „Familie jetzt schützen“ über die Hintergründe der Familienvernichtungspolitik. Bestellen Sie 10, 50, 100 oder … Exemplare gleich hier und verteilen Sie sie in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis. Eine PDF-Version zum Verschicken per Mail und Ausdrucken finden Sie hier.

Die Verkündigung der LSBTIQ*Rechte steht direkt vor der Elterndiskriminierung

Bei den Grünen ist die Ver-Genderung von Familie erwartungsemäß besonders weit fortgeschritten. Dies zeigt sich schon an der Gewichtung der Thematik. Während den einzelnen Rechten der LSBTIQ*-Menschen ein eigenes ausführliches Kapitel gewidmet wird, sucht man familienpolitische Themen zunächst vergebens. Fündig wird der aufmerksame Leser erst im Unterkapitel mit dem bezeichnenden Titel: „Für faire und gerechte Löhne“. Familie wird darin zum bloßen Instrument von Arbeitsmarktpolitik heruntergeschrieben. Familienfördernde Maßnahmen wie das Ehegattensplitting sind selbstverständlich ein Werk des Teufels und gehören abgeschafft. Wer noch in der Hausfrauenehe lebt, gilt den grünen Ideologen als höchst verdächtig. Der Wunsch, sich die Familien- und Berufsarbeit traditionell zu teilen, kann demzufolge nur frauenfeindlich oder gar rechtspopulistisch motiviert sein.

Kinder kommen mit der Behördenpost

Die FDP gibt sich in ihrem Programm sogar noch gender-näher als die Grünen. Neben dem Vorschlag, Leihmutterschaft zu legalisieren, findet sich im Programm der Liberalen der gesamte Forderungskatalog der schwul-lesbischen Emanzipationsbewegung. Das „überholte Blutspende-Verbot für homo- und bisexuelle Männer“ soll nach dem Willen der Liberalen abgeschafft werden. Als rückständig gilt der FDP offenbar auch das natürliche Zustandekommen von Elternschaft durch Zeugung. Entsprechende Verträge „vor der Empfängnis“ sollen das Abstammungsrecht aushebeln, um für Homosexuelle die rechtliche Elternschaft zu automatisieren. Als Mutter- oder Vaterbewerber braucht man nur noch eine amtliche „Elternschaftsvereinbarung“ zu unterzeichnen, um das Recht am Kind zu bekommen.

Marxismus gendergerecht aufbereitet

Traditionsgemäß schlägt das Herz der SED-Nachfolgepartei für eine sogenannte „emanzipatorische Familienpolitik“ mit maximaler Beschäftigungsquote von Frauen, die in der beruflichen Befreiung möglichst vergessen sollen, auch Mütter zu sein oder sein zu wollen. Familienpolitische Maßnahmen werden der Arbeitsmarktpolitik untergeordnet. Natürlich wird auch im Programm der Linken das sattsam bekannte Lied der Gender-Ideologie angestimmt mit detailgetreuer Ausleuchtung jeder denkbaren Alltagsdiskriminierung der schwul-lesbischen-inter-trans-Community.

Familie ist der CDU/ CSU irgendwie peinlich

Die CDU/ CSU gibt sich in ihrem mageren Programm betont siegesgewiß. Mißstände in der Familienpolitik gibt es – wie auch in anderen Politikfeldern – selbstverständlich nicht, man würde sich als Regierungspartei ja selbst diskreditieren. Nachdem man die Ehe im Regenbogendunst aufgelöst hat, kann man getrost deren besondere Schutzbedürftigkeit behaupten. Moderne Eltern haben sich gefälligst ausschließlich Kita-Plätze zu wünschen, um dem Staat doppelt nützlich zu sein: als Steuerzahler und kostenlose Erzieher der kommenden Steuerzahler. Das Thema Betreuungsgeld wird sang- und klanglos verabschiedet. Potentielle Wählerstimmen versucht man lieber mit einer in Aussicht gestellten Erhöhung des Kindergelds zu erkaufen.

AfD: Der Familie verpflichtet

Lediglich die AfD fordert konsequent eine wertschätzende Willkommenskultur für Eltern und Kinder. Die Ehe für alle wird klar abgelehnt, dagegen deutlich mehr Anerkennung für Vollzeitmütter angemahnt. Gender-Mainstreaming und die Frühsexualisierung von Kindern an Schulen und Kitas sollen nach dem Willen der AfD beendet werden. Auch die laxe Praxis der Abtreibung in Deutschland wird kritisiert.

Eine ausführliche Darstellung der einzelnen Partei-Wahlprogramme zum lesen und herunterladen gibt es hier.

Nachfolgend die ausführlichen Partei-Wahlprogramme als pdf

SPD

Bündnis 90/ Die Grünen

CDU/ CSU

FDP

Die Linke

AfD

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Kommentare

  1. owen glaser sagt:

    Ich danke Ihnen für Ihre sehr wertvolle Arbeit .Auch wenn ich sie bisher nur Marginal unterstützt habe da ich selbst in weiteren Projekten Aktiv bin sind ihre informationen wertvolle Basis für viele Gespräche .Ich ,bin ich ihnen sehr Dankbar für ihre Arbeit. Ich werde nach der Wahl vermehrt Ihr informationsmaterial in unseren Kreisen verteilen .Wir sind eine Initiative die überparteilich menschen Verbindet die sich vom gegenwärtigen System betrogen fühlen.Unsere Bürgerbewegung ist keine Christliche Organisation .Ich persönlich jedoch lese jeden Morgen die Losung und bin glücklich Jesus Christus meinen Herren nennen zu dürfen.Um so schwieriger ist für mich das Schweigen der Christen.

  2. owen glaser sagt:

    Vielen Dank und Herzliche Grüße Owen Glaser

  3. Peter sagt:

    Was SPD und Konsorten will darf nie und nimmer Realität werden.

  4. Stegmiller sagt:

    Und was ist mit den Frauen Alice Weidel und Frauke Petry, die an der Spitze der AFD stehen?

    Diese sind doch gerade das Gegenteil von dem, was Sie hier über die Familie und AFD schreiben.
    Für uns – und das auch für unseren Bekanntenkreis – ist die AFD deshalb unwählbar!

    Es gibt auch noch einige andere Personen in der AFD, deren Ansichten nicht akzeptiert werden können.

    Ich habe für Ihre Familien-Aktion gespendet, aber nicht für die AFD und hoffe, das meine Spende auch nur dafür verwendet wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    S. Stegmiller

  5. Herbert Lachenal sagt:

    @ Herr Stegmiller:

    Die familienfreundliche Position der AfD sehe ich nicht im Gegensatz zur Lebensweise von Frau Weidel: Hier ist Toleranz gefordert, zu der die AfD offensichtlich in der Lage ist. Auch Frau Petry mit ihren 5 Kindern sehe ich nicht im Gegensatz zur AfD-Position. Wirklich nicht!

  6. SZickler sagt:

    Liebe Frau/lieber Herr Stegmiller, weder Frau Weidel, noch Frau Petry beanspruchen für sich den vom Staat zu fördernden besonderen Schutz für Ehe. Es hat jeder für sich zu entscheiden, wie und mit wem er leben möchte. Das hat nichts damit zu tun ob er geschieden, homo- oder bisexuell , oder sonst wie lebt und liebt. Der AfD und auch Frau Weidel und Frau Petry geht es um den Erhalt der Grundgesetzte und den Erhalt der Bevölkerung. Egal , ob sich Menschen aus dem Genpool – aufgrund Homosexualität, oder aus anderen Gründen – verabschieden , oder aufgrund von irgendwelcher zerrütteter Beziehungen, Trennungen vollziehen. Das alles ist Privatsache und hat nichts mit unserer Gesetzgebung zu tun. Ich weiß nicht, wie es Ihnen gehen würde, wenn Ihr Ehepartner/partnerin jede Woche von der Kanzel herab gegen Sie hetzen würde….
    Das hat alles nichts mit dem, was für Deutschland gut ist, und auch in unserem Grundgesetzt steht, zu tun. Was sollen die Angriffe gegen Frau Weidel und Frau Pety????? Wie jemand lebt und was er für sich selbst entscheidet, hat nichts mit dem, was für die Förderung der Familien, die Familienpolitik und für Bildungspolitik wichtig ist, zu tun. Frau Weidel, wird – bestimmt nicht – eine Politische Entscheidung herbeireden, damit sie Kinder adptieren kann. Das alles ist nicht im Programm der AFD und auch nicht gwünscht…. auch nicht von Frau Weidel und Frau Petry. Es geht hauptsächlich darum, daß man als Frau und Mutter entscheiden kann, ob man die ersten 2-3 Jahre sein Kind selber erziehen möchte oder ob der Staat die Erziehung (liebend gerne) übernehmen möchte…. so gewollt von allen Altparteien. Ich möchte gerne meine Erziehungsauftrag annehmen und meine Kinder so erziehen, wie ich es für richtig empfinde und nicht wie die jetzige Regierung es als gut und richtig empfindet….
    MfG, S.Zickler

  7. Alexander Grupp sagt:

    Es ist nicht nur „lediglich die AfD“, welche die traditionelle Ehe und Familie fördern wollen. Auch die ÖDP fordert ein Elterngehalt und kritisiert die Gender-Ideologie. Ich finde es schade, dass hier (unwissentlich?) die Unwahrheit verbreitet wird.

    • redaktion sagt:

      Vielen Dank für Ihre Anmerkung. In unserer Auswertung haben wir uns auf die Parteien beschränkt, die voraussichtlich in den Bundestag einziehen werden.

  8. M. Burger sagt:

    Vielen Dank für diesen Artikel! Den Wahl-o-mat finde ich persönlich allerdings gar nicht so schlimm. Erst habe ich mich zwar auch etwas über die ungewöhnlichen Fragen gewundert. Letztendlich hatte ich dann, auch ohne dass beim Wahl-O-Mat ein Schwerpunkt bei Familienpolitik liegt, eine klare Übereinstimmung von 80 % mit den Positionen der AfD. Danach folgen mit einigem Abstand Kleinstparteien (PDV und BP), die nur in einzelnen Bundesländern (Saarland bzw. Bayern) und damit nicht für mich in Niedersachsen wählbar sind. Meine bereits getroffene Entscheidung wurde durch den Wahl-o-mat also eindeutig bestätigt.

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