Gender-Broschüre an Berliner Kitas bleibt: Sexuelle Vielfalt soll weiterhin von Erziehern thematisiert werden

Um die hoch umstrittene Kita-Broschüre „Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben“ kommt es nicht zur Ruhe. Zuvor war die CDU im Ausschuss für Bildung, Jugend und Familie mit ihrem Antrag gescheitert, die Broschüre aus dem Verkehr zu ziehen, die laut eigener Zielstellung „Themen geschlechtlicher Vielfalt und Sexualität aktiv in die frühkindliche pädagogische Arbeit“ einbringen will.

Auch AfD und FDP sprachen sich gegen eine weitere Verbreitung der queeren Pädagogik-Broschüre aus. In der folgenden Debatte im Berliner Abgeordnetenhaus kritisierte der CDU-Politiker Roman Simon, daß die Broschüre Elternrechte nicht in ausreichendem Maße berücksichtige. Das mehrheitlich gelebte Elternmodell werde von den Autoren der Broschüre geradezu zum Problemfall stilisiert. In der anschließenden Abstimmung konnten sich CDU, AfD und FDP jedoch nicht gegen die Stimmen von SPD, Linke und Grüne durchsetzen.

Währenddessen riefen Bürgerinitiativen wie die Demo für alle, Initiative Familien-Schutz, Aktion Kinder in Gefahr zum Protest gegen die Verbreitung der Handreichung in Berliner Kitas auf. Kritisiert wird, daß die Auffassung sexueller Vielfalt einseitig durch die Brille einer queeren Lobbyruppe thematisiert wird. Sie fordern eine ideologiefreie, seriöse pädagogische Arbeit in den Kitas. Das Ansprechen von Fragen mit eindeutig sexuellem Bezug gegenüber 3 bis 6jährigen Kindern durch Erzieher stellt eine ideologische Grenzverletzung dar, die weder vereinbar mit dem staatlichen Neutralitätsgebot noch mit dem Erziehungsrecht der Eltern ist.

Zwar wird die Gender-Broschüre nun weiterhin gedruckt und an die Kitas verteilt. Die Zukunft wird zeigen, wie Erzieher und Eltern damit umgehen beziehungsweise wie hoch die Nachfrage nach der Handreichung tatsächlich ausfällt. Denn eine Pflicht zur Thematisierung sexueller Vielfalt gibt es an Berliner Kindergärten immerhin (noch) nicht. Viel spricht dafür, daß sich die ohnehin viel beschäftigten Kita-Erzieher sich nicht unbedingt auf das linksgrüne Gender-Projekt stürzen werden. Der notorische Personalmangel an Berliner Kindertageseinrichtungen wird ein übriges tun. Der Regenbogen bleibt natürlich weiterhin präsent: In gut jedem zweiten Malbild der Kinder. Die haben aber bestimmt nichts mit Transsexualität zu tun.

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Kommentare

  1. Gassenreh sagt:

    Warum nur Sex, warum hört man nichts über die wunderbaren schöpfungsmäßig gegebenen Ergänzungsmöglichkeiten von Frau und Mann, denn mit mehreren wissenschaftlich nachgewiesenen Unterschieden in den männlichen und weiblichen Gehirnen ist ein Lebensoptimum der beiden Geschlechter trotz Konfliktstoff gegeben: Gleichheit kann sich höchstens addieren, Verschiedenheit kann wesentlich mehr erreichen. Eine Negierung bzw. Nichtbeachtung geschöpflicher Gegebenheiten (z. B. Circaseptanrhythmus) führt zu physischer/psychischer gesundheitlicher Beeinträchtigung (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015)

  2. Bernd Haase sagt:

    Frau und Mann, wie verschieden sind doch beide Wesen, dennoch gehören sie zusammen. Aus ihrer Vereinigung in Liebe entsteht ein neuer Mensch, neues Leben. In der körperlichen Vereinigung, gemeinhin als Sex bezeichnet, kann der neue Mensch entstehen, aber wenn die Vereinigung auch auf der Ebenen des Geistes und der Seele zu einem Gleichklang führt, was man Liebe nennen mag, dann kann sich Menschsein erfüllen im Jetzt. Eine Frau oder ein Mann allein ist zur Erfüllung als Mensch nicht fähig, ein Mensch wir erst in der Vereinigung beider Geschlechter erfahrbar. Allein für sich bleibt jeder, was er ist, Frau oder Mann. Der Mensch ist aber beides zusammen. Es ist kein Zufall, dass homosexuelle Paare keine Kinder bekommen, also unfruchtbar sind, sie sind impotent und zum absterben bestimmt, als Menschen ohne Zukunft. Das heißt nicht, dass androgyne Männer oder Frauen, also zweigeschlechtliche Menschen, die auch transsexuell oder intersexuell geboren oder veranlagt sind, nicht auch Ihr leben führen und sich vereinigen sollen. Muss man diese Themen im Kindergarten oder im frühkindlichen Unterricht bringen? Ich glaube nein! Es befriedigt mehr die Sucht nach Sexuellem Reiz der Erwachsenen, als es dem Kinderwohl dienen kann. Ohne diese Themen zu tabuisieren, gehören diese Fragen in den Später vorgesehenen, normalen Sexualunterricht.
    Bernd Haase

  3. Der Luziferversteher sagt:

    Na Hauptsache in Bayern gibt´s jetzt christliche Symbole an staatlichen Amtsgebäuden.
    Aber sie schaffen es nicht christliche Werte durch zu setzen.
    Dazu kann ich nur Jesaja 5, Vers 20 anführen: “Wehe denen, die das Böse gut heißen, und das Gute böse; welche Finsternis zu Licht machen, und Licht zu Finsternis; welche Bitteres zu Süßem machen, und Süßes zu Bitterem!“

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