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„Mutti“ bleibt – Wann kommt die konservative Wende in Deutschland?

Weit über zwei Drittel der Bundesbürger haben gegen die CDU/ CSU und die Bundeskanzlerin gestimmt, Nichtwähler nicht eingerechnet. Trotzdem bleibt Merkel im Amt. Trotzdem kann sie selbstgewiß ausrufen, gegen sie, pardon, gegen die Partei könne keiner regieren. Demokratie ist hier nicht alternativlos, sondern kann auch eine Frage der (parlamentarischen) Auslegung sein.

Volksparteien im Sinkflug – Kleine Parteien im Aufwind

Die noch schwerer als die CDU/CSU angeschlagene „Volkspartei“ SPD hat eine GroKo 3.0 schon mal kategorisch abgelehnt. Unter den Genossen wird die Angt umgehen, in der nächsten Legislatur nicht mehr im Bundestag zu sitzen, wenn man zuviel am Bürger vorbei regiert. Dann also lieber in die Oppositionskulisse wechseln. Derweil sucht die Mutti-Partei hektisch nach Juniorpartnern. Eine furios in den Bundestag zurückgekehrte FDP gibt sich stolz. Sie hat nach der tödlichen Umarmung durch die CDU, die die Liberalen 2013 die Bundestagsfraktion kostete, noch eine Rechnung mit Mama Merkel offen. Für die Koalitionsbildung ist sie das Zünglein an der Waage. Und die Grünen? Seitdem Merkel deutsche Interessenpolitik gegen ein diffuses linkes Weltverbesserungsideal eingetauscht hat, das Klima rettet, bis der Nervenarzt kommt und ihre Staatsbürger lapidar zu denen deklassiert, „die schon länger hier leben“, ist sie zum heimlichen Star der Antideutschen mit der Sonnenblume aufgestiegen. Mit Merkels grünen Groupies dürfte es also kein Problem im kuscheligen Regierungsrettungsboot geben.

Sie haben verloren – und können regieren!

Quo vaditis, Grüne? Bei der Verteilung der Ministerien steht das Familienministerium naturgemäß ganz unten. Da Angela schon aus ihrer Zeit als Familienministerin kaum einen Hehl daraus machte, nicht wirklich an dem Thema interessiert zu sein, wird sie das Familie, Frauen und Senioren-“Gedöns“ vermutlich dem kleinsten Juniorpartner zuschieben. Das wird auf Gegenliebe stoßen. Denn bekanntlich sind linke Ideologen besonders beflissen, ihre Weltanschauung zielsicher und möglichst widerspruchsfrei unter die Leute zu bringen. Besonders unter die Kinder. Die grünen Bildungspläne zur Gender-Umerziehung in Baden-Württemberg, NRW und Niedersachsen sprechen eine deutliche Sprache. Jetzt ist die Gelegenheit da für die grüne Oberlehrerpartei, ihr räumlich begrenztes Experimentierfeld der sexuellen Vielfaltspädagogik bundesweit auszudehnen. Herrlich! Man sieht Katrin Görin-Eckardt vor Begeisterung in die Hände klatschen. Denn die Minderheitentoleranz ist ihr nicht nur ein Anliegen, sondern für die Obergrüne mit abgebrochenem Theologie-Studium umschließt sexuelle Vielfalt ein quasi-religiöses Bekenntnis ein, das sie am liebsten jedem abzwingen würde.

Nach der Wahl ist nicht mehr vor der Wahl

Daß es immerhin nicht zum befürchteten Links-Bündnis aus CDU/ CSU, SPD und Grünen kommt, ist jedoch nicht der wiedererstarkten FDP zu verdanken und auch nicht der CDU selbst. Ein linkes Übergewicht in der Regierungskoalition hat die überraschend hohe Zahl Wählerstimmen für die AfD verhindert. Die Partei ist beinahe aus dem Stand drittstärkste Kraft im Bundestag geworden. Die Grünen haben für den gleichen Erfolg mehrere Jahrzehnte gebraucht. Obwohl die linke Lehrer- und Beamtenpartei von den wenigsten gewählt wurde, wird sie nun höchstwahrscheinlich mitregieren. Das ist in dieser Legislatur besonders bitter. Denn schicksalshaft ist die Wahl 2017 deshalb, weil die Bürger in ihrem Votum in seltener Klarheit eine konservative Wende in der Regierung fordern. Der lange Linksdrift in der Politik wird durch dieses Wahlergebnis mindestens stark verlangsamt, denn nun gibt es wieder eine starke bürgerliche Stimme im Parteiensystem. Der Boden ist bereitet, dass sich in der Politik wieder eine Normalität einstellen kann. Damit die Saat aufgehen kann, muss die Zivilgesellschaft, also jeder Einzelne von uns, dafür eintreten und die Umsetzung davon aktiv einfordern.

Die Parteien haben die Familie aufgegeben – Unsere Auswertung der Wahlprogramme

Wer seine Wahlentscheidung von der Familienpolitik abhängig macht, sollte den medial vielbeworbenen Wahl-O-Mat besser meiden. Die Lebensrealität von rund 70 Prozent der deutschen Bundesbürger bleibt in den 38 Fragen des virtuellen „Informationsangebots“ zu den Parteiprogrammen konsequent unterbelichtet. Die Linie, Themen rund um die Familie zu marginalisieren, schreibt sich folgerichtig bis in die einzelnen Wahlprogramme von CDU/ CSU, Linke, Liberalen und Grünen fort.

Eine ausführliche Darstellung der einzelnen Partei-Wahlprogramme zum lesen und herunterladen gibt es hier

Wer über Familien-Leben entscheidet, bestimmt die Zukunft

Die einheitliche Frontstellung der etablierten Parteien gegen die Familie ist eine bedrohliche Entwicklung, die für die Liberalen und Grünen offensichtlich noch lange nicht abgeschlossen ist. Auch wenn sich die CDU/ CSU in Sachen Elternpolitik relativ handzahm gibt, wirkt sie damit unglaubwürdig, hat die Partei doch in der Vergangenheit oft genug ihre beeindruckende Fähigkeit bewiesen, im Drehmoment des Zeitgeists rechtzeitig „umzufallen“.

Familie ist Zukunft. Über die Zukunft der Familie wird in wenigen Wochen entschieden. Kaum ein Bürger wird wissen, wie weit die feindseligen Reflexe einiger Parteien gegen eine Lebensform reichen, die von der Mehrheit schon immer und immer noch als das Erstrebenswerteste überhaupt gesehen wird. Wer die Lebensleistung von Müttern und Vätern herabwürdigt, ja nicht mehr weit davon entfernt ist, sie unter Naziverdacht zu stellen wie die Grünen, der hat nicht vor, die Lebensrealität der Bürger zu akzpetieren, sondern will sie diskreditieren. Umso wichtiger ist es, möglichst viele Wähler über die wahren Absichten hinter dem vollmundigem Wortgeklingel von Grün, Gelb, Rot und inzwischen auch Schwarz aufzuklären. Lesen Sie in unserem neuen Flyer „Familie jetzt schützen“ über die Hintergründe der Familienvernichtungspolitik. Bestellen Sie 10, 50, 100 oder … Exemplare gleich hier und verteilen Sie sie in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis. Eine PDF-Version zum Verschicken per Mail und Ausdrucken finden Sie hier.

Die Verkündigung der LSBTIQ*Rechte steht direkt vor der Elterndiskriminierung

Bei den Grünen ist die Ver-Genderung von Familie erwartungsemäß besonders weit fortgeschritten. Dies zeigt sich schon an der Gewichtung der Thematik. Während den einzelnen Rechten der LSBTIQ*-Menschen ein eigenes ausführliches Kapitel gewidmet wird, sucht man familienpolitische Themen zunächst vergebens. Fündig wird der aufmerksame Leser erst im Unterkapitel mit dem bezeichnenden Titel: „Für faire und gerechte Löhne“. Familie wird darin zum bloßen Instrument von Arbeitsmarktpolitik heruntergeschrieben. Familienfördernde Maßnahmen wie das Ehegattensplitting sind selbstverständlich ein Werk des Teufels und gehören abgeschafft. Wer noch in der Hausfrauenehe lebt, gilt den grünen Ideologen als höchst verdächtig. Der Wunsch, sich die Familien- und Berufsarbeit traditionell zu teilen, kann demzufolge nur frauenfeindlich oder gar rechtspopulistisch motiviert sein.

Kinder kommen mit der Behördenpost

Die FDP gibt sich in ihrem Programm sogar noch gender-näher als die Grünen. Neben dem Vorschlag, Leihmutterschaft zu legalisieren, findet sich im Programm der Liberalen der gesamte Forderungskatalog der schwul-lesbischen Emanzipationsbewegung. Das „überholte Blutspende-Verbot für homo- und bisexuelle Männer“ soll nach dem Willen der Liberalen abgeschafft werden. Als rückständig gilt der FDP offenbar auch das natürliche Zustandekommen von Elternschaft durch Zeugung. Entsprechende Verträge „vor der Empfängnis“ sollen das Abstammungsrecht aushebeln, um für Homosexuelle die rechtliche Elternschaft zu automatisieren. Als Mutter- oder Vaterbewerber braucht man nur noch eine amtliche „Elternschaftsvereinbarung“ zu unterzeichnen, um das Recht am Kind zu bekommen.

Marxismus gendergerecht aufbereitet

Traditionsgemäß schlägt das Herz der SED-Nachfolgepartei für eine sogenannte „emanzipatorische Familienpolitik“ mit maximaler Beschäftigungsquote von Frauen, die in der beruflichen Befreiung möglichst vergessen sollen, auch Mütter zu sein oder sein zu wollen. Familienpolitische Maßnahmen werden der Arbeitsmarktpolitik untergeordnet. Natürlich wird auch im Programm der Linken das sattsam bekannte Lied der Gender-Ideologie angestimmt mit detailgetreuer Ausleuchtung jeder denkbaren Alltagsdiskriminierung der schwul-lesbischen-inter-trans-Community.

Familie ist der CDU/ CSU irgendwie peinlich

Die CDU/ CSU gibt sich in ihrem mageren Programm betont siegesgewiß. Mißstände in der Familienpolitik gibt es – wie auch in anderen Politikfeldern – selbstverständlich nicht, man würde sich als Regierungspartei ja selbst diskreditieren. Nachdem man die Ehe im Regenbogendunst aufgelöst hat, kann man getrost deren besondere Schutzbedürftigkeit behaupten. Moderne Eltern haben sich gefälligst ausschließlich Kita-Plätze zu wünschen, um dem Staat doppelt nützlich zu sein: als Steuerzahler und kostenlose Erzieher der kommenden Steuerzahler. Das Thema Betreuungsgeld wird sang- und klanglos verabschiedet. Potentielle Wählerstimmen versucht man lieber mit einer in Aussicht gestellten Erhöhung des Kindergelds zu erkaufen.

AfD: Der Familie verpflichtet

Lediglich die AfD fordert konsequent eine wertschätzende Willkommenskultur für Eltern und Kinder. Die Ehe für alle wird klar abgelehnt, dagegen deutlich mehr Anerkennung für Vollzeitmütter angemahnt. Gender-Mainstreaming und die Frühsexualisierung von Kindern an Schulen und Kitas sollen nach dem Willen der AfD beendet werden. Auch die laxe Praxis der Abtreibung in Deutschland wird kritisiert.

Eine ausführliche Darstellung der einzelnen Partei-Wahlprogramme zum lesen und herunterladen gibt es hier.

Nachfolgend die ausführlichen Partei-Wahlprogramme als pdf

SPD

Bündnis 90/ Die Grünen

CDU/ CSU

FDP

Die Linke

AfD

„Ehe für alle“ und die Kirchen schwanken wie ein Blatt im Wind – Jetzt weiter Druck ausüben

building-199086_1280Stromenergie? Schenkt uns bald das Wetter mit Sonne und Wind (Obwohl die Technik dafür längst nicht ausgereift ist). Die Autos machen zuviel Dreck? Verbieten wir die Schmutzfinken (Obwohl Dieselmotoren mit deutlich weniger Treibstoff auskommen und weniger CO² produzieren). Wen schert schon der Realitätstest. Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt. Wenn manch einer vor wenigen Wochen meinte, unsere am Pippi-Langstrumpf-Syndrom leidende Regierungstruppe geht endlich in Sommerpause, fühlte sich belehrt. Vorher mußte noch schnell eine Minderheit – circa fünf Prozent Bevölkerungsanteil – von der Kanzlerin persönlich ihre Beruhigungspille verabreicht bekommen. Schließlich kann ja heute jeder irgendwie Familie sein. Ob zwei Väter, ob zwei, drei oder vier Mütter, ob zwei Mütter mit zwei Vätern… Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, denn da, wo Kinder sind, hat jetzt Familie zu sein. Basta. Und wenn die Biologie bei der einen oder anderen Kinderproduktionsvariante nicht mitspielt, dann wird sie eben paßgenau vom Gesetz zurecht gebogen. Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt. Frank-Walter Steinmeier sieht das auch so und hat zum neuen Ehegesetz seine bundespräsidiale Segnung gegeben. Am 1. Oktober 2017, wenn es in Kraft treten soll, werden Deutschlands Rathäuser stolz den Regenbogenstoff hochziehen. Entspricht nicht der Beflaggungsverordnung? Na, wer will denn schon so kleinlich sein!

Die Ehe für alle kommt und die Kirchen begeben sich hektisch auf Sinnsuche

Auch die Kirchen wurden von der politischen Entwicklung überrascht. Schwelte das Thema jahrelang nur in theologischen Thesenpapieren vor sich hin, war es plötzlich auf dem Tisch. Die evangelische Kirchenleitung erholte sich am schnellsten. Linientreue Funktionäre wie der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm brauchten ja nur die Begründung von SPDCDUGRÜNEFDP zur Ehe für alle übernehmen und ein bißchen christlich aufpolieren. Heißt: Wo Liebe ist, soll auch Ehe werden. Wir sind schließlich die Modernen. Amen.

Die katholische Kirche dagegen tat sich naturgemäß schwerer. Zwar wird die konservative Strömung immer mehr zurückgedrängt aus dem theologischen Diskurs, ist aber noch wirkmächtig. Gut zu erkennen an Reinhard Bischof Marx´ kläglichem intellektuellen Jonglierakt in der Debatte, die sich rund um die Parlamentsentscheidung zur Ehe-Öffnung entspann. Nachdem seine öffentlichen Aussagen zur Homo-Ehe den gesamten Varianzbereich von vorsichtiger Zustimmung bis halbherziger Ablehnung bedient hatten, rang er sich am Ende dazu durch, dem Land Bayern die Verfassungsklage anzuempfehlen. Anderen Kirchenvertretern wie dem Berliner Landesbischof Koch sahen sich anscheinend noch schärferem Gegenwind ausgesetzt. Koch sprach sich sehr deutlich gegen die Ehe-Reform aus und wetterte gegen den gleichmacherischen Zeitgeist, der keinen Unterschied mehr anerkennen will.

Priester und Pfarrer bleiben ihrem Gewissen verpflichtet

Können sich homosexuelle Paare nun auch segnen lassen? Spätestens ab dem 1. Oktober werden sich die jeweiligen Landeskirchen aktiv mit der Frage auseinandersetzen müssen. Schon regt sich Widerstand. Denn weder Pfarrer noch Priester dürfen zu etwas gezwungen werden, was ihrem Glaubensgewissen entgegen steht. Die sächsische und württembergische Landeskirche haben sich bereits positioniert. Ein Gesetzesbeschluss ändere nicht automatisch die Kirchenordnung. Diese sieht eine Trauung gemäß der biblischen Schöpfungsgeschichte allein zwischen Mann und Frau vor. Ohne Ausnahme.

Letztes Korrektiv: Die Verfassungsklage

Unterdessen hält sich Bayern mit der notwendigen Verfassungsklage zurück. Merkels wankelmütiger Heute-mal-wieder-Intimfreund Horst Seehofer fürchtet wohl schlechte „Publicity“ für „Muttis“ Wahlkampf. Genau hier müssen wir jedoch gegensteuern. Es darf nicht sein, daß die Ehe in ihrem Wesensbestand aus wahltaktischen Gründen weiter demontiert wird. Der Gesetzesbeschluss zur Ehe für alle muß vom Verfassungsgericht schnellstens geprüft und gestoppt werden. Hier muß die Kirche weiter Druck machen. Und wir: Müssen weiter Druck auf die Kirchen machen. Nur von der Kirche können wir derzeit ein öffentliches Wort erhoffen, das Gehör finden kann: Wenn sie es denn auch aussprechen würde!

Bitte unterschreiben Sie daher hier und ermutigen Sie die deutschen Bischöfe dazu. Geben Sie ein starkes Zeichen, für die Familie, für den Schutz der Ehe.Viele trauen sich nicht. Wer sich öffentlich gegen die Ehe für alle ausspricht, wird allzu oft als homophob an den Pranger gestellt. Und das gerade von denjenigen, die nie müde werden, Toleranz für sich einzufordern.

Doch wer schweigt, stimmt zu. Wenn wir schweigen, haben wir schon verloren. Dieses Prinzip der schweigenden Zustimmung haben sich unsere Volksvertreter in den letzten Regierungsdekaden rücksichtlos zunutze gemacht. So wird vieles an lebens- und realitätsfernen Gesetzen, Beschlüssen und Verordnungen mit Leichtigkeit durchgedrückt, weil sich kein Widerstand regt. Trotzdem: Viele hatten keine Furcht, sich offen gegen die Ehe für alle zu stellen. Beinahe 25.000 Petitionen haben Sie an die Bischöfe geschickt. 90.000 Petitionen wurden in unserer Kampagne gegen die ehe- und familienfeindliche Politik der Bundesregierung von den Bürgern versandt. Unsere Postkartenaktion an die Bischöfe Marx und Bedford-Strohm hat bei einer riesigen Zahl Menschen einen Nerv getroffen. Noch immer gehen via E-Mail und Telefon Bestellungen dafür ein. Viele tausend wollen etwas tun, viele tausend haben schon etwas getan.

Und Sie können noch mehr tun: Hier gelangen Sie zur Online-Kampagne „Ehe für alle stoppen – Ein Aufruf an die Kirchen. Einfach ausfüllen und absenden. Bitte beteiligen Sie sich zahlreich. Jede Stimme zählt. Den die Ehe muß Ehe bleiben. Recht muß Recht bleiben.

Laues Lüftchen statt Kulturkampf – als letzte Verteidigerin der Ehe muss die Kirche das Wort ergreifen

stained-glass-1181864_1280Das Gesetz zur „Ehe für alle“ wurde nun auch vom Bundesrat brav abgenickt. Während Angela Merkel zusammen mit der SPD den traditionellen Ehebegriff zweifelhaften Wahlkampfaussichten opferte, schauen hohe Kirchenvertreter bislang überwiegend seelenruhig zu, wie unser jüdisch-christliches Erbe Stück für Stück abgeschafft wird.

Unterzeichnen Sie daher unbedingt hier unsere Petition an die Kirchen: Die „Ehe für alle“ muss gestoppt werden. Wir wollen diese in den kommenden Wochen an führende Vertreter der Kirchen versenden. Dazu müssen wir viele Bürger zu einer lauten Stimme vereinen. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir einen breiten Protest ins Leben rufen.

Evangelische Kirche im politisch korrekten Taumel

Der deutsche Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Heinrich Bedford-Strohm begleitet das unsägliche Schauspiel der Parteien sogar mit unverhohlenem Jubel. In der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare sieht der Kirchenmann eine Stärkung der Werteorientierung, denn nun können sich ja noch mehr Paare dafür entscheiden, ein Leben lang zusammen zu bleiben. Daß sie das auch vor dem geplanten Ehegesetz konnten, gar mit dem staatlichen Segen der mit allen wichtigen Rechten ausgestatteten Lebenspartnerschaft, interessiert den  Kirchenvertreter offenbar wenig.

In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt

Allein Liebe soll nun die Ehe zwischen zwei Menschen, egal welchen Geschlechts, begründen. Liebe überwindet alle Schranken und Grenzen. Das passt natürlich gut zu der zuletzt auf dem evangelischen Kirchentag pompös präsentierten Weltanschaauung, die keinen Ethos weitsichtiger Verantwortung, sondern nur noch Gleichheit unter Gleichen anzuerkennen bereit ist. Differenzierung steht dabei unter Diskriminierungsverdacht. Wer Unterschiede macht zwischen Mann und Frau, zwischen der klassischen Ehe und der „Ehe für alle“, steht schon mit einem Bein über der Ziellinie zum Rassismus. Der Verfolgungseifer gegen die Haltung, welche die Ehe gegen den gewaltsamen Zugriff der menschenverachtenden Frau=Mann-Ideologie (Gender Mainstreaming) zu verteidigen sucht, verdankt sich am Ende auch dem totalitär-hypermoralischen Anspruch evangelischer Kirchenvertreter wie Bedford-Strohm, Margot Käßmann und Christina aus der Au.

Und leise tönt das Bibelwort …

Die katholische Kirche präsentierte sich in der Vergangenheit kampfeswilliger. Die Bereitschaft, Positionen der Vernunft auch gegen den Ansturm des Zeitgeists zu bewahren, war ausgeprägter, auch wenn sie sich auf immer weniger Köpfe verteilt. Noch am ehesten war die konservative geistige Unterströmung der Kirche zur Zeit Papst Benedikts XVI. zu bemerken. Führend hier in Deutschland Joachim Kardinal Meisner, der mit dem Löwenmut des Gläubigen der radikalfeministischen Propaganda trotzte und sich etwa auch wiederholt zum „Tabu“ Abtreibung äußerte, das er ein „Verbrechen“ gegen den Menschen geißelte. Die im Parlament durchgepeitschte „Ehe für alle“ hat er noch miterlebt, das donnernde Widerwort schnitt der Tod dem streitenden Bischof vorzeitig ab. Es mag für ihn ein Segen gewesen sein, daß er das laue „Bedauern“ für die Auflösung der Ehe, zu dem sich sein Amtskollege Reinhard Marx gerade noch imstande sah, wahrscheinlich nicht mehr vernehmen mußte. Immerhin hat sich Kardinal Marx nun erklärt, dass er eine verfassungsrechtliche Prüfung der „Ehe für alle“ gerne sehen würde. Der auch von uns losgetretene Widerspruch der Basis – IHR Widerstand – war schnell zu groß geworden, als dass er es beim bloßen Bedauern hätte lassen können.

Im Kirchensteuer-Deutschland wird nicht gestreikt

In Spanien, Italien und Frankreich allerdings brachte die katholische Kirche hunderttausende Menschen auf die Straße, die für den Erhalt der traditionellen Ehe demonstrierten. In Irland startete eine katholische Organisation eine breite „No“-Kampagne zur Volksabstimmung über die Ehe für alle. Alle Gesetzgebungsverfahren zur „Ehe für alle“ liefen dort g e g e n  den erklärten Widerstand der katholischen Kirche. Für die hohen Vertreter der deutschen Amtskirche ist dies alles leider kein Vorbild. Hier weht der Ehe-Nivellierung nur ein laues Lüftchen entgegen. Das muss sich unbedingt ändern. Nehmen Sie daher hier unbedingt an der Petiton „Ehe für alle stoppen“ teil: Ihr erster Widerstand bereits hat ein Umschwenken bewirkt. Bewirken wir nun, dass sich die Kirchen deutlich gegen die „Ehe für alle“ positionieren.

 

Es ist nur noch wenig Zeit – SPD, Grüne und FDP putschen die Regierung zur Ehe für alle! Protestieren Sie jetzt dagegen!

alliances-1619392_1280Der Putsch ist der SPD perfekt gelungen. Kurz vor der Bundestagswahl zwingt sie die CDU zur Abstimmung über ein Thema, bei dem die GroKo Koalitionsfrieden vereinbart hatte: die Ehe für alle. Nun soll alles ganz schnell gehen. Kommenden Freitag schon soll das Parlament nach einer nur 38-minütigen Debatte zu einer Entscheidung gelangen, die für das innere Sozialgefüge der Gesellschaft von gravierender Tragweite sein wird. Allen Menschen gleichermaßen den Zugang zur Ehe zu öffnen, scheint den Befürwortern nur ein kleiner, längst überfälliger Schritt zu sein. Die Ehe aber als Beliebigkeitsrecht für jedermann zur Disposition zu stellen, wird nachhaltige politische wie juristische Konsequenzen nach sich ziehen.

Wer fragt noch nach dem Kindeswohl?

An dessen Ende wird einsam das Kind stehen. Ein Kind kann nicht gefragt werden, wo und wie sein Leben beginnen soll und wo und wie es aufwachsen will. Ob die hergestellten „Wunschkinder“ gleichgeschlechtlicher Paare tatsächlich vom neuen Familienleben profitieren, wie unzählige Studien belegen wollen, läßt sich nicht als Momentaufnahme abschließend klären, sondern erweist sich erst nach Jahrzehnten der Generationenfolge. Einen kleinen Hinweis liefert jedoch eine Studie der Universität von Texas aus dem Jahr 2012, die 3000 erwachsene Kinder aus acht verschiedenen Familienkombinationen untersuchte, darunter auch Kinder gleichgeschlechtlicher Paare. Bei diesen Kindern erwies sich im Erwachsenenalter ein signifikant höheres Risiko gestörter Bindungsfähigkeit, sie werden häufiger arbeitslos, häufiger drogensüchtig, leiden häufiger an psychischen Problemen. Der Faktor „Unbeständigkeit“ ist für den wissenschaftlichen Leiter der Studie Mark Regnerus geradezu ein Charakteristikum von Menschen, die im homosexuellen Kontext aufwuchsen.

Merkels Berechenbarkeit ist ihre Unberechenbarkeit

Noch vor wenigen Jahren bestätigte Bundeskanzlerin Merkel das Unbehagen eines großen Teils der Bevölkerung, als sie auf ihr „Bauchgefühl“ verwies, das sie gegen die Ehe für alle einnehme. Jetzt – wie bei der Wehrpflicht, bei der Energiewende und der Öffnung der deutschen Grenze – der totale Schwenk. Jetzt, so lavierte sie in der Wirtschaftswoche, will sie schon seit „vielen Jahren“ der Überzeugung sein, daß in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften Werte wie Fürsorglichkeit und Liebe gelebt werden, ganz genau wie in einer Ehe. Deshalb, das läßt sie natürlich unausgesprochen, aber als logische Konsequenz stehen, kann auch bitteschön jeder jeden heiraten, gesetzt, man hat sich vorher gegenseitiger Liebe versichert. Nachdem nun Homo-Aktivisten so erfolgreich mit ihrem Anliegen waren, braucht man nicht lange auf die nächste Lobby warten, die demnächst Teilnahmerecht an der Ehe gemäß ihrer lebensgeschichtlichen bzw. kulturellen Besonderheiten für sich reklamiert. Ob nun als nächstes die Vielehe oder gar die Kinderehe ernsthaft diskutiert wird; wen juckt das schon, wenn man erst einmal vorgemacht bekommen hat, wie schnell sich das Grundgesetz im Sinne einer lautstarken Minderheit „modernisieren“ läßt.

Letzte Instanz bleibt das Bundesverfassungsgericht

Die Entscheidung des Parlaments am 30. Juni 2017 ist nur Willensbekundung zum Gesetz, die Letztentscheidung liegt beim Bundesverfassungsgericht. Dieses hat im Jahr 2002 die eingetragene Lebenspartnerschaft als Aliud (Anderes) zur Ehe geschaffen und rechtlich mit der Ehe gleichgestellt. Die Begründung: „Jeder ehefähigen Person steht auch nach Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft durch das LPartDisBG der Weg in die Ehe offen. Allerdings kann die Ehe nur mit einem Partner des jeweils anderen Geschlechts geschlossen werden, da ihr als Wesensmerkmal die Verschiedengeschlechtlichkeit der Partner innewohnt und sich nur hierauf das Recht der Eheschließungsfreiheit bezieht. Gleichgeschlechtlichen Paaren bleibt auch nach dem LPartDisBG die Ehe verschlossen. Ihnen wird für eine dauerhafte Bindung als Rechtsinstitut allein die eingetragene Lebenspartnerschaft eröffnet.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Damit es beim Urteil des Bundesverfassungsgerichts bleibt, schließen Sie sich bitte unserem Protest an. Die Abgeordneten unterliegen bei der Abstimmung keinem Fraktionszwang, sie entscheiden nach ihrem Gewissen. Die Entscheidung eines jeden Abgeordneten ist nicht anonym bzw. geheim, abgestimmt wird mit „offenem Visier“. Sie können also genau verfolgen, wie Ihr Abgeordneter sich zur Ehe für alle entscheiden wird. Doch ist nur noch wenig Zeit. Bitte setzen Sie sich via Mail oder telefonisch mit dem MdB Ihres Landkreises in Verbindung, und machen Sie deutlich, wie Sie zur Ehe für alle stehen und daß das Stimmverhalten im Parlament maßgeblich Ihre eigene Wahlstimme im September beeinflussen wird. Und wenn Sie noch mehr tun wollen, beteiligen Sie sich an unserer aktuellen Kampagne „5 Säulen guter Familienpolitik“ und unterschreiben Sie unsere Petition. Bitte machen Sie mit, es steht spitz auf Knopf in dieser Frage. Die Initiative für Familien-Schutz bedankt sich bei allen, die sich bereits beteiligt haben und die sich noch beteiligen wollen. Danke herzlich!

Familienpolitik im Fokus der Landtagswahl NRW: Sozialistischer Einheitsbrei mit neokonservativer Sauce

Flagge NRWIm Superwahljahr 2017 ist Nordrhein-Westfalen das dritte und letzte Bundesland, in dem sich am 14. Mai ein neues Parlament konstituieren wird. Vom Wählerverhalten im bevölkerungsreichsten Flächenland der Bundesrepublik geht die stärkste Signalwirkung für die im September anstehende Bundestagswahl aus. Besonders interessant ist es für uns daher zu erfahren, wie sich die einzelnen Parteien familienpolitisch positionieren. Die Initiative Familien-Schutz hat hier die Programme derjenigen Parteien ausgewertet und zusammengefaßt, die laut Umfragen mit hoher Wahrscheinlichkeit in das Landesparlament einziehen werden. Verschicken Sie das PDF an Freunde, Verwandte und Bekannte. Denn: Es liegt in Ihrer und unserer Hand, zu beeinflussen, in welche Richtung sich die Familienpolitik in den kommenden Jahren entwickelt: gegen oder für die Familie. Lesen Sie im Folgenden unseren Kommentar zu den Programmen.

SPD und Grüne sozialistisch vereint

Die geringste Lesearbeit bereiten uns die Wahlaussagen der Sozialdemokraten und Grünen. Ihre Programme sind mit denen ihrer Kollegen im Saarland und Schleswig-Holstein beinahe deckungsgleich. Hat da jemand etwa abgeschrieben? Wir wollen nichts unterstellen; rot-grüngefärbte Ideologen kennen und erkennen sich auch ohne Worte. Besonders, wenn es um die Erziehung der malochenden Landeskinder geht. Für die soll nun wieder eine bessere und immer noch bessere Vereinbarkeit von Erziehungs- und Erwerbsarbeit geschaffen werden. Die sattsam bekannte Lösung sehen die Regierungsparteien im flächendeckenden Angebot von Ganztagsbetreuungsplätzen von der Krippe bis zum Hort. Eltern sollen ihre Kinder flexibel betreuen lassen können, um störungsfrei und unbelastet von den Bedürfnissen ihres Kindes ihrem Beruf frei und möglichst länglich nachzugehen. Dieser nett gemeinte Vorschlag für erwerbstätige Eltern entpuppt sich mittel- bis langfristig jedoch nicht als entlastendes Kümmerangebot der menschenfreundlichen Regierung, sondern als knallharte Erwartung für eine bestimmte Form der Lebensgestaltung. „Nudging“, deutsch: anstupsen“, nennt man dieses aus der Verhaltensökonomie in das Politische übertragene Prinzip staatlicher Gängelei.  Wahlfreiheit für Familien sucht man bei Grünen und Sozialdemokraten denn auch vergebens.

Patchworkdecke unterm Regenbogen – Und welche Familie willst du heute leben?

Bis auf die AFD und CDU liegt die Gleichstellung von „Regenbogenfamilien“ allen Parteien ganz besonders am Herzen. Die Grünen sehen für dieses – gemessen am Anteil der Bunt-Familien an der Gesamtbevölkerung – Promille-Problem gar einen Bedarf für eine eigene „Landeskoordinationsstelle“. Die FDP will unbedingt mitmachen beim Wettbewerb für die schickste Neuumschreibung des drögen Familienbegriffs und fordert, für eingetragene „Verantwortungsgemeinschaften“ ein eigenes Rechtsinstitut zu schaffen.

CDU: Konservativer Durchbruch oder nur Wahlkampf-Luftnummer?

Das familienpolitische Programm der CDU dürfte bei Konservativen immerhin für milde Seufzer sorgen. Tatsächlich findet die christliche Partei ein Stück zurück zu alten Ufern und schreibt von der Ehe als „grundgesetzlich geschützte“ Einheit von Mann und Frau, die die „verlässlichste Grundlage für das Gelingen von Familie“ bildet. Das Grundrauschen von der vermeintlich dringend erforderlichen Ganztagsbetreuung für Kinder hat allerdings auch die Christdemokraten erfaßt. Man möchte es sich offenbar nicht mit den berufstätigen Eltern verscherzen. Paradoxerweise betont die CDU dennoch Wahlfreiheit für Familien. „Wir schreiben niemandem eine bestimmte Lebensweise vor“, heißt es. Ganz am Ende ihres Familienwahlprogramms lobt die CDU sogar in dürren Worten die heimische Betreuungsleistung, die man aktiv unterstützen wolle.

AFD bleibt sich treu: Klassische Familie im Zentrum

Die AFD kann ihren erzkonservativen Nimbus am besten bei ihren familienpolitischen Vorstellungen zelebrieren. Sie betont die Wahlfreiheit bei der Betreuung von Kleinkindern. Alle Familien- und Erziehungsmodelle müssen gleichermaßen gefördert werden, wozu für die AFD auch die Wiedereinführung eines Landeserziehungsgelds bis zum dritten Lebensjahr des Kindes gehört. Diese Familienpolitik soll Anreize geben, wieder mehr Kinder zu gebären und das drohende demographische Problem abzuwenden. Die Kritik an der Erwerbszentriertheit unserer Gesellschaft ist dabei der Stoff, aus dem ungeahnte Einhelligkeit entsteht: Sowohl AFD wie Linke werben für politische Maßnahmen, die helfen sollen, erwerbstätigen Bürgern mehr freie Zeit für ihre Familie zu geben.

Fazit: SPD und Grüne können mit ihrer einseitigen Subventionspolitik für erwerbstätige Eltern kaum punkten. Deren Familienpolitik zielt letztlich darauf ab, möglichst alle Eltern in den Vollzeiterwerb zu drängen und die Wahlfreiheit zwischen Familien- und Berufsarbeit auf ein Minimum zu beschneiden. Als erfreulich hingegen ist der neo-konservative Vorstoß der CDU zu werten, die es immerhin geschafft hat, das mehrheitlich gelebte traditionelle Familienmodell in ihrem Programm angemessen zu würdigen. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese neue alte christdemokratische Position lediglich der Feindwitterung von Richtung rechtsaußen verdankt. Für FDP und Linke ist die Mutter-Vater-Kind-Beziehung, die bis heute das Fundament  eines jeden Staates bildet, nicht einmal eine Erwähnung wert.  Man konzentriert sich im Wahlprogramm auf die Bearbeitung familienpolitischer Einzelfragen wie beispielsweise „Ehe für alle“ und „sexuelle Vielfalt“ in den Bildungsplänen.

Wahlen in Schleswig-Holstein – Familienpolitik im Fokus

Dienstflagge SHAm 07. Mai wählen die Bürger Schleswig-Holsteins ein neues Landesparlament. Während  sich auf Bundesebene Manuela Schwesig für kürzere Erwerbszeiten für Familien stark macht, lockt die CDU-Konkurrenz unter Finanzminister Schäuble mit Steuerentlastungen, explizit auch für berufstätige Eltern. Lediglich Wahlkampfgedöns oder signalisieren die Vorschläge ein immerhin milde gestiegenes Verständnis für die Nöte von Familien? Wir trauen dem Frieden nicht und haben uns daher angeschaut, wieviel von den erfreulichen Vorstößen für Familien auf Länderebene übrig bleibt.

Wahlprogramme auf dem Prüfstand

Wir haben die Programme aller großen Parteien, die sich zur Wahl stellen, ausgewertet und deren Familienbild auf den Prüfstand gestellt. In einer Übersicht haben wir diese als PDF hier für Sie zusammengefaßt. Als bürgergetragenes Bündnis sind die tatsächlichen Sorgen und Probleme von Familien unser wichtigstes Anliegen.

SPD, CDU, Grüne und Linke auf einer Linie

Im Hinblick auf das, was Familie bedeutet, sehen sich SPD, Grüne und Linke wahrscheinlich als besonders progressiv: Familie sei überall dort, „wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen“, salopp ausgedrückt, also überall dort, wo ein Kühlschrank steht. Die Vereinbarkeit von Familien- und Berufsarbeit soll durch den Ausbau von Kitas und Horten verbessert werden. Auch die CDU und FDP sehen in der mangelnden Vereinbarkeit von Familie und Beruf das größte Problem junger Eltern und möchte ihnen mit 24-Stunden-Kitas entgegen kommen. Der SSW ergänzt die Angebote lediglich um die Förderung von Familienferien und Familienbildungsstätten. Im Fokus dieses von den Parteien propagierten Leitbilds steht letztlich das allzeit betreute Kind von der Krippe bis zum Hort, damit Eltern so flexibel wie möglich ihrer Erwerbsarbeit nachgehen können. Familie funktioniert in der Vorstellung dieser Parteien nur, wenn man den ganzen Tag getrennt voneinander lebt.

Nur die AFD schert aus dem gängigen Familienleitbild aus

Geradezu unerhört zum familienpolitischen Einheitsbrei der anderen Parteien nehmen sich die Vorschläge der AFD aus: Hier steht die traditionelle Familie im Zentrum der Politik. Die klassische Familie soll umfassend gefördert werden mit Familiensplitting und einem Willkommensgeld für Neugeborene. Auch die private Erziehungsleistung soll stärkere finanzielle wie ideelle Anreize erhalten.

Fazit

Daß lediglich eine einzige Partei bereit ist, die klassische Ehe und Familie in ihrem Programm zu würdigen, beweist, daß es mit dem Familienschutz in Deutschland nicht weit her ist. Familie läßt sich nach Maßgabe der CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke offensichtlich nur in volkswirtschaftlicher Dimension denken. In der Verbindung mit bezahlter Erwerbsarbeit nämlich. Über 50% der Mütter kleiner Kinder wünschen sich längere Erziehungszeiten zuhause. Das Gros der Parteien interessiert das nicht und betreibt weiterhin Klientelpolitik zugunsten einer weitaus geringeren Zahl von Eltern, die berufstätig sein wollen oder häufig sein müssen. Das Wohl des allzeit fremdbetreuten Kindes fällt dabei unter den Tisch.

Wir, die Initiative für Familien-Schutz, setzen uns für eine ganzheitliche und nachhaltige Familienpolitik ein. Eine Familienpolitik, die nicht von Wirtschaftsverbänden und Soziologen diktiert ist. Bitte helfen Sie uns dabei. Verbreiten Sie unsere Zusammenfassung in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis. Unterstützen Sie uns auch gerne mit einer Spende hier.

Familienpolitik im Wahlkampf: Klassische Familie hat nur wenige Fürsprecher

saarlandfahneAm Sonntag läuten die Landtagswahlen im Saarland das Super-Wahljahr 2017 ein. Danach folgen die Wahlen in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und die Bundestagswahlen. Die Flüchtlingskrise und der Schulz-Effekt überlagern fast alle anderen Themen. Da droht die Gefahr, dass das Thema Familie aus dem Blickpunkt gerät, obwohl es das zentrale Zukunftsthema ist. So mancher Politiker hofft, linke ideologische Familienpolitik unbemerkt vom Bürger in die Parlamente und die Regierungsarbeit tragen zu können. Deshalb hat sich die Initiative Familien-Schutz für das Wahljahr 2017 das Ziel gesetzt, die Programme auszuwerten und die Bürger über die familienpolitischen Positionen zu unterrichten und den Familien eine starke Stimme zu geben.

Wir haben die familienpolitischen Positionen der Parteien im Saarland ausgewertet

Weil die Medien nicht darüber berichten, wissen die Bürger oft gar nicht, wofür die Parteien familienpolitisch stehen. Deshalb haben wir für Sie die Landtagswahlprogramme der Parteien zur Saarlandwahl ausgewertet. Die Bürger sollen noch vor der Wahl informiert sein, welches Familienbild CDU, SPD, Linke, AfD, Grüne und FDP vertreten. Wir sind alle Programme durchgegangen und haben für Sie die zentralen Aussagen zusammengestellt. Diese Übersicht zum Lesen, Versenden und Verteilen finden Sie hier. Demokratie setzt den mündigen und informierten Bürger voraus. Der Familienschutz wird für 2017 seine Aufgabe als Bürgerbewegung erfüllen, die Basis über die politischen Ziele der Parteien zu informieren. Wir werden Politiker befragen und Parteiprogramme auswählen. Und wir werden der Stimme der Basis mit vielen Aktionen Gehör verschaffen.

CDU, SPD, Linke und Grüne wollen Patchwork- und „Regenbogenfamilien“ mit klassischer Ehe gleichstellen.

Das Ergebnis der Ausweitung der Wahlprogramme im Saarland lässt sich so zusammenfassen: Die saarländische CDU betont in ihrem Wahlprogramm, dass für sie neben der traditionellen Familie auch alle anderen auf Dauer angelegten Lebensformen wie Patchwork-Familien, eingetragene Lebenspartnerschaften und Regenbogenfamilien unter den Begriff Familie fallen. Diese Auffassung teilt sie mit der SPD, Grünen und Linke, die in ihren Wahlprogrammen auch deutlich machen, dass Familie für sie da ist, wo „Menschen füreinander Verantwortung übernehmen“. Die FDP macht in ihrem Wahlprogramm keine explizite Aussage dazu, was sie unter Familie versteht, will aber den doppelten Vollverdiener-Haushalt mit Kindertagesstätten fördern. Die AfD betont in ihrem Programm, dass sie Lebenspartnerschaften und klassische Ehe nicht gleichstellen möchte.

Die Haltung der CDU zur klassischen Ehe ist enttäuschend

Obwohl die übergroße Mehrheit der Kinder in Deutschland immer noch in klassischen Ehen aus Mann und Frau geboren werden, hat diese in der Politik im Saarland offensichtlich nur noch wenige Fürsprecher. Dass die saarländische CDU unter der gläubigen Katholikin Annegret Kramp-Karrenbauer dieselbe Gleichstellung der klassischen Ehe mit allen anderen Lebensmodellen wie die SPD, die Linke, und die Grünen verfolgt, ist für viele bürgerliche Wähler eine große Enttäuschung. Auch die FDP als liberale Partei muss sich fragen lassen, wie liberal es ist, die Verantwortung für die Kinder praktisch 24 Stunden am Tag an eine staatliche Einrichtung abzugeben, wie in ihrem Wahlprogramm gefordert.

Die klassische Ehe braucht nicht nur im Saarland mehr Fürsprecher

Es wäre zu wünschen, dass alle Parteien, oder doch wenigstens alle bürgerlichen Parteien sich gemeinsam hinter die klassische Ehe und Familien stellen. Dass die AfD im Saarland praktisch die einzige Partei ist, die der klassischen Ehe deutlichen Vorrang vor allen anderen Lebensformen einräumt, zeigt, wie schwach das Verständnis für bürgerliche Werte in den zwei anderen bürgerlichen Parteien inzwischen entwickelt ist. Es ist zu wünschen, dass auch CDU und FDP sich auf das Fundament der bürgerlichen Gesellschaft, die klassische Familie, besinnen, damit es in Zukunft für ihre Förderung und ihren Schutz nicht nur im Saarland wieder parlamentarische Mehrheiten gibt. Die klassische Familie ist und bleibt das Fundament unserer Kultur und unseres Zusammenlebens.

Daher: Lesen Sie die zentralen Aussagen der Parteien im Saarland zur Familienpolitik in einer Zusammenstellung hier, damit Sie mit Ihrer Stimme ein Zeichen für die Zukunft setzen. Verbreiten Sie die Zusammenstellung in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.

Die Initiative Familien-Schutz wird auch vor den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Westfalen und vor der Bundestagswahl die familienpolitischen Aussagen der Parteien genau auswerten und Ihnen mitteilen. Der Familienschutz muss endlich wieder ein zentraler Punkt in der Politik werden. Dafür machen wir uns stark. Machen Sie mit und empfehlen Sie uns auch gerne Ihrem Verwandten- und Freundeskreis und unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende hier.

Neue Kampagne: Für eine familienfreundliche Steuerpolitik

CP Brutto NettoAuf der Seite Civil Petition haben wir eine neue Kampagne gestartet: Für eine familienfreundliche Steuerpolitik.  Bitte zeichnen Sie die Petition hier und unterstützen Sie dieses wichtige Anliegen.

»Wie fordern Sie auf, Familien finanziell gleichzustellen. Eltern sichern die Zukunft des Staates und seiner Sozialsysteme. Diese Leistung wird bis heute unzureichend anerkannt. Solange Eltern und kinderlose Paare annähernd gleich stark belastet werden, sind Familien benachteiligt. Die Gerechtigkeit gebietet, dass sie bei Steuern und Abgaben weniger belastet werden als kinderlose Paare. Kinderlose Paare sind im Alter besser versorgt als Eltern. Denn bis heute werden Erziehungszeiten bei der Rente nicht angemessen berücksichtigt. Die Gefahr der Altersarmut insbesondere bei Frauen rührt nicht daher, dass sie zu wenig arbeiten, sondern dass ihre Familienarbeit finanziell nicht anerkannt wird. Der Staat braucht den Familien nichts zu geben. Es reicht völlig aus, wenn er ihnen von ihrem Einkommen mehr übriglässt. Die Familie muss wieder finanziell atmen können. Früher förderte der Bedarf an Altersvorsorge den Kinderwunsch; heute behindert er ihn. Der Staat darf nicht länger den Generationenvertrag brechen. Wir fordern Sie auf, die Bundesverfassungsge-richtsurteile zur finanziellen Gelichstellung der Familie von 1992 (»Trümmerfrauenurteil«) und 2002 (»Pflegeversicherungsurteil«) endlich umzusetzen. Familien brauchen mehr Netto vom Brutto. Deutlich mehr.«