Artikel zum Thema: "Bildungspolitik "

Nichts für Kinder – Wenn der Sexualkundeunterricht Grenzen überschreitet

Am Sexualkundeunterricht entzünden sich in Deutschland traditionsgemäß die Geister. Dessen Liberalisierung vor mehr als 40 Jahren im Zuge der 68er Bewegung sorgte immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen besorgten Eltern und der auf Bildungshoheit pochenden Schulen. Ein Gymnasium in Hamburg treibt es dabei besonders wild. Eine Stichprobe:

Im Streit um die Sexualkunde an Schulen kann höchstens Waffenstillstand mit den Eltern erreicht werden. Viel zu stark spielen persönliche Befindlichkeiten – ethische, religiöse, moralische Überzeugungen auf der einen, Erziehungsbeflissenheit und Fortschrittsglauben auf der anderen Seite – hinein, die sich gegenseitig ausschließen. Als vor wenigen Jahren die Bundesländer daran gingen, zusätzlich zur regulären Sexualkunde das Thema sexuelle Vielfalt verbindlich in den Lehrplänen zu verankern, kochte die Wut bei Eltern so hoch wie lange nicht. Von Schleswig-Holstein bis Hessen vereinigten sich zehntausende Demonstranten, darunter Eltern und Vertreter von Kirchen, Bürger- und Aktionsbündnissen, um gegen die Indoktrination der Kinder im Sinne der neuen Gender-Doktrin zu protestieren. Geradezu verschreckt reagierten die Kultusministerien auf diesen geballten Gegenwind, mit dem damals niemand gerechnet hatte.

Als Sexualkunde getarnte Anleitung zur Pornografie

Im Land Hamburg scheinen die Uhren noch schneller als anderswo zu ticken. Jüngst veröffentlichte die Wochenzeitung DIE ZEIT eine Reportage über den gymnasialen Sexualkunde-Unterricht in der Stadt mit der Reeperbahn als Wahrzeichen. Die Details darüber, was sich hinter geschlossenen Klassenzimmertüren zur Geschlechtskunde abspielt, dürfte selbst hartgesottene Gemüter aufwühlen.

Im Original heißt es: „Am Montag ging es los mit Wörtersammeln: „Was fällt euch ein zu Freundschaft, Liebe, Sexualität?“ Viel. Drei große Papierbogen haben die 11- bis 13-Jährigen beschrieben: Liebeskummer, Fingern, Schreien, Masturbieren, Schmerz, Klitoris, Scheidung, One-Night-Stand, Spanner, Dildo, Blutflecken.“ An anderer Stelle heißt es: „Unsere Schüler sind absolut unterschiedlich in ihrer Entwicklung. Für manche kommt das Thema viel zu früh, für andere wird es allerhöchste Zeit“, sagt die 51-jährige Bio-Lehrerin Dörte Cornils. Später steht sie an der Tafel und lässt sich von den Kindern Wörter für die Geschlechtsorgane diktieren: Schwanz, Penis, Gurke, Gartenschlauch, Rakete, Spritzgerät. Dann übernimmt Kruse und schreibt: Muschi, Schlitz, Vagina, Fotze, Pussy, Möse.“

Und doch bleibt Beklommenheit

Widerstand, so wird im ZEIT-Artikel berichtet, gebe es durchaus unter den Lehrern. Das Unbehagen, die eigene „Pornokompetenz“ vor den Schülern unter Beweis stellen zu müssen, ist groß. Es koste schon viele Überwindung, wird ein Lehrer zitiert. Das kann auch niemanden wundern, denn de facto ist dies kein Sexualkundeunterricht mehr, sondern eine Anleitung zur Pornografie mit einer Sprache als Grundlage, die man gemeinhin nur aus Filmen mit Jugendschutzbeschränkung kennt. Warum, so fragt man sich immer wieder, sollen bereits 11jährige damit konfrontiert werden? Warum müssen Kinder damit überhaupt in etwas konfrontiert werden, das sich „Unterricht“ nennt?

Kein Thema ist so sensibel wie das Wissen über unsere Geschlechtlichkeit, über unsere physiologische Herkunft, über den menschlichen Trieb. Ein seriöser, bestenfalls vom Vertrauenslehrer gesteuerter Sexualkundeunterricht sollte demgemäß auch zu einer seriösen, würdigen Sprache finden. Wo soll die Verantwortung für die eigene Sexualität herkommen, wenn selbst der Lehrer darüber in obszönen Begriffen spricht oder sprechen soll wie in Hamburg?

Die Zeit der natürlichen Unschuld von Kindern ist kostbar – und wird ständig verkürzt

Ein wenig Unsicherheit scheinen selbst die Autoren der Reportage zu verspüren, wenn sie schreiben: „Mit neun, zehn Jahren sind sie noch sehr schambehaftet, halten sich die Augen zu, wenn sich zwei küssen, und jetzt sollen sie Geschlechtsorgane beschriften? Dennoch haben Kultusminister und Wissenschaftler entschieden, es sei der richtige Zeitpunkt.“ Der richtige Zeitpunkt ist individuell verschieden bei jedem Kind. Das eine ist weiter, das andere nicht. Es mag auch vom Elternhaus abhängen. Trotzdem mutet man jedem weniger entwickelten Kind zu, einem Unterricht beizuwohnen, den es nur verstören kann. Trotzdem scheinen Kultusminister nach der Devise zu fahren, je früher Kinder „aufgeklärt“ werden, umso besser. Schließlich läßt sich an jeder Grundschule inzwischen irgendein Kind finden, dessen „Pornokompetenz“ so ausgeprägt ist, daß es nach Meinung der „Experten“ höchste Zeit ist, auch den Rest der Klasse auf eine Stufe zu heben. Der Streit mit Eltern bleibt vorprogrammiert, wenn angeblich „Kultusminister und Wissenschaftler“ besser wissen, was besser für ihre Kinder sein soll.

Mit einer Mogel-Studie will die Antidiskriminierungsstelle die Gender-Sexualerziehung an Schulen vorantreiben

Das Thema „Sexuelle Vielfalt“ soll für alle Schulen verpflichtend werden. Dafür wirbt die Antidiskriminierungsstelle auch mit fragwürdigen Mitteln. Mit einer selbstgemachten Studie beschwört die Behörde eine überwältigende Mehrheit der Bürger für die Gender-Sexualkunde.

Unter der Rubrik „Alles wissen“ der Antidiskriminierungsstelle (ADS) kann man seit kurzem ein Video abrufen. Darin läuft ein Mädchen durch einen atmosphärischen Studio-Märchenwald. Doch all die schönen Dinge, die sie darin findet, etwa ein Buch oder ein Globus, bleiben ihr halb verborgen und sind dann plötzlich gar nicht mehr schön. Am Ende liest der Zuschauer: „Tatsachen gehören in den Schulunterricht, die Vielfalt der Liebe ist eine Tatsache.“ Glaubt man der Antidiskriminierungsstelle, wabert also ein gefährliches Halbwissen durch die deutsche Bevölkerung. Besonders Kinder sind davon bedroht, wenn ihre Eltern es versäumen, sie detailliert über die Vielzahl der Geschlechter – die genaue Zahl ist umstritten – aufzuklären.

Am Gesetz vorbei wird die Gender-Aufklärung schon jetzt an Schulen praktiziert

Das will die ADS jetzt ändern und eine „verbindliche Verankerung“ des Themas „Sexuelle Vielfalt“ im Schulunterricht erreichen. Auch eine verpflichtende Weiterbildung der Lehrer zur Bi-, Trans-, Pan- und Homosexualität sollen die Bundesländer festschreiben. Diese Forderung geht weit über das hinaus, was an deutschen Schulen bis zur Stunde Realität ist. Punktuell fließt das Thema in den Unterricht mit ein, auch schwul-lesbische „Fachkräfte“ werden an Schulen beauftragt, vermittels Workshops die Schüler zur homosexuellen Lebenswelt aufzuklären. Weil diese Gender-Workshops, die in der Regel in Abwesenheit des Lehrers durchgeführt werden, das schulgesetzliche Neutralitätsgebot verletzen, setzt sich die Initiative Familien-Schutz seit einiger Zeit mit Nachdruck dafür ein, dass diese Praxis von den Schulministerien unterbunden wird.

Wer bestimmt, was Kinder wissen müssen?

Für die Behörde, die sich hauptamtlich um die Befindlichkeiten der gekränkten Minderheit in Deutschland kümmert (selbstverständlich davon ausgenommen sind weiße alte Männer), stellt detailliertes Wissen über das LGBT*Geschlechtsleben eine eklatante Lücke im schulischen Unterricht dar. Auf ihrer Homepage ist zu lesen: „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt sollte im Unterricht ein altersgerecht vermitteltes Querschnittsthema vom Deutsch- bis zum Geschichtsunterricht sein.“ Dass es dafür besonderen Bedarf in Deutschland gibt, untermauert die ADS mit einer aktuellen Befragung. Beeindruckende 90 Prozent sehen demnach einen Mehrbedarf an schulischer Information zur sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt. Wie dieses Ergebnis zustande kommt, wird von der ADS nicht näher erläutert. Grund genug, sich die Befragung etwas näher anzuschauen.

Stimmungsmache für Sexuelle Vielfalt mit Mängelstudie

Befragt wurden insgesamt 2000 ausgewählte Bürger ab 16 Jahren, die sich für ein rund halbstündiges telefonisches Interview mit insgesamt über 60 Fragen zur Verfügung gestellt hatten. Zu dieser Methodik der Interview-Erhebung sollte man wissen, dass sich Menschen in der persönlichen Befragung eher zurückhaltend äußern, weil sie das Gefühl haben müssen, vom Interviewer für ihre Haltung bewertet zu werden. Kurz: Sollten heikle Fragen kommen, sagen Menschen erfahrungsgemäß eine politisch korrekt „bereinigte“ Version ihrer wahren Einstellung. Deshalb muss die Qualität der Antworten entsprechend vorsichtig gewichtet werden, denn die Fehler-Antwortquote ist besonders hoch, wenn eine Befragung zu eher wenig verbreiteten Themen stattfindet. Dazu gehört auch die sogenannte „sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“.

Kapitel 10 der Studie zu „Wissen und Einstellungen zu sexueller Vielfalt in der Schule“ bildet offenbar die Grundlage für die 90 Prozent-Erfolgsmeldung der ADS. So beantwortete eine Mehrheit die eindeutig tendenziös formulierte Frage, ob es Ziel der Schule sein sollte, den Schülerinnen und Schülern Akzeptanz gegenüber homo- und bisexuellen Personen zu vermitteln, positiv. Um nichts dem Zufall zu überlassen bei der Beantwortung dieser wichtigen Frage, muß man zuvor möglichst viele auf Linie bringen. Dazu wählten die Soziologen der Studie einen Kniff. Einleitend zur Frage gibt es einen vorbereitenden Text. In diesem erklärt der Interviewer dem ahnungslosen Bürger die Gender-Akzeptanz-Erziehung an Schulen ausschließlich aus der Perspektive ihrer Befürworter. So ist verharmlosend die Rede davon, ob Homosexualität lediglich „häufiger thematisiert werden soll“ und im Schulmaterial auch „lesbische, schwule oder bi-sexuelle Personen vorkommen sollen“? Mal ehrlich, welcher Bürger, der zuvor noch nie etwas davon gehört hat, würde dieses wohlformulierte Anliegen sofort und rundheraus ablehnen?

Sexualaufklärung ist Elternsache

Dass Menschen sich zu Antworten verleiten lassen, wenn ihr Bauchgefühl siegt, wird an folgender Fragestellung offenbar. Beinahe 95 Prozent beantworteten nämlich die Frage, ob Sexualaufklärung Sache der Eltern ist, mit „Ja“. Wie lässt sich dieser Widerspruch zu den 90 Prozent, die sich mehr Informationen zu sexueller Vielfalt im Unterricht wünschen, auflösen? Die Antwort: Gar nicht. Denn bei der Studie der Antidiskriminierungsstelle handelt es sich um tendenziöse, methodisch wie inhaltlich mangelhafte Untersuchung. Ihre Ergebnisse lassen keine Schlussfolgerung zum tatsächlichen Stimmungsbild der Bevölkerung zu, ob sexuelle Vielfalt verpflichtendes Unterrichtsthema werden sollte oder nicht. Ein nicht unerheblicher Prozentsatz der Befragten dürfte nicht einmal gewusst haben, um was es sich dabei genau handelt, bis sie vom „helfenden“ Interviewer im Sinne der herrschenden Ideologie aufgeklärt wurden. Das wird in der Studie auch selbst zugegeben. Bei der Frage, ob es zu den Bildungsplänen gehöre, möglichst viele Schüler zu verschiedenen sexuellen Praktiken zu ermuntern (S. 148), hat bei immerhin 7 Prozent ungläubiges Staunen den Ausschlag für die Antwort „Weiß nicht“ gegeben haben.

Homosexualität ist längst akzeptiert

Doch ist die Studie der ADS auch in anderer Hinsicht interessant, weil sie genau jene Widersprüche bestätigt, die die Geschäftsgrundlage der sogenannten Antidiskriminierungsarbeit bilden. Einerseits, so der dräuende Ton der Studie, käme Homophobie aus der „politischen Mitte“ der Gesellschaft und es zeigten sich immer wieder „subtile Formen“ der Ablehnung von Homosexuellen. Andererseits müssen selbst die Macher der Studie zugeben, dass sie in ihrer Befragung – trotz redlicher Bemühung – nichts aufdecken konnten, um diesen schwerwiegenden Vorwurf zu erhärten. So heißt es kleinlaut und fast am Ende: „das offene Abwerten von Homosexualität als unnatürlich oder unmoralisch (…) wird nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung geteilt.“ Dann können die 27 Mitarbeiter der Behörde doch eigentlich einpacken, oder? Ach und vergesst nicht, das Licht auszumachen.

Schleswig-Holstein prüft die Rechtmäßigkeit schwul-lesbischer Workshops an Schulen – wann ziehen die anderen Länder nach?

Gender Mainstreaming steht in Schleswig-Holstein auf dem Prüfstand. Ihr Einsatz hat dies bewirkt. Nun wollen wir auch in NRW den Druck erhöhen, damit die Indoktrination unsere Kinder ein schnelles Ende findet. Lesen Sie unseren offenen Brief an Landesbildungsministerin Yvonne Gebauer hier. Und senden Sie die Petition „Gender Mainstreaming zerstört Ehe und Familie“ an die Ministerin und weitere Landesbildungsminister hier.

Sexuelle Vielfalt“, „queere Bildung“, „Aufklärung zu geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung“, „Sensibilisieren für die Lebenssituation von jungen LSBTIQ*-Personen“ – seit einigen Jahren bieten Gruppierungen der schwul-lesbischen Lobby ihre Dienste für Schulen an. Zu den größten unter ihnen zählt das Netzwerk SCHLAU e.V., für das sich insbesondere im westdeutschen Bundesgebiet flächendeckend regionale Ableger gegründet haben.

Gendersensible Zusatzbildung für Schüler ist das Hintertürchen im Bio-Unterricht

Wenn sich eine Schule in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen oder Schleswig-Holstein für die „queere“ Zusatzqualifikation seiner Schüler interessiert, kann sie eine enstprechende Anfrage an SCHLAU e.V. stellen. SCHLAU schickt anschließend einen entsprechend qualifizierten „Teamer“ an die Schule, der den gewünschten Gender-Workshop mit den Schülern abhält. Auf der Info-Webseite von SCHLAU NRW wird das Angebot so umschrieben: „SCHLAU bietet Workshops für Jugendliche in Schulen, Sportvereinen und anderen Jugendeinrichtungen an. Im Zentrum von SCHLAU steht der Austausch und das Gespräch zwischen Jugendlichen mit unseren lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queere Teamer_innen. Vorurteile und Klischees können so wirkungsvoll abgebaut werden.“

Schule muss weltanschauliche Neutralität wahren

Eltern müssen über diese Art Aufklärung lediglich informiert werden. Verweigern können sie die Teilnahme ihres Kindes an solcherlei Unterricht nicht, wenn die Schule diesen anordnet. Sexualkunde unterliegt wie jedes andere Fach der Teilnahmepflicht des Schülers, ungeachtet seiner religiösen Überzeugung. Doch darf die Schulleitung solche außerhalb vom regulären Unterricht stattfindenden Aufklärungsworkshops verpflichtend festschreiben, wenn der Inhalt einseitig eine bestimmte Weltanschauung – in dem Fall das Dogma der sexuellen Vielfalt – bedient, ohne dem Schüler einen sozialen, politischen oder wissenschaftsbezogenen Gegenentwurf anzubieten? In jedem Schulgesetz findet sich die Selbstverpflichtung der Schulen zur Neutralität: Lehrer und Mitarbeiter „dürfenen in der Schule keine politischen, religiösen, weltanschaulichen oder ähnlichen Bekundungen abgeben, die die Neutralität des Landes gegenüber Schülerinnen und Schülern sowie Eltern oder den politischen, religiösen oder weltanschaulichen Schulfrieden gefährden oder stören.“, ist in der Landesschulverfassung von NRW zu lesen.

Protest und Nachfragen können etwas bewegen

Vor einigen Monaten haben wir mit Ihrer Hilfe gegen diese Praxis der „untergeschobenen“ Gender-Aufklärung durch privat und teilweise öffentlich finanzierte Initiativen protestiert. Den damals frisch gewählten Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, haben wir gefragt, ob er bereit sei, das Querschnittsthema „sexuelle Vielfalt“ aus dem Unterricht zu entfernen, sollte eine mögliche Prüfung ergeben, daß Unterrichtsinhalt und -praxis im Widerspruch zum Schul- und Verfassungsrecht stehen? Nun scheinen Bildungsministerin Karin Prien immerhin Zweifel gekommen zu sein, ob die munter sprießenden Aufklärungsworkshops von SCHLAU und anderen schwul-lesbischen Netzwerken tatsächlich mit dem Schulgesetz konform gehen. Die Ministerin hat eine Prüfung angeordnet. Sollte diese negativ ausfallen, könnte für die schulische Arbeit von SCHLAU und anderen Mitstreitern für die Gender-Lehre im Küstenland bald das Licht ausgehen. Am Beispiel Schleswig-Holsteins hat sich gezeigt, daß beharrlicher Protest durch die Bürger immerhin einen kleinen Stein ins Rollen bringen kann, der Potential hat, eine Lawine auszulösen.

Nimmt sich NRW ein Vorbild an Schleswig-Holstein? Jetzt weiter Druck machen!

Grund genug für uns, auch noch einmal im einwohnerstärksten Bundesland, Nordrhein-Westfalen, mit seiner neuen CDU-Regierung anzufragen, wie es um die queere Lehrpraxis durch SCHLAU NRW bestellt ist. NRW Hier können Sie unseren Brief an Bildungsministerin Yvonne Gebauer einsehen. Die Protest-Postkarten, die wir mithilfe der Bürger im letzten Sommer gegen die unwissenschaftliche, indoktrinierende Lehre der sexuellen Vielfalt sammeln konnten, liegen bei Frau Gebauer bereits auf dem ministerialen Schreibtisch. Zur Erinnerung schicken wir noch unser Schreiben hinterher. Und damit Frau Ministerin uns auch wirklich nicht vergißt, können Sie gerne noch mit einer Online-Petition nachlegen. Hier gelangen Sie dorthin. Stoppen Sie die verfassungswidrige „queere Bildung“ von minderjährigen Schülern. Rufen Sie die Bildungspolitiker auf, endlich wieder zum wahren Auftrag neutraler, ideologiefreier Lehre an Bildungsstätten zurückzukehren.

Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen: Wird die neue CDU-Regierung das schulpolitische Chaos ordnen?

germany-2291551_1280„Kein Kind zurücklassen“, hieß das Motto von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Daran haben sie die Wähler am vergangenen Wahlsonntag gemessen – und ihre Partei abgewählt. Die Bildungspolitik war beinahe einem Drittel der Landesbürger das Herzensthema, das sie zur Wahlurne trieb. Zusammen mit den Grünen stürzten die Sozialdemokraten denn auch auf das schlechteste Ergebnis ihrer Landesgeschichte. Neben einer desaströsen Schulpolitik, einer teilweise völlig aus dem Ruder gelaufenen Finanzpolitik und einer immer weiter steigenden Armuts- und Arbeitslosenquote dürfte das schmachvolle Wahlergebnis der vorerst letzte negative Rekord sein, den das Kabinett Kraft während seiner siebenjährigen Legislatur zustande gebracht hat.

Die grüne Sonne der Toleranzdiktatur

Besonders toll trieben es die Grünen im Schulministerium von Sylvia Löhrmann. Die Durchsetzung ihrer ideologischen Positionen vom Gender Mainstreaming, sexueller Vielfaltslehre bis zur Inklusion geriet irgendwann zur modernen Variante des französischen Tugendterrors nach 1789. Obwohl die Zahl der frustrierten Lehrer immer weiter stieg, reihenweise Elternverbände klagten und auch offizielle Zahlen die schlechte Umsetzung und unzureichenden Ressourcen belegten, hielt das Ministerium verbissen an seinem Lieblingsprojekt fest, behinderte und gesunde Kinder in einer Klasse lernen zu lassen. Für die absolute Gleichheit ist kein Preis zu hoch. Auch beim hastig eingeführten G8-Abitur ließ sich die Schulministerin nicht von klagenden Eltern und überforderten Kindern erweichen. Keine Frage, daß in Frau Löhrmanns progressiver Erziehungsdiktatur auch die vollkommene Lehre unterm Regenbogen herrscht. Seit rund fünf Jahren dürfen Kinder in Kindergärten, Grund- und weiterführenden Schulen der geschlechtersensiblen Pädagogik teilhaftig werden und begreifen lernen, daß Mütter mal eben zu Vätern werden können und die herkömmliche Fortpflanzungsmethode inmitten der vielen anderen bunten Möglichkeiten ein sicheres Auslaufmodell ist.

Geblendet vom eigenen ideologischen Sendungsbewußtsein

Selbstverständlich ist in NRW alles fachgemäß durchgegendert, was irgendwie nach Diskriminierung riecht. Von Anreden im behördlichen Antragsformular über Webauftritte von Organisationen bis hin zum sprachverhunzenden „Studierendenwerk“ verzweigen sich kleinteilige Maßnahmen zur groß angelegten Umerziehungsoffensive. Ein Blick auf das Personaltableau der Grünen-Fraktion ist der Blick in ein politisches Kuriositätenkabinett und belehrt selbst den Ungläubigen, daß Leute es bitterernst meinen, die Sprecherposten für Eine-Welt-Politik, Diversity Management und Queer Politik installieren.

Ein Blick zur rechten Mitte

Aus dem Stimmergebnis, das die Parteien am 14. Mai erhielten, läßt sich ein deutlicher Wählerauftrag für CDU und die erfolgreich wieder aufgestiegene FDP destillieren. Ob die sich anbahnende Koalition der Christ- und Freidemokraten zu einer politischen Zeitenwende im schwer angeschlagenen Land der Kumpel und Malocher führen wird, bleibt abzuwarten. Der designierte Ministerpräsident Armin Laschet gab bereits die Parole aus, daß die Koalitionsgespräche „die beste Bildungspolitik“ prägen solle. Immerhin hat er mit dem Erziehungswissenschaftler Rainer Dollase einen ausgewiesenen Kritiker der Inklusion in sein Kompetenzteam berufen. Wie die CDU nachgerade mit der im Sexualkundeunterricht inzwischen fest implementierten „sexuellen Toleranzlehre“ verfahren will, war weder ihrem Regierungsprogramm noch aktuellen Äußerungen zu entnehmen. Als Schulministerin Löhrmann 2012 begann, das von schwul-lesbischen Gruppen konzipierte Aufklärungsmaterial „Schule der Vielfalt“ öffentlich zu fördern, muckte lediglich die FDP kritisch auf, die Christdemokraten hingegen verhielten sich auffallend still. Die Initiative für Familien-Schutz will es genau wissen und hat den künftigen Ministerpräsidenten um eine Stellungnahme zu diesem Thema gebeten. Lesen Sie unseren offenen Brief an Armin Laschet hier. Wir sind gespannt auf seine Antwort.

„Queere Bildung“ in Schleswig-Holstein stoppen! Unser Brief an Daniel Günther (CDU)

flag-1750790_1280In Sachen „Gender Mainstreaming“ segelt Schleswig-Holstein hart am politisch korrekten Zeitgeist. Im kühlen Küstenland gilt seit 2002 per Kabinettsbeschluss die totale Gleichheit für Männer und Frauen. Seinen selbstgestellten Auftrag nimmt das Bildungsministerium sehr ernst. Alle Ressorts der Landesregierung wurden fachgemäß „durchgegendert“, führende Landesbedienstete entsprechend geschult. Kein Dokument, keine Richtlinie, kein Beschluss verlassen die Ministerien, ohne vorher auf gendertechnisch korrekte Ansprache geprüft worden zu sein. Natürlich sollen von dieser derartig gut organisierten Gleichheitsbeglückung auch die Landeskinder profitieren. Wobei die traurige Betonung auf „Kinder“ liegt. Von der Kita bis zu den Berufsausbildungsstätten wird die Gender-Umerziehung durchexerziert. Als die noch amtierende Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) 2015 stolz den vom Schwulen- und Lesbenverband erarbeiteten Pädagogik-Methodenschatz „Echte Vielfalt unterm Regenbogen“ präsentierte, begriffen endlich auch die Christdemokraten, wohin das Wohlfahrtsschiff der Zwangstoleranz-Erzieher steuert: Die traditionelle Familie sinkt in Frau Ernsts kunterbunter Fortschrittspädagogik zu einem kaum wahrnehmbaren Randphänomen herab, sogenannte Regenbogenfamilien dominieren das Kindern in der Grundschule vermittelte Alltagsbild. Selbst der CDU wurde derlei Unfug zu bunt; das skandalöse Lehrheftchen verschwand alsbald im Giftschrank des Bildungsministeriums.

Mit ihrer ideologieträchtigen Bildungspolitik darf sich Britta Ernst nun seit dem 07. Mai 2017 aus der Landesregierung verabschieden. Das Ruder übernimmt die designierte CDU-Bildungsministerin Karin Prien, die konservativere Töne anschlägt und sich laut einer Presseerklärung als Gegnerin des Gender Mainstreamings in Kitas und Grundschulen „outete“. Wir wollen wissen, wie die CDU als Wahlsiegerin mit dem Erziehungskonzept der sexuellen Vielfalt weiter verfahren will und haben den designierten Ministerpräsidenten Daniel Günther brieflich angefragt, ob die CDU ihrer Kritik nun auch Taten folgen läßt. Über seine Antwort (oder Nichtantwort) wird Sie die Initiative Familien-Schutz selbstverständlich informieren.

Wahlen in Schleswig-Holstein – Familienpolitik im Fokus

Dienstflagge SHAm 07. Mai wählen die Bürger Schleswig-Holsteins ein neues Landesparlament. Während  sich auf Bundesebene Manuela Schwesig für kürzere Erwerbszeiten für Familien stark macht, lockt die CDU-Konkurrenz unter Finanzminister Schäuble mit Steuerentlastungen, explizit auch für berufstätige Eltern. Lediglich Wahlkampfgedöns oder signalisieren die Vorschläge ein immerhin milde gestiegenes Verständnis für die Nöte von Familien? Wir trauen dem Frieden nicht und haben uns daher angeschaut, wieviel von den erfreulichen Vorstößen für Familien auf Länderebene übrig bleibt.

Wahlprogramme auf dem Prüfstand

Wir haben die Programme aller großen Parteien, die sich zur Wahl stellen, ausgewertet und deren Familienbild auf den Prüfstand gestellt. In einer Übersicht haben wir diese als PDF hier für Sie zusammengefaßt. Als bürgergetragenes Bündnis sind die tatsächlichen Sorgen und Probleme von Familien unser wichtigstes Anliegen.

SPD, CDU, Grüne und Linke auf einer Linie

Im Hinblick auf das, was Familie bedeutet, sehen sich SPD, Grüne und Linke wahrscheinlich als besonders progressiv: Familie sei überall dort, „wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen“, salopp ausgedrückt, also überall dort, wo ein Kühlschrank steht. Die Vereinbarkeit von Familien- und Berufsarbeit soll durch den Ausbau von Kitas und Horten verbessert werden. Auch die CDU und FDP sehen in der mangelnden Vereinbarkeit von Familie und Beruf das größte Problem junger Eltern und möchte ihnen mit 24-Stunden-Kitas entgegen kommen. Der SSW ergänzt die Angebote lediglich um die Förderung von Familienferien und Familienbildungsstätten. Im Fokus dieses von den Parteien propagierten Leitbilds steht letztlich das allzeit betreute Kind von der Krippe bis zum Hort, damit Eltern so flexibel wie möglich ihrer Erwerbsarbeit nachgehen können. Familie funktioniert in der Vorstellung dieser Parteien nur, wenn man den ganzen Tag getrennt voneinander lebt.

Nur die AFD schert aus dem gängigen Familienleitbild aus

Geradezu unerhört zum familienpolitischen Einheitsbrei der anderen Parteien nehmen sich die Vorschläge der AFD aus: Hier steht die traditionelle Familie im Zentrum der Politik. Die klassische Familie soll umfassend gefördert werden mit Familiensplitting und einem Willkommensgeld für Neugeborene. Auch die private Erziehungsleistung soll stärkere finanzielle wie ideelle Anreize erhalten.

Fazit

Daß lediglich eine einzige Partei bereit ist, die klassische Ehe und Familie in ihrem Programm zu würdigen, beweist, daß es mit dem Familienschutz in Deutschland nicht weit her ist. Familie läßt sich nach Maßgabe der CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke offensichtlich nur in volkswirtschaftlicher Dimension denken. In der Verbindung mit bezahlter Erwerbsarbeit nämlich. Über 50% der Mütter kleiner Kinder wünschen sich längere Erziehungszeiten zuhause. Das Gros der Parteien interessiert das nicht und betreibt weiterhin Klientelpolitik zugunsten einer weitaus geringeren Zahl von Eltern, die berufstätig sein wollen oder häufig sein müssen. Das Wohl des allzeit fremdbetreuten Kindes fällt dabei unter den Tisch.

Wir, die Initiative für Familien-Schutz, setzen uns für eine ganzheitliche und nachhaltige Familienpolitik ein. Eine Familienpolitik, die nicht von Wirtschaftsverbänden und Soziologen diktiert ist. Bitte helfen Sie uns dabei. Verbreiten Sie unsere Zusammenfassung in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis. Unterstützen Sie uns auch gerne mit einer Spende hier.

Bleibt die Caritas auf Gender-Kurs?

Kuscheln in der KiTa: Verwirrende Signale vom großen katholischen Sozialverband

8517079085_4159682bd3_oIm September hat nun auch der Caritas-Verband des Erzbistums Berlin ein Papier zu Gender und Frühsexualisierung verfasst und online gestellt. Danach sollen sich bereits Kita-Kinder »mit der Vielfalt von Geschlecht« auseinandersetzen (S. 1), zwischen sozialem und biologischem Geschlecht unterscheiden und »mit sexuellen Begriffen explorieren« können (S. 4). Das Ziel: dass sich die Kinder ohne Bezug auf ihre natürliche Geschlechtszugehörigkeit sexuell »entwickeln«. Die Wörter »Liebe«, »Ehe« und »Familie« kennt das Papier nicht; dafür aber »Puppen oder Bilderbücher mit Geschlechtsmerkmalen«. Das sagt alles. Weiterlesen →

Neue Kampagne gestartet: Schluss mit Gender Mainstreaming

cp-kampagneUnsere neue Kampagne auf der Plattform Civil Petition läuft: Schluss mit Gender Mainstreaming. Ziel ist es, so viele Stimmen wie möglich zu einer großen Stimme zu bündeln. Wir werden in den kommenden Wochen bundesweit gezielt verschiedene verantwortliche Politiker in den Landtagen anschreiben, um weiter gegen Gender und für den Erhalt der klassischen Familie zu mobilisieren. Je mehr Bürger unterzeichnen, desto schlagkräftiger werden wir sein.

Die Gendertheorie muss verschwinden. Sie ist ein Lügengebäude, das dem Druck der Wahrheit nicht standhält. Ohne Ehe und Familie gibt es keine Zukunft. Zeichnen Sie jetzt und empfehlen Sie die Kampagne weiter.

Der Hintergrund unserer Kampagne:

Das englische Wort »Gender« meint ein soziales Geschlecht im Unterschied zum biologischen (»sex«). Geschlecht wird als gesellschaftliches »Konstrukt« betrachtet. »Mainstreaming« bedeutet so viel wie »Hauptstrom« (genauer: »hauptströmend«) und soll suggerieren, dass es sich um eine breite gesellschaftliche Bewegung mit einer großen Massenbasis handeln würde. Die Politik bezeichnet das Gender Mainstreaming auch als »Querschnittaufgabe«. Das zeigt, worum es geht: um die klassisch totalitäre Durchsetzung einer neuen Ideologie. Nach Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Bayern beginnen jetzt auch Hessen und Thüringen mit dem Umbau ihrer Lehrpläne zur Sexualerziehung nach Maßgabe des »Gender Mainstreaming«.

Trotz teils massiver Elternproteste greifen die genannten Bundesländer mit »gendergerechten« Neuerungen in die schulische Sexualerziehung und in die Erziehungsrechte der Eltern ein. Im Mittelpunkt steht die beliebige sexuelle Selbstverwirklichung des Individuums. Dazu gehört ausdrücklich die Förderung homosexueller Neigungen durch möglichst frühes »Outing«. Die traditionelle Familienplanung kommt als wertvolles Ziel allenfalls am Rande vor, auf gleicher Stufe neben Alleinerziehenden, Patchworkfamilien und homosexuellen »Eltern«. Diese werden auf- und die die herkömmliche Familie wird abgewertet. In Thüringen sollen nach dem neuen Bildungsplan bereits sechsjährige Kinder in verstörender Weise mit sexuellen Lehrinhalten konfrontiert werden.

Die Gesellschaftstechnik des Gender Mainstreaming basiert auf den universitären »Gender Studies«. Fast 200 solcher Gender-Lehrstühle wurden nach und nach an deutschen Hoch- und Fachhochschulen eingerichtet – während viele andere ehrwürdige Fakultäten geschlossen werden. Die »Gender Studies« wurden um 1975 aus den »Women’s Studies« entwickelt, um das Geschlecht einerseits über das Geschlechterverhältnis (gemeint sind »männliche Zuschreibungen« und »Unterdrückungsmechanismen«) zu definieren und andererseits als ein »Ergebnis von Diskursen«. Die Gender Studies sind eine sektiererische Pseudowissenschaft, deren Thesen »top down«, also von oben »implementiert« werden und am Ende alle gesellschaftlichen Bereiche durchdringen sollen. Anderslautende Erkenntnisse aus Genetik und Verhaltensforschung werden ignoriert.

Die Konzentration auf soziale Zuschreibungen geht soweit, dass die biologische Geschlechtsidentität mitsamt den faktischen Unterschieden zwischen Mann und Freu geleugnet wird. Die Leugnung (»Dekonstruktion«) biologischer und seelischer Unterschiede gipfelt in der Fiktion, dass die geschlechtliche Identität rein subjektiv bestimmt und beliebig frei wählbar wäre (Transsexualität).

Die individuellen und die gesellschaftlichen Auswirkungen des Gender Mainstreaming sind katastrophal, zumal die Massenmedien das Programm nach Kräften unterstützen. »Gender« zerstört gezielt unser gemeinsames Wertefundament und den naturrechtlichen Rahmen der Gesellschaft. »Gender« zerstört die binäre Geschlechterordnung, die Heterosexualität als Norm, die Ehe als Bund von Mann und Frau, die traditionelle Familie und die Unverfügbarkeit des Kindes vor und nach der Geburt.

Für dieses Zerstörungswerk kann es keinen anderen Grund als eine massive Geburtenkontrolle geben, der die westlichen Gesellschaften unterworfen werden sollen. Hinter wohlklingenden Forderungen wie Akzeptanz, Gleichberechtigung, Emanzipation und Gleichstellung sexueller Minderheiten wird ein anmaßendes biopolitisches Ziel versteckt. Keine Gemeinschaft, die eine lebendige Zukunft erstrebt, würde sich freiwillig einer solchen Lehre unterwerfen. Wer die Augen vor diesem »Weltkrieg« (Papst Franziskus) verschließt, hat sich bereits unterworfen.

Zugleich hält Papst Franziskus daran fest, dass die von der Gendertheorie aufgewertete Homosexualität kein Grund sein darf, Schwule oder Lesben herabzusetzen oder zu diskriminieren. Diese Haltung ist richtig und notwendig. Andererseits gibt es für keinen Menschen, sei er homosexuell oder nicht, ein »Recht« auf Ehe und Familie. Der Staat ist nicht dafür verantwortlich, dass offen homosexuell lebende Menschen nicht heiraten und keine Kinder bekommen. Solche Wünsche gehören in die Selbstverantwortung des Einzelnen. Umgekehrt haben Familienmütter und -väter kein kodifiziertes »Recht«, zugleich offen homosexuell zu sein. Wenn sie es sind, obliegt ihnen auch die Lösung der Probleme, die daraus folgen. Solche Unvereinbarkeiten zu beachten, macht nicht unfrei, sondern lebenstüchtig. So zu tun, als sei alles das Gleiche, hat nichts mit Freiheit zu tun.

Im Interesse der Gleichheit werden aber auf Basis der Gendertheorie gleichgeschlechtliche Ehen und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare gefordert. Auch die Forderung nach staatlich bezahlter künstlicher Befruchtung ist nicht mehr fern. Das zeigt: Die Konjunktur der Gendertheorie ist ein ernstes Anzeichen schwindender Verantwortung für die jeweils eigene Lebensführung und einer tiefen Krise der Familie.

Aus der Ferne ist diese Tatsache offenbar besser zu erkennen als hierzulande. Der Außenbeauftrage der Russischen Orthodoxen Kirche, Metropolit Hilarion von Wolokolamsk, schreibt in seinem neuen, bald auf Deutsch erscheinenden Buch mit dem Titel Die Zukunft der Tradition: »Ihren extremsten Ausdruck findet die Krise der Familie in den Versuchen, homosexuelle Verbindungen mit der Ehe gleichzustellen und gleichgeschlechtlichen Paaren das Recht zuzugestehen, Kinder zu adoptieren und zu erziehen. Das Gesetz verwandelt das Kind von einem Rechtssubjekt in ein Rechtsobjekt, in ein Objekt, das jeder besitzen kann. Das ist eine prinzipiell neue Sicht auf das Kind, das nicht mehr ›Frucht der Liebe‹ ist, sondern ein für jedes Paar zugängliches Objekt seiner Bedürfnisbefriedigung. Eine solche Auffassung muss im Hinblick auf die Entwicklung und das seelische Gleichgewicht der Kinder, die von gleichgeschlechtlichen ›Eltern‹ adoptiert werden, zu ernsten Befürchtungen Anlass geben.«

Frühsexualisierung nun auch in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern

160102 Thüringen II

Der thüringische Bildungsplan kennt erstaunlich viele Ziele, die wesentlich wichtiger zu sein scheinen, als dass Kinder und Jugendliche eines Tages selbst glückliche Eltern werden. Foto: flickr.com/OakleyOrignals: Brand New Parents

(al) Das Kultusministerium des Freistaats Thüringen veröffentlichte kurz vor Jahresende seinen neuen Bildungsplan: »Mit dem Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre legen wir ein durchgängiges Bildungskonzept vor, das institutionenübergreifend Bildungsorte und Bildungsansprüche aller Kinder und Jugendlichen bis zum Ende der Schullaufbahn miteinander verbindet«, sagte Thüringens Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Birgit Klaubert. Thüringen habe als erstes Bundesland ein durchgängiges Bildungskonzept bis zum Erreichen der Volljährigkeit. Der Bildungsplan sei kein »Ober-Lehrplan«, sondern beschreibe »Bildungsangebote, die in vielfältigen Bildungssituationen in- und außerhalb von schulischem Unterricht realisiert werden können«. Der neue Bildungsplan Thüringens kann hier eingesehen werden. Weiterlesen →

Auf zur nächsten DEMO FÜR ALLE!

DEMO FÜR ALLE am 19.10.14 in StuttgartFoto: demofueralle / flickr.com / CC BY 2.0 (Ausschnitt)

Unser Protest geht weiter. Denn nur auf der Straße können wir die totale ideologische Beeinflussung unserer Kinder und unserer Gesellschaft noch stoppen! Deswegen: Kommen Sie Alle zur nächsten DEMO FÜR ALLE am 21.6. 14 Uhr nach Stuttgart. Weiterlesen →