Artikel zum Thema: "Demographie "

Abtreibung als Grundrecht?

„Mein Bauch gehört mir!“ – Mein Gehirn vor dem Beischlaf auch?

Ein Recht auf Tötung, das gesucht wird, nachdem die eigene Verantwortung für die Folgen eines Zeugungsvorgangs fahrlässig oder grob fahrlässig ausgeklammert wurde (meist aus Eigennutz), ist ein nicht hinnehmbarer gesellschaftlicher Rückschritt.

von Dr. Albert Wunsch

160514 Wunsch IllusDie Bestrebungen der polnischen Regierung, eine Verschärfung des Abtreibungsverbotes einführen zu wollen, lösen zurzeit heftige Diskussionen – nicht nur in Polen – aus. Und der wortgewaltige US-Präsidentschafts-Bewerber Donald Trump verkündete, dass Frauen in den USA für Abtreibungen bestraft werden sollten. Etwas später meinte sein Wahlkampfteam, die Ärzte sollten bestraft werden, nicht die Frauen, Trump sei falsch verstanden worden. Grund genug, sich unabhängig von den Bestrebungen in Polen oder den USA mit diesem Thema öffentlich auseinander zu setzen.

So greift auch Dagmar Rosenfeld in ihrer Kolumne Frauensache in der Rheinischen Post (RP) vom 6.4.2016 das Thema auf und formuliert: Ein hart erkämpftes Recht der Frauen gerät in Gefahr. Sie konkretisiert ihre Aussage: „Das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper war so etwas wie die Mondlandung der Frauenbewegung. Dieses Recht infrage zu stellen, mag für die Rechtspopulisten nur ein kleiner Schritt sein, für eine gleichberechtigte Gesellschaft aber ist es ein großer Rückschritt.“ Weiterlesen →

Im Teufelskreis staatlicher Maßnahmen

Ministerin Schwesig will künstliche Befruchtung jetzt auch bei unverheirateten Paaren fördern

160114 Kind

Foto: flickr.com/Thomas sauzedde

(al) Gender Mainstreaming bedeutet leider nicht nur »Bildungspläne« und schulische Frühsexualisierung. Deshalb hier ein Ausflug in die assistierte Reproduktion: Familienministerin Schwesig, selbst hochschwanger,  will die künstliche Befruchtung neuerdings auch bei unverheirateten Paaren fördern. Der Kinderwunsch dürfe nicht am Geld scheitern, sagt sie – eine richtige Haltung, aber an der falschen Stelle. Weiterlesen →

Christian Hirte (CDU): Debatte ‚Ehe für alle‘ verfehlt Ziel

Christian HirtePM Christian Hirte (MdB CDU): Der Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Thüringer CDU-Landesvorsitzende Christian Hirte lehnt eine ‚Ehe für alle‘ ab. „Wir haben in den letzten Jahren in vielen Bereichen eine rechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften vollzogen und sind dabei, dies weiter zu tun. Das Verfassungsgericht gibt uns dies gerade im steuerlichen Bereich auf. Aber Ehe ist und bleibt für mich exklusiv die Verbindung von Mann und Frau.“ Weiterlesen →

Die 32-Stunden-Arbeitswoche für gestresste Eltern – eine rhetorische Seifenblase

Foto: Neumann und Rodtmann/ flickr.com/ CC BY-SA 2.0

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat den Vorschlag ihrer Parteikollegin, Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, erneut ins Gespräch gebracht, Eltern kleiner Kinder mit einer zeitweiligen Reduzierung ihrer Arbeitszeit zu entlasten. Scheint auf den ersten Blick vielleicht vernünftig, so Gertrud Martin, Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V., hält einer kritischen Prüfung aber nicht stand. Weiterlesen →

Nichts für Kinder

Foto: Lenneke Veerbeek /flick.com/ CC BY-NC-ND 2.0

Die für 2014 vorgesehene Anpassung des Kindergelds fällt aus. Die Große Koalition aus Union und SPD will diese erst 2016 umsetzen. Die eigenen Diäten wurden jedoch sehr schnell erhöht. Weiterlesen →

Immer mehr Frauen bleiben kinderlos

Immer mehr Frauen in Deutschland bleiben kinderlos. Bereits jede fünfte Frau zwischen 40 und 44 Jahren hat keinen Nachwuchs. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit. Vor allem im Osten Deutschlands steigt der Anteil kinderloser Frauen. Interessant ist in diesem Zusammenhang die hohe Kleinkindbetreuungsdichte im Osten des Landes. Mehr Betreuungseinrichtungen bedeuten eben nicht automatisch mehr Kinder. Weiterlesen →

Studie: Kita-Subvention führt zu weniger Geburten

Staatliche geförderte Kinderbetreuung führt, einer bislang unveröffentlichten Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim zufolge, zu weniger Geburten. Wie die Rheinische Post berichtet, hätte die Modellrechnung der Studie gezeigt, „dass insbesondere Mütter mit bereits einem Kind im Falle einer subventionierten Betreuung zugunsten ihrer Erwerbstätigkeit auf ein zweites Kind verzichten würden.“  Weiterlesen →