Artikel zum Thema: "Familienpolitik "

Die Familienpolitik muß sich grundlegend ändern! Kampagne gegen den politischen Ausverkauf der traditionellen Familie gestartet

elections-450166_1920Die deutsche Familienpolitik ist gescheitert. Zwar hat sie ihr selbsterklärtes Ziel erreicht, die Erwerbsquote von Müttern zu erhöhen. Seit Jahren steigt sie stetig an. Die Geburtenquote hingegen hält sich seit vier Jahrzehnten auf weltweit niedrigstem Niveau. Wie kann das sein? Immerhin können Frauen in diesem Land verhältnismäßig luxuriös leben, was ihre öffentlich geförderte Unterstützung angeht. Es gibt Kitas und Horte zur beruflichen Selbstverwirklichung von Müttern, es gibt ein breites Angebot an Verhütungsmitteln, zu denen inzwischen – entsetzlicherweise – auch Abtreibung gehört, es gibt Frauenquoten. „Rabenmutter“ traut sich eh´ keiner mehr zu sagen.

Erziehungskosten werden privatisiert, die Wertschöpfung solidarisiert

Diese Politik hat Schattenseiten. Denn wenn der Staat soviel mitmischen will in Erziehungsdingen, die ihn eigentlich nichts angehen, leidet die Freiheit seines Souveräns immer als erstes. Großer Nutznießer der sich jahrelang freiwillig und unentgeltlich mühenden Väter und Mütter ist die öffentliche Hand. Sie hat auf Eltern erfolgreich sämtliche Kosten abgewälzt, die Erziehung und Pflege der Nachkommen mit sich bringen. Den daraus erwachsenden Ertrag, im besten Fall ein lückenlos steuerabwerfendes Erwerbsleben des erfolgreich (aus)-gebildeten Kindes, streicht er komplett für sich ein. Der Familienlastenausgleich für die hohen Lebenshaltungskosten von Eltern, wie ihn das Verfassungsgericht einfordert, ist bislang für alle Bundesregierungen verzichtbares Beiwerk gewesen.

Die Regierung gibt den zeitlichen Takt des Familienlebens vor

Verständnis hat unsere fürsorgliche Familienministerin dann doch: Um aus dem harten Elternbrot ein Drei-Gänge-Menü zu machen, empfiehlt Frau Schwesig, möglichst alle Familienmitglieder in der Wirtschaft kellnern gehen zu lassen. Mit doppeltem Gehalt und „outgesourcter“ Erziehungsverantwortung können Eltern heute gut verdienen und dabei unbelastet leben, so als hätten sie kein Kind. Politik und Wirtschaft dürfen anschließend das machen, was sie schon immer machen wollten, nämlich Eltern so behandeln, als wären sie keine bzw. diese bis zum Umfallen erwerbstätig sein lassen. Für Burnout-Betroffene gibt’s das Müttergenesungswerk, das seit Jahren erfreut steigende Bewilligungsquoten für Anträge verzeichnet. Für den sich händereibenden Staat geht diese Rechnung noch auf – spätestens bis zur unausweichlichen Rentenexplosion.

Die institutionalisierte Kindheit beugt das Elternrecht

Die Erziehung ihrer Kinder dürfen die so Befreiten derweil getrost an den wohlmeinenden Staat abtreten. Der nutzt sein neues Einflußpotential in Krippen, Kindergärten und Schulhorten bestmöglich aus: Dort lernen Kinder, daß es für sie viele, sehr viele Entstehungsmöglichkeiten gibt. Auch ihr Geschlecht dürfen sie gerne wie Kleider wechseln, wenn ihnen gerade danach ist. Das ist schick und modern. Schließlich sind ja nicht nur die Farben im Tuschekasten bunt, sondern wir alle, irgendwie. (Um-) Erziehung beginnt nun mal bei den Kleinsten. Der natürliche, von der modernen Medizin völlig unabhängige Zeugungsakt zwischen Mann und Frau, bei der immer noch die meisten Kinder entstehen, empfinden die Verfechter der Gender-Ideologie als geistig-moralische Zumutung, die es mit systematischem Verschweigen abzudrängen gilt. Eltern, die ihr gesetzlich verbrieftes Erziehungsrecht dagegen setzen, werden mit Verweis auf die Teilnahmepflicht am Unterricht aus dem Verkehr gezogen.

Machen Sie mit! Kampagne für einen Richtungswechsel in der Familienpolitik

Seit dem großen Paradigmenwechsel hin zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist die Familienpolitik nach und nach einem Freiheitsentzugsprogramm für Eltern gewichen. Wen wundert es bei dieser Bilanz, daß es für Frauen und Männer hierzulande immer unattraktiver wird, Kinder zu bekommen und sie großzuziehen? Wahrscheinlich nur noch die Experten im Familienministerium. Es ist Zeit, umzukehren. Familien gründen sich nicht, indem immer mehr Geld ins System gepumpt wird. Frauen und Männer entscheiden sich für Kinder, wenn sie Wertschätzung dafür erfahren und wenn die Mitwelt ihnen jede Menge Anschauungsmaterial vom glücklichen Leben mit Kindern bietet. Nur eine Familienpolitik, die das bedenkt und wieder zur echten Interessenvertretung von Eltern und Kinder wird, ist gute Familienpolitik. Ein Umdenken wird jedoch nicht einsetzen, wenn gegen den schleichenden Ausverkauf traditioneller Familienwerte kein entschiedener Widerspruch gesetzt wird. Anläßlich der diesjährlichen Bundestagswahl hat die Initiative für Familien-Schutz deshalb die Kampagne „Für einen Richtungswechsel in der Familienpolitik“ gestartet und fünf Eckpfeiler guter Familienpolitik entwickelt. Als Petition wird das Programm an führende Vertreter der Parteien verschickt. Sie sollen Stellung nehmen, wie sie sich für gute Familienpolitik einsetzen und ob sie bereit sind, unsere Forderungen im Parlament zu vetreten. Je stärker der Protest, umso größer die Wirkung – geben auch Sie Ihre Stimme für gute Familienpolitik! Denn über Zukunft der Familie entscheidet als erster und letzter der Wähler.

Familienpolitik im Fokus der Landtagswahl NRW: Sozialistischer Einheitsbrei mit neokonservativer Sauce

Flagge NRWIm Superwahljahr 2017 ist Nordrhein-Westfalen das dritte und letzte Bundesland, in dem sich am 14. Mai ein neues Parlament konstituieren wird. Vom Wählerverhalten im bevölkerungsreichsten Flächenland der Bundesrepublik geht die stärkste Signalwirkung für die im September anstehende Bundestagswahl aus. Besonders interessant ist es für uns daher zu erfahren, wie sich die einzelnen Parteien familienpolitisch positionieren. Die Initiative Familien-Schutz hat hier die Programme derjenigen Parteien ausgewertet und zusammengefaßt, die laut Umfragen mit hoher Wahrscheinlichkeit in das Landesparlament einziehen werden. Verschicken Sie das PDF an Freunde, Verwandte und Bekannte. Denn: Es liegt in Ihrer und unserer Hand, zu beeinflussen, in welche Richtung sich die Familienpolitik in den kommenden Jahren entwickelt: gegen oder für die Familie. Lesen Sie im Folgenden unseren Kommentar zu den Programmen.

SPD und Grüne sozialistisch vereint

Die geringste Lesearbeit bereiten uns die Wahlaussagen der Sozialdemokraten und Grünen. Ihre Programme sind mit denen ihrer Kollegen im Saarland und Schleswig-Holstein beinahe deckungsgleich. Hat da jemand etwa abgeschrieben? Wir wollen nichts unterstellen; rot-grüngefärbte Ideologen kennen und erkennen sich auch ohne Worte. Besonders, wenn es um die Erziehung der malochenden Landeskinder geht. Für die soll nun wieder eine bessere und immer noch bessere Vereinbarkeit von Erziehungs- und Erwerbsarbeit geschaffen werden. Die sattsam bekannte Lösung sehen die Regierungsparteien im flächendeckenden Angebot von Ganztagsbetreuungsplätzen von der Krippe bis zum Hort. Eltern sollen ihre Kinder flexibel betreuen lassen können, um störungsfrei und unbelastet von den Bedürfnissen ihres Kindes ihrem Beruf frei und möglichst länglich nachzugehen. Dieser nett gemeinte Vorschlag für erwerbstätige Eltern entpuppt sich mittel- bis langfristig jedoch nicht als entlastendes Kümmerangebot der menschenfreundlichen Regierung, sondern als knallharte Erwartung für eine bestimmte Form der Lebensgestaltung. „Nudging“, deutsch: anstupsen“, nennt man dieses aus der Verhaltensökonomie in das Politische übertragene Prinzip staatlicher Gängelei.  Wahlfreiheit für Familien sucht man bei Grünen und Sozialdemokraten denn auch vergebens.

Patchworkdecke unterm Regenbogen – Und welche Familie willst du heute leben?

Bis auf die AFD und CDU liegt die Gleichstellung von „Regenbogenfamilien“ allen Parteien ganz besonders am Herzen. Die Grünen sehen für dieses – gemessen am Anteil der Bunt-Familien an der Gesamtbevölkerung – Promille-Problem gar einen Bedarf für eine eigene „Landeskoordinationsstelle“. Die FDP will unbedingt mitmachen beim Wettbewerb für die schickste Neuumschreibung des drögen Familienbegriffs und fordert, für eingetragene „Verantwortungsgemeinschaften“ ein eigenes Rechtsinstitut zu schaffen.

CDU: Konservativer Durchbruch oder nur Wahlkampf-Luftnummer?

Das familienpolitische Programm der CDU dürfte bei Konservativen immerhin für milde Seufzer sorgen. Tatsächlich findet die christliche Partei ein Stück zurück zu alten Ufern und schreibt von der Ehe als „grundgesetzlich geschützte“ Einheit von Mann und Frau, die die „verlässlichste Grundlage für das Gelingen von Familie“ bildet. Das Grundrauschen von der vermeintlich dringend erforderlichen Ganztagsbetreuung für Kinder hat allerdings auch die Christdemokraten erfaßt. Man möchte es sich offenbar nicht mit den berufstätigen Eltern verscherzen. Paradoxerweise betont die CDU dennoch Wahlfreiheit für Familien. „Wir schreiben niemandem eine bestimmte Lebensweise vor“, heißt es. Ganz am Ende ihres Familienwahlprogramms lobt die CDU sogar in dürren Worten die heimische Betreuungsleistung, die man aktiv unterstützen wolle.

AFD bleibt sich treu: Klassische Familie im Zentrum

Die AFD kann ihren erzkonservativen Nimbus am besten bei ihren familienpolitischen Vorstellungen zelebrieren. Sie betont die Wahlfreiheit bei der Betreuung von Kleinkindern. Alle Familien- und Erziehungsmodelle müssen gleichermaßen gefördert werden, wozu für die AFD auch die Wiedereinführung eines Landeserziehungsgelds bis zum dritten Lebensjahr des Kindes gehört. Diese Familienpolitik soll Anreize geben, wieder mehr Kinder zu gebären und das drohende demographische Problem abzuwenden. Die Kritik an der Erwerbszentriertheit unserer Gesellschaft ist dabei der Stoff, aus dem ungeahnte Einhelligkeit entsteht: Sowohl AFD wie Linke werben für politische Maßnahmen, die helfen sollen, erwerbstätigen Bürgern mehr freie Zeit für ihre Familie zu geben.

Fazit: SPD und Grüne können mit ihrer einseitigen Subventionspolitik für erwerbstätige Eltern kaum punkten. Deren Familienpolitik zielt letztlich darauf ab, möglichst alle Eltern in den Vollzeiterwerb zu drängen und die Wahlfreiheit zwischen Familien- und Berufsarbeit auf ein Minimum zu beschneiden. Als erfreulich hingegen ist der neo-konservative Vorstoß der CDU zu werten, die es immerhin geschafft hat, das mehrheitlich gelebte traditionelle Familienmodell in ihrem Programm angemessen zu würdigen. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese neue alte christdemokratische Position lediglich der Feindwitterung von Richtung rechtsaußen verdankt. Für FDP und Linke ist die Mutter-Vater-Kind-Beziehung, die bis heute das Fundament  eines jeden Staates bildet, nicht einmal eine Erwähnung wert.  Man konzentriert sich im Wahlprogramm auf die Bearbeitung familienpolitischer Einzelfragen wie beispielsweise „Ehe für alle“ und „sexuelle Vielfalt“ in den Bildungsplänen.

Wahlen in Schleswig-Holstein – Familienpolitik im Fokus

Dienstflagge SHAm 07. Mai wählen die Bürger Schleswig-Holsteins ein neues Landesparlament. Während  sich auf Bundesebene Manuela Schwesig für kürzere Erwerbszeiten für Familien stark macht, lockt die CDU-Konkurrenz unter Finanzminister Schäuble mit Steuerentlastungen, explizit auch für berufstätige Eltern. Lediglich Wahlkampfgedöns oder signalisieren die Vorschläge ein immerhin milde gestiegenes Verständnis für die Nöte von Familien? Wir trauen dem Frieden nicht und haben uns daher angeschaut, wieviel von den erfreulichen Vorstößen für Familien auf Länderebene übrig bleibt.

Wahlprogramme auf dem Prüfstand

Wir haben die Programme aller großen Parteien, die sich zur Wahl stellen, ausgewertet und deren Familienbild auf den Prüfstand gestellt. In einer Übersicht haben wir diese als PDF hier für Sie zusammengefaßt. Als bürgergetragenes Bündnis sind die tatsächlichen Sorgen und Probleme von Familien unser wichtigstes Anliegen.

SPD, CDU, Grüne und Linke auf einer Linie

Im Hinblick auf das, was Familie bedeutet, sehen sich SPD, Grüne und Linke wahrscheinlich als besonders progressiv: Familie sei überall dort, „wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen“, salopp ausgedrückt, also überall dort, wo ein Kühlschrank steht. Die Vereinbarkeit von Familien- und Berufsarbeit soll durch den Ausbau von Kitas und Horten verbessert werden. Auch die CDU und FDP sehen in der mangelnden Vereinbarkeit von Familie und Beruf das größte Problem junger Eltern und möchte ihnen mit 24-Stunden-Kitas entgegen kommen. Der SSW ergänzt die Angebote lediglich um die Förderung von Familienferien und Familienbildungsstätten. Im Fokus dieses von den Parteien propagierten Leitbilds steht letztlich das allzeit betreute Kind von der Krippe bis zum Hort, damit Eltern so flexibel wie möglich ihrer Erwerbsarbeit nachgehen können. Familie funktioniert in der Vorstellung dieser Parteien nur, wenn man den ganzen Tag getrennt voneinander lebt.

Nur die AFD schert aus dem gängigen Familienleitbild aus

Geradezu unerhört zum familienpolitischen Einheitsbrei der anderen Parteien nehmen sich die Vorschläge der AFD aus: Hier steht die traditionelle Familie im Zentrum der Politik. Die klassische Familie soll umfassend gefördert werden mit Familiensplitting und einem Willkommensgeld für Neugeborene. Auch die private Erziehungsleistung soll stärkere finanzielle wie ideelle Anreize erhalten.

Fazit

Daß lediglich eine einzige Partei bereit ist, die klassische Ehe und Familie in ihrem Programm zu würdigen, beweist, daß es mit dem Familienschutz in Deutschland nicht weit her ist. Familie läßt sich nach Maßgabe der CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke offensichtlich nur in volkswirtschaftlicher Dimension denken. In der Verbindung mit bezahlter Erwerbsarbeit nämlich. Über 50% der Mütter kleiner Kinder wünschen sich längere Erziehungszeiten zuhause. Das Gros der Parteien interessiert das nicht und betreibt weiterhin Klientelpolitik zugunsten einer weitaus geringeren Zahl von Eltern, die berufstätig sein wollen oder häufig sein müssen. Das Wohl des allzeit fremdbetreuten Kindes fällt dabei unter den Tisch.

Wir, die Initiative für Familien-Schutz, setzen uns für eine ganzheitliche und nachhaltige Familienpolitik ein. Eine Familienpolitik, die nicht von Wirtschaftsverbänden und Soziologen diktiert ist. Bitte helfen Sie uns dabei. Verbreiten Sie unsere Zusammenfassung in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis. Unterstützen Sie uns auch gerne mit einer Spende hier.

Familienpolitik im Wahlkampf: Klassische Familie hat nur wenige Fürsprecher

saarlandfahneAm Sonntag läuten die Landtagswahlen im Saarland das Super-Wahljahr 2017 ein. Danach folgen die Wahlen in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und die Bundestagswahlen. Die Flüchtlingskrise und der Schulz-Effekt überlagern fast alle anderen Themen. Da droht die Gefahr, dass das Thema Familie aus dem Blickpunkt gerät, obwohl es das zentrale Zukunftsthema ist. So mancher Politiker hofft, linke ideologische Familienpolitik unbemerkt vom Bürger in die Parlamente und die Regierungsarbeit tragen zu können. Deshalb hat sich die Initiative Familien-Schutz für das Wahljahr 2017 das Ziel gesetzt, die Programme auszuwerten und die Bürger über die familienpolitischen Positionen zu unterrichten und den Familien eine starke Stimme zu geben.

Wir haben die familienpolitischen Positionen der Parteien im Saarland ausgewertet

Weil die Medien nicht darüber berichten, wissen die Bürger oft gar nicht, wofür die Parteien familienpolitisch stehen. Deshalb haben wir für Sie die Landtagswahlprogramme der Parteien zur Saarlandwahl ausgewertet. Die Bürger sollen noch vor der Wahl informiert sein, welches Familienbild CDU, SPD, Linke, AfD, Grüne und FDP vertreten. Wir sind alle Programme durchgegangen und haben für Sie die zentralen Aussagen zusammengestellt. Diese Übersicht zum Lesen, Versenden und Verteilen finden Sie hier. Demokratie setzt den mündigen und informierten Bürger voraus. Der Familienschutz wird für 2017 seine Aufgabe als Bürgerbewegung erfüllen, die Basis über die politischen Ziele der Parteien zu informieren. Wir werden Politiker befragen und Parteiprogramme auswählen. Und wir werden der Stimme der Basis mit vielen Aktionen Gehör verschaffen.

CDU, SPD, Linke und Grüne wollen Patchwork- und „Regenbogenfamilien“ mit klassischer Ehe gleichstellen.

Das Ergebnis der Ausweitung der Wahlprogramme im Saarland lässt sich so zusammenfassen: Die saarländische CDU betont in ihrem Wahlprogramm, dass für sie neben der traditionellen Familie auch alle anderen auf Dauer angelegten Lebensformen wie Patchwork-Familien, eingetragene Lebenspartnerschaften und Regenbogenfamilien unter den Begriff Familie fallen. Diese Auffassung teilt sie mit der SPD, Grünen und Linke, die in ihren Wahlprogrammen auch deutlich machen, dass Familie für sie da ist, wo „Menschen füreinander Verantwortung übernehmen“. Die FDP macht in ihrem Wahlprogramm keine explizite Aussage dazu, was sie unter Familie versteht, will aber den doppelten Vollverdiener-Haushalt mit Kindertagesstätten fördern. Die AfD betont in ihrem Programm, dass sie Lebenspartnerschaften und klassische Ehe nicht gleichstellen möchte.

Die Haltung der CDU zur klassischen Ehe ist enttäuschend

Obwohl die übergroße Mehrheit der Kinder in Deutschland immer noch in klassischen Ehen aus Mann und Frau geboren werden, hat diese in der Politik im Saarland offensichtlich nur noch wenige Fürsprecher. Dass die saarländische CDU unter der gläubigen Katholikin Annegret Kramp-Karrenbauer dieselbe Gleichstellung der klassischen Ehe mit allen anderen Lebensmodellen wie die SPD, die Linke, und die Grünen verfolgt, ist für viele bürgerliche Wähler eine große Enttäuschung. Auch die FDP als liberale Partei muss sich fragen lassen, wie liberal es ist, die Verantwortung für die Kinder praktisch 24 Stunden am Tag an eine staatliche Einrichtung abzugeben, wie in ihrem Wahlprogramm gefordert.

Die klassische Ehe braucht nicht nur im Saarland mehr Fürsprecher

Es wäre zu wünschen, dass alle Parteien, oder doch wenigstens alle bürgerlichen Parteien sich gemeinsam hinter die klassische Ehe und Familien stellen. Dass die AfD im Saarland praktisch die einzige Partei ist, die der klassischen Ehe deutlichen Vorrang vor allen anderen Lebensformen einräumt, zeigt, wie schwach das Verständnis für bürgerliche Werte in den zwei anderen bürgerlichen Parteien inzwischen entwickelt ist. Es ist zu wünschen, dass auch CDU und FDP sich auf das Fundament der bürgerlichen Gesellschaft, die klassische Familie, besinnen, damit es in Zukunft für ihre Förderung und ihren Schutz nicht nur im Saarland wieder parlamentarische Mehrheiten gibt. Die klassische Familie ist und bleibt das Fundament unserer Kultur und unseres Zusammenlebens.

Daher: Lesen Sie die zentralen Aussagen der Parteien im Saarland zur Familienpolitik in einer Zusammenstellung hier, damit Sie mit Ihrer Stimme ein Zeichen für die Zukunft setzen. Verbreiten Sie die Zusammenstellung in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.

Die Initiative Familien-Schutz wird auch vor den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Westfalen und vor der Bundestagswahl die familienpolitischen Aussagen der Parteien genau auswerten und Ihnen mitteilen. Der Familienschutz muss endlich wieder ein zentraler Punkt in der Politik werden. Dafür machen wir uns stark. Machen Sie mit und empfehlen Sie uns auch gerne Ihrem Verwandten- und Freundeskreis und unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende hier.

Neue Kampagne: Für eine familienfreundliche Steuerpolitik

CP Brutto NettoAuf der Seite Civil Petition haben wir eine neue Kampagne gestartet: Für eine familienfreundliche Steuerpolitik.  Bitte zeichnen Sie die Petition hier und unterstützen Sie dieses wichtige Anliegen.

»Wie fordern Sie auf, Familien finanziell gleichzustellen. Eltern sichern die Zukunft des Staates und seiner Sozialsysteme. Diese Leistung wird bis heute unzureichend anerkannt. Solange Eltern und kinderlose Paare annähernd gleich stark belastet werden, sind Familien benachteiligt. Die Gerechtigkeit gebietet, dass sie bei Steuern und Abgaben weniger belastet werden als kinderlose Paare. Kinderlose Paare sind im Alter besser versorgt als Eltern. Denn bis heute werden Erziehungszeiten bei der Rente nicht angemessen berücksichtigt. Die Gefahr der Altersarmut insbesondere bei Frauen rührt nicht daher, dass sie zu wenig arbeiten, sondern dass ihre Familienarbeit finanziell nicht anerkannt wird. Der Staat braucht den Familien nichts zu geben. Es reicht völlig aus, wenn er ihnen von ihrem Einkommen mehr übriglässt. Die Familie muss wieder finanziell atmen können. Früher förderte der Bedarf an Altersvorsorge den Kinderwunsch; heute behindert er ihn. Der Staat darf nicht länger den Generationenvertrag brechen. Wir fordern Sie auf, die Bundesverfassungsge-richtsurteile zur finanziellen Gelichstellung der Familie von 1992 (»Trümmerfrauenurteil«) und 2002 (»Pflegeversicherungsurteil«) endlich umzusetzen. Familien brauchen mehr Netto vom Brutto. Deutlich mehr.«

Thema Rente: die Familien sind die »Dummen«

Wie der Staat den Generationenvertrag bricht

8248857207_781f0f6414_oImmer öfter ist von »Kinderarmut« die Rede, zuletzt bei den Grünen. Das macht betroffen. Aber nicht Kinder werden ärmer (denn sie sind gar nicht geschäftsfähig), sondern ihre Eltern. Wer von armen Kindern redet, entreißt sie im Geiste ihren Familien, damit der Staat sie an sich reißt. Das ist »isolierende Familienmitgliederpolitik« statt Familienpolitik. Wir sind dagegen, dass der Staat nach bedürftigen Kindern greift. Wir sind dafür, dass Familien für sich selbst sorgen können. Dazu brauchen sie mehr Geld. Viel mehr! Geld, das der Staat ihnen überall wegnimmt. In der vergangenen Woche haben wir auf die erdrückende Steuerbelastung von Familien hingewiesen. Heute wenden wir uns dem familienfeindlichen Rentensystem zu. Weiterlesen →

Mehr Netto vom Brutto

Familienfeindliche Steuer- und Finanzpolitik: unser Jahresthema 2017

4509604157_9d0504df01_oSie kennen doch diese teuren Wohnaccessoires von zweifelhafter Qualität, die niemand wirklich braucht. »Gehobenen Nichtbedarf« nennt man das. Auch Familienpolitik in Deutschland ist so ein »gehobener Nichtbedarf«. Was von der Firma Schwesig & Co. angeboten wird, braucht man einfach nicht. Vor allem nicht die finanziellen »Leistungen«. Das bisschen Geld nämlich, das uns der Staat im Rahmen seiner unzähligen familienpolitischen Maßnahmen in die eine Tasche hineinsteckt, zieht er uns mehrfach aus der anderen wieder heraus: Die Familie und das Geld – das wird unser Jahresthema 2017. Weiterlesen →

Vater, Mutter, Kind

Europäische Bürgerinitiative erfolgreich beenden

5771155434_a96e8530f5_oMitte April 2016 begann die von der EU-Kommission genehmigte Europäische Bürgerinitiative (EBI) »Mum, Dad & Kids« zum Schutz von Ehe und Familie, Unterschriften zu sammeln. Ehe und Familie fallen zwar in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten. Erstens gehen dort aber die Vorstellungen von Ehe und Familie immer weiter auseinander und zweitens nimmt auch die EU immer mehr Einfluss auf diese Themenfelder, sodass es zu immer größeren Spannungen kommt. Angesichts der ständigen Debatten auf Europaebene über Antidiskriminierungsgesetze, Genderpolitik, die »Ehe für alle« oder das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ist es dringend nötig, die Definition der Ehe als einer Verbindung von Mann und Frau und die Ableitung der Familie von der Ehe im EU-Gemeinschaftsrecht zu verankern. Weiterlesen →

»Selbstverständlich Familie«

Der neue Flyer ist da. Jetzt bestellen!

Nach dem großartigen Erfolg unseres letzten Flyers gegen Frühsexualisierung und Gender Mainstreaming geht es nun in die nächste Runde. Mit unserem neuen Faltblatt gegen die Zerstörung der Familie warnen wir nicht nur vor den Gefahren, denen sie ausgesetzt ist. Wir stellen diesen Gefahren auch das Positive gegenüber: »Familie ist weder ›rechts‹ noch ›links‹. Familie ist Leben.« Bestellen Sie ab sofort hier den neuen Flyer »Selbstverständlich Familie« und verteilen sie ihn bitte nach Kräften an Freunde, Verwandte und Kollegen. Eine inhaltsidentische Variante als PDF zum Ausdrucken finden Sie hier.

Über 350.000 Exemplare haben wir von unserem letzten Faltblatt verschickt. Wir haben unser eigenes Ziel weit übertroffen. Das zeigt, wie groß der Bedarf an Aufklärungsmaterial ist. Täglich muss die Familie gegen Angriffe verteidigt werden. Die gegnerische Propaganda braucht energischen Widerspruch. Gender und Frühsexualisierung sind besonders aggressive Formen der Familienfeindlichkeit. Gefährlich ist aber auch das übertriebene, lebensfremde Gleichheitsdenken, dass der Gender-Ideologie zugrundeliegt. Weiterlesen →

Neue Kampagne gestartet: Schluss mit Gender Mainstreaming

cp-kampagneUnsere neue Kampagne auf der Plattform Civil Petition läuft: Schluss mit Gender Mainstreaming. Ziel ist es, so viele Stimmen wie möglich zu einer großen Stimme zu bündeln. Wir werden in den kommenden Wochen bundesweit gezielt verschiedene verantwortliche Politiker in den Landtagen anschreiben, um weiter gegen Gender und für den Erhalt der klassischen Familie zu mobilisieren. Je mehr Bürger unterzeichnen, desto schlagkräftiger werden wir sein.

Die Gendertheorie muss verschwinden. Sie ist ein Lügengebäude, das dem Druck der Wahrheit nicht standhält. Ohne Ehe und Familie gibt es keine Zukunft. Zeichnen Sie jetzt und empfehlen Sie die Kampagne weiter.

Der Hintergrund unserer Kampagne:

Das englische Wort »Gender« meint ein soziales Geschlecht im Unterschied zum biologischen (»sex«). Geschlecht wird als gesellschaftliches »Konstrukt« betrachtet. »Mainstreaming« bedeutet so viel wie »Hauptstrom« (genauer: »hauptströmend«) und soll suggerieren, dass es sich um eine breite gesellschaftliche Bewegung mit einer großen Massenbasis handeln würde. Die Politik bezeichnet das Gender Mainstreaming auch als »Querschnittaufgabe«. Das zeigt, worum es geht: um die klassisch totalitäre Durchsetzung einer neuen Ideologie. Nach Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Bayern beginnen jetzt auch Hessen und Thüringen mit dem Umbau ihrer Lehrpläne zur Sexualerziehung nach Maßgabe des »Gender Mainstreaming«.

Trotz teils massiver Elternproteste greifen die genannten Bundesländer mit »gendergerechten« Neuerungen in die schulische Sexualerziehung und in die Erziehungsrechte der Eltern ein. Im Mittelpunkt steht die beliebige sexuelle Selbstverwirklichung des Individuums. Dazu gehört ausdrücklich die Förderung homosexueller Neigungen durch möglichst frühes »Outing«. Die traditionelle Familienplanung kommt als wertvolles Ziel allenfalls am Rande vor, auf gleicher Stufe neben Alleinerziehenden, Patchworkfamilien und homosexuellen »Eltern«. Diese werden auf- und die die herkömmliche Familie wird abgewertet. In Thüringen sollen nach dem neuen Bildungsplan bereits sechsjährige Kinder in verstörender Weise mit sexuellen Lehrinhalten konfrontiert werden.

Die Gesellschaftstechnik des Gender Mainstreaming basiert auf den universitären »Gender Studies«. Fast 200 solcher Gender-Lehrstühle wurden nach und nach an deutschen Hoch- und Fachhochschulen eingerichtet – während viele andere ehrwürdige Fakultäten geschlossen werden. Die »Gender Studies« wurden um 1975 aus den »Women’s Studies« entwickelt, um das Geschlecht einerseits über das Geschlechterverhältnis (gemeint sind »männliche Zuschreibungen« und »Unterdrückungsmechanismen«) zu definieren und andererseits als ein »Ergebnis von Diskursen«. Die Gender Studies sind eine sektiererische Pseudowissenschaft, deren Thesen »top down«, also von oben »implementiert« werden und am Ende alle gesellschaftlichen Bereiche durchdringen sollen. Anderslautende Erkenntnisse aus Genetik und Verhaltensforschung werden ignoriert.

Die Konzentration auf soziale Zuschreibungen geht soweit, dass die biologische Geschlechtsidentität mitsamt den faktischen Unterschieden zwischen Mann und Freu geleugnet wird. Die Leugnung (»Dekonstruktion«) biologischer und seelischer Unterschiede gipfelt in der Fiktion, dass die geschlechtliche Identität rein subjektiv bestimmt und beliebig frei wählbar wäre (Transsexualität).

Die individuellen und die gesellschaftlichen Auswirkungen des Gender Mainstreaming sind katastrophal, zumal die Massenmedien das Programm nach Kräften unterstützen. »Gender« zerstört gezielt unser gemeinsames Wertefundament und den naturrechtlichen Rahmen der Gesellschaft. »Gender« zerstört die binäre Geschlechterordnung, die Heterosexualität als Norm, die Ehe als Bund von Mann und Frau, die traditionelle Familie und die Unverfügbarkeit des Kindes vor und nach der Geburt.

Für dieses Zerstörungswerk kann es keinen anderen Grund als eine massive Geburtenkontrolle geben, der die westlichen Gesellschaften unterworfen werden sollen. Hinter wohlklingenden Forderungen wie Akzeptanz, Gleichberechtigung, Emanzipation und Gleichstellung sexueller Minderheiten wird ein anmaßendes biopolitisches Ziel versteckt. Keine Gemeinschaft, die eine lebendige Zukunft erstrebt, würde sich freiwillig einer solchen Lehre unterwerfen. Wer die Augen vor diesem »Weltkrieg« (Papst Franziskus) verschließt, hat sich bereits unterworfen.

Zugleich hält Papst Franziskus daran fest, dass die von der Gendertheorie aufgewertete Homosexualität kein Grund sein darf, Schwule oder Lesben herabzusetzen oder zu diskriminieren. Diese Haltung ist richtig und notwendig. Andererseits gibt es für keinen Menschen, sei er homosexuell oder nicht, ein »Recht« auf Ehe und Familie. Der Staat ist nicht dafür verantwortlich, dass offen homosexuell lebende Menschen nicht heiraten und keine Kinder bekommen. Solche Wünsche gehören in die Selbstverantwortung des Einzelnen. Umgekehrt haben Familienmütter und -väter kein kodifiziertes »Recht«, zugleich offen homosexuell zu sein. Wenn sie es sind, obliegt ihnen auch die Lösung der Probleme, die daraus folgen. Solche Unvereinbarkeiten zu beachten, macht nicht unfrei, sondern lebenstüchtig. So zu tun, als sei alles das Gleiche, hat nichts mit Freiheit zu tun.

Im Interesse der Gleichheit werden aber auf Basis der Gendertheorie gleichgeschlechtliche Ehen und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare gefordert. Auch die Forderung nach staatlich bezahlter künstlicher Befruchtung ist nicht mehr fern. Das zeigt: Die Konjunktur der Gendertheorie ist ein ernstes Anzeichen schwindender Verantwortung für die jeweils eigene Lebensführung und einer tiefen Krise der Familie.

Aus der Ferne ist diese Tatsache offenbar besser zu erkennen als hierzulande. Der Außenbeauftrage der Russischen Orthodoxen Kirche, Metropolit Hilarion von Wolokolamsk, schreibt in seinem neuen, bald auf Deutsch erscheinenden Buch mit dem Titel Die Zukunft der Tradition: »Ihren extremsten Ausdruck findet die Krise der Familie in den Versuchen, homosexuelle Verbindungen mit der Ehe gleichzustellen und gleichgeschlechtlichen Paaren das Recht zuzugestehen, Kinder zu adoptieren und zu erziehen. Das Gesetz verwandelt das Kind von einem Rechtssubjekt in ein Rechtsobjekt, in ein Objekt, das jeder besitzen kann. Das ist eine prinzipiell neue Sicht auf das Kind, das nicht mehr ›Frucht der Liebe‹ ist, sondern ein für jedes Paar zugängliches Objekt seiner Bedürfnisbefriedigung. Eine solche Auffassung muss im Hinblick auf die Entwicklung und das seelische Gleichgewicht der Kinder, die von gleichgeschlechtlichen ›Eltern‹ adoptiert werden, zu ernsten Befürchtungen Anlass geben.«