Artikel zum Thema: "Gegenspieler der Familien "

Familienpolitik im Wahlkampf: Klassische Familie hat nur wenige Fürsprecher

saarlandfahneAm Sonntag läuten die Landtagswahlen im Saarland das Super-Wahljahr 2017 ein. Danach folgen die Wahlen in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und die Bundestagswahlen. Die Flüchtlingskrise und der Schulz-Effekt überlagern fast alle anderen Themen. Da droht die Gefahr, dass das Thema Familie aus dem Blickpunkt gerät, obwohl es das zentrale Zukunftsthema ist. So mancher Politiker hofft, linke ideologische Familienpolitik unbemerkt vom Bürger in die Parlamente und die Regierungsarbeit tragen zu können. Deshalb hat sich die Initiative Familien-Schutz für das Wahljahr 2017 das Ziel gesetzt, die Programme auszuwerten und die Bürger über die familienpolitischen Positionen zu unterrichten und den Familien eine starke Stimme zu geben.

Wir haben die familienpolitischen Positionen der Parteien im Saarland ausgewertet

Weil die Medien nicht darüber berichten, wissen die Bürger oft gar nicht, wofür die Parteien familienpolitisch stehen. Deshalb haben wir für Sie die Landtagswahlprogramme der Parteien zur Saarlandwahl ausgewertet. Die Bürger sollen noch vor der Wahl informiert sein, welches Familienbild CDU, SPD, Linke, AfD, Grüne und FDP vertreten. Wir sind alle Programme durchgegangen und haben für Sie die zentralen Aussagen zusammengestellt. Diese Übersicht zum Lesen, Versenden und Verteilen finden Sie hier. Demokratie setzt den mündigen und informierten Bürger voraus. Der Familienschutz wird für 2017 seine Aufgabe als Bürgerbewegung erfüllen, die Basis über die politischen Ziele der Parteien zu informieren. Wir werden Politiker befragen und Parteiprogramme auswählen. Und wir werden der Stimme der Basis mit vielen Aktionen Gehör verschaffen.

CDU, SPD, Linke und Grüne wollen Patchwork- und „Regenbogenfamilien“ mit klassischer Ehe gleichstellen.

Das Ergebnis der Ausweitung der Wahlprogramme im Saarland lässt sich so zusammenfassen: Die saarländische CDU betont in ihrem Wahlprogramm, dass für sie neben der traditionellen Familie auch alle anderen auf Dauer angelegten Lebensformen wie Patchwork-Familien, eingetragene Lebenspartnerschaften und Regenbogenfamilien unter den Begriff Familie fallen. Diese Auffassung teilt sie mit der SPD, Grünen und Linke, die in ihren Wahlprogrammen auch deutlich machen, dass Familie für sie da ist, wo „Menschen füreinander Verantwortung übernehmen“. Die FDP macht in ihrem Wahlprogramm keine explizite Aussage dazu, was sie unter Familie versteht, will aber den doppelten Vollverdiener-Haushalt mit Kindertagesstätten fördern. Die AfD betont in ihrem Programm, dass sie Lebenspartnerschaften und klassische Ehe nicht gleichstellen möchte.

Die Haltung der CDU zur klassischen Ehe ist enttäuschend

Obwohl die übergroße Mehrheit der Kinder in Deutschland immer noch in klassischen Ehen aus Mann und Frau geboren werden, hat diese in der Politik im Saarland offensichtlich nur noch wenige Fürsprecher. Dass die saarländische CDU unter der gläubigen Katholikin Annegret Kramp-Karrenbauer dieselbe Gleichstellung der klassischen Ehe mit allen anderen Lebensmodellen wie die SPD, die Linke, und die Grünen verfolgt, ist für viele bürgerliche Wähler eine große Enttäuschung. Auch die FDP als liberale Partei muss sich fragen lassen, wie liberal es ist, die Verantwortung für die Kinder praktisch 24 Stunden am Tag an eine staatliche Einrichtung abzugeben, wie in ihrem Wahlprogramm gefordert.

Die klassische Ehe braucht nicht nur im Saarland mehr Fürsprecher

Es wäre zu wünschen, dass alle Parteien, oder doch wenigstens alle bürgerlichen Parteien sich gemeinsam hinter die klassische Ehe und Familien stellen. Dass die AfD im Saarland praktisch die einzige Partei ist, die der klassischen Ehe deutlichen Vorrang vor allen anderen Lebensformen einräumt, zeigt, wie schwach das Verständnis für bürgerliche Werte in den zwei anderen bürgerlichen Parteien inzwischen entwickelt ist. Es ist zu wünschen, dass auch CDU und FDP sich auf das Fundament der bürgerlichen Gesellschaft, die klassische Familie, besinnen, damit es in Zukunft für ihre Förderung und ihren Schutz nicht nur im Saarland wieder parlamentarische Mehrheiten gibt. Die klassische Familie ist und bleibt das Fundament unserer Kultur und unseres Zusammenlebens.

Daher: Lesen Sie die zentralen Aussagen der Parteien im Saarland zur Familienpolitik in einer Zusammenstellung hier, damit Sie mit Ihrer Stimme ein Zeichen für die Zukunft setzen. Verbreiten Sie die Zusammenstellung in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.

Die Initiative Familien-Schutz wird auch vor den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Westfalen und vor der Bundestagswahl die familienpolitischen Aussagen der Parteien genau auswerten und Ihnen mitteilen. Der Familienschutz muss endlich wieder ein zentraler Punkt in der Politik werden. Dafür machen wir uns stark. Machen Sie mit und empfehlen Sie uns auch gerne Ihrem Verwandten- und Freundeskreis und unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende hier.

Thema Rente: die Familien sind die »Dummen«

Wie der Staat den Generationenvertrag bricht

8248857207_781f0f6414_oImmer öfter ist von »Kinderarmut« die Rede, zuletzt bei den Grünen. Das macht betroffen. Aber nicht Kinder werden ärmer (denn sie sind gar nicht geschäftsfähig), sondern ihre Eltern. Wer von armen Kindern redet, entreißt sie im Geiste ihren Familien, damit der Staat sie an sich reißt. Das ist »isolierende Familienmitgliederpolitik« statt Familienpolitik. Wir sind dagegen, dass der Staat nach bedürftigen Kindern greift. Wir sind dafür, dass Familien für sich selbst sorgen können. Dazu brauchen sie mehr Geld. Viel mehr! Geld, das der Staat ihnen überall wegnimmt. In der vergangenen Woche haben wir auf die erdrückende Steuerbelastung von Familien hingewiesen. Heute wenden wir uns dem familienfeindlichen Rentensystem zu. Weiterlesen →

Mehr Netto vom Brutto

Familienfeindliche Steuer- und Finanzpolitik: unser Jahresthema 2017

4509604157_9d0504df01_oSie kennen doch diese teuren Wohnaccessoires von zweifelhafter Qualität, die niemand wirklich braucht. »Gehobenen Nichtbedarf« nennt man das. Auch Familienpolitik in Deutschland ist so ein »gehobener Nichtbedarf«. Was von der Firma Schwesig & Co. angeboten wird, braucht man einfach nicht. Vor allem nicht die finanziellen »Leistungen«. Das bisschen Geld nämlich, das uns der Staat im Rahmen seiner unzähligen familienpolitischen Maßnahmen in die eine Tasche hineinsteckt, zieht er uns mehrfach aus der anderen wieder heraus: Die Familie und das Geld – das wird unser Jahresthema 2017. Weiterlesen →

Bleibt die Caritas auf Gender-Kurs?

Kuscheln in der KiTa: Verwirrende Signale vom großen katholischen Sozialverband

8517079085_4159682bd3_oIm September hat nun auch der Caritas-Verband des Erzbistums Berlin ein Papier zu Gender und Frühsexualisierung verfasst und online gestellt. Danach sollen sich bereits Kita-Kinder »mit der Vielfalt von Geschlecht« auseinandersetzen (S. 1), zwischen sozialem und biologischem Geschlecht unterscheiden und »mit sexuellen Begriffen explorieren« können (S. 4). Das Ziel: dass sich die Kinder ohne Bezug auf ihre natürliche Geschlechtszugehörigkeit sexuell »entwickeln«. Die Wörter »Liebe«, »Ehe« und »Familie« kennt das Papier nicht; dafür aber »Puppen oder Bilderbücher mit Geschlechtsmerkmalen«. Das sagt alles. Weiterlesen →

»Selbstverständlich Familie«

Der neue Flyer ist da. Jetzt bestellen!

Nach dem großartigen Erfolg unseres letzten Flyers gegen Frühsexualisierung und Gender Mainstreaming geht es nun in die nächste Runde. Mit unserem neuen Faltblatt gegen die Zerstörung der Familie warnen wir nicht nur vor den Gefahren, denen sie ausgesetzt ist. Wir stellen diesen Gefahren auch das Positive gegenüber: »Familie ist weder ›rechts‹ noch ›links‹. Familie ist Leben.« Bestellen Sie ab sofort hier den neuen Flyer »Selbstverständlich Familie« und verteilen sie ihn bitte nach Kräften an Freunde, Verwandte und Kollegen. Eine inhaltsidentische Variante als PDF zum Ausdrucken finden Sie hier.

Über 350.000 Exemplare haben wir von unserem letzten Faltblatt verschickt. Wir haben unser eigenes Ziel weit übertroffen. Das zeigt, wie groß der Bedarf an Aufklärungsmaterial ist. Täglich muss die Familie gegen Angriffe verteidigt werden. Die gegnerische Propaganda braucht energischen Widerspruch. Gender und Frühsexualisierung sind besonders aggressive Formen der Familienfeindlichkeit. Gefährlich ist aber auch das übertriebene, lebensfremde Gleichheitsdenken, dass der Gender-Ideologie zugrundeliegt. Weiterlesen →

Grüne Elternvermehrung

Deutschland bekommt immer weniger Kinder, dafür aber immer mehr Eltern

beck-1Volker Beck kann es nicht lassen. Die »neuen« Lebensverhältnisse brauchen seine hartnäckige Fürsorge. Denn ohne Forderungen und Regelungen geht in Deutschland bekanntlich gar nichts. Zusammen mit Katja Dörner fordert Beck eine Änderung des Familienrechts, damit sog. »soziale Eltern« mehr Rechte und Pflichten übernehmen können – unabhängig vom Trauschein. Zusätzlich zu den leiblichen Eltern sollen zwei weitere Erwachsene auf Wunsch »elterliche Mitverantwortung« erhalten.

Konkret geht es um die neuen Lebensgefährten von Geschiedenen sowie um die gleichgeschlechtlichen Lebensgefährten von Schwulen und Lesben, die ein Kind miteinander gezeugt haben. Den sozialen Eltern sollen Ansprüche auf Kindergeld, Freibeträge und Elterngeld entstehen, ohne dass die Kinder später für sie sorgen müssten. Da meldet sich dann doch die leibliche Abstammung zurück und die Begrenztheit der Ressourcen. Weiterlesen →

Faltblattaktion erfolgreich abschließen

Beilage in ideaSpektrum bewirkt viele neue Bestellungen

 Bild in Originalgröße anzeigen 300.000 gedruckte Faltblätter haben wir zuletzt gemeldet. 300.000 Faltblätter mit Argumenten sowohl gegen Gender Mainstreaming als auch Frühsexualisierung und für die traditionelle Familie. Ein gewaltiger Erfolg. Dank Ihres tatkräftigen Engagements und Ihrer großzügigen Spenden übertraf diese hohe Auflage auch unsere Erwartungen deutlich. Jetzt ist sogar noch einmal Schwung in die Sache gekommen. Das ist auch nötig. Jetzt hat sogar die CSU Schwule und Lesben zu einem Teil unserer »Leitkultur« erklärt, wie Sie hier nachlesen können. Weiterlesen →

Der neue Angriff des Staates

Sachsen-Anhalt will drei- bis achtjährige Kinder mit Gender-Ideologie verstören

Die Politik der Antisdiskriminierung zerstört nicht nur die Familie. Sie zerstört auch das Verhältnis der Bürger untereinander. So wird die Politik der Antisdiskriminierung zu einer Waffe des Staates gegen seine Brüger. Zunächst »nur« gegen die normal lebende Mehrheit, dann gegen alle.

160825 BeitragsfotoEs ist ein Alarmzeichen ersten Ranges, dass jetzt sogar das CDU-geführte »Ministerium für Justiz und Gleichstellung Sachsen-Anhalt« eine »Bücherliste mit Empfehlungen für Kinder von 3 bis 8 Jahren« an Kitas und Grundschulen verteilt, die nur so strotzt vor Kritik an »Geschlechterrollen« und vor Werbung für Homo-, Trans- und  Intersexualität. Die Aktion ist Teil eines landeseigenen »Aktionsprogramms – Für die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, Transsexuellen und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTTI) in Sachsen-Anhalt«.

Auch ein entsprechender »Kita-Koffer« und Besuche von »Beratern« sind geplant. Aber nicht mit uns. Denn Gender Mainstreaming ist ein Angriff auf unser Gemeinwesen. Gender lenkt die Aufmerksamkeit direkt auf sexuelle »Orientierungen« und »Bedürfnisse«. Der Gender-Staat propagiert Verhütung, Abtreibung und künstliche Befruchtung. Der Wert geordneter Familienplanung kommt nicht vor. Der Staat tut dies alles ohne Mehrheitswillen und legitimen Auftrag. Selbst Bayern plant eine Genderisierung des Unterrichts. Weiterlesen →

Vielsagend: Geringes Interesse an der kirchlichen Homosexuellen-Trauung

Homo-Ehe statistisch unbeträchtlich. Unser Newsletter vom 12. August

160818 Beitragsfoto xIn vier von 20 evangelischen Mitgliedskirchen ist die Trauung homosexueller Paare möglich. Als die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz im April diese Möglichkeit einrichtete, gab es dort aber gar keine Nachfrage. Inzwischen wurde eine einzige Trauung anberaumt, die am heutigen Freitag stattfindet. Eine Trauung, während allein in Berlin hunderttausende Homosexuelle leben. Und bundesweit im vergangenen Jahr über 400.000 Ehen zwischen Mann und Frau geschlossen wurden. Diese Diskrepanz bestätigt die statistische Nachrangigkeit aller Reden von »Vielfalt« und »gesellschaftlichem Wandel«. Trotz hoher Scheidungsraten ist die Dominanz der klassischen Familie ungebrochen. 76 Prozent aller Minderjährigen, nämlich 9,9 Millionen von 13,1 Millionen Kindern, lebten 2010 mit ihren leiblichen, verheirateten Eltern zusammen. Die Zahl der Kinder, die mit gleichgeschlechtlichen Paaren aufwuchsen, betrug dagegen nur 7.000. Den insgesamt fast 18 Millionen Ehen stehen nur 35.000 gleichgeschlechtliche Partnerschaften gegenüber. Weiterlesen →

Kinderfeindliche Propaganda

Wie mit unreifen Eltern Stimmung gegen die Familie gemacht wird

160804»Familie« scheint der Name einer Zumutung zu sein, die uns unglücklich macht: Die Propaganda gegen die Familie wird täglich aggressiver. Das Leben mit Kindern war objektiv noch nie so leicht wie heute, denn in der Regel stellt es kein Problem dar, für Nahrung, Kleidung, Wohnung und medizinische Behandlung zu sorgen. Trotzdem nehmen die Schwierigkeiten anscheinend überhand. Die Familie wird als Gefahr für unsere Persönlichkeit, Individualität und Selbstverwirklichung vorgeführt. Nur so entsteht die nötige Fallhöhe für abschreckende Nachrichten. Man kritisiert die Familie einfach aus der Sicht von anspruchsvollen Singles. Damit wird das Wesen der Familie von vornherein verfehlt. Angeblich zwanzig Prozent aller Eltern würden nicht noch einmal Kinder bekommen wollen, wenn sie die Zeit zurückdrehen könnten, meldete jetzt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Zwanzig Prozent!?

Das klingt kurz gesagt grausam. Wie tief muss eine Gesellschaft sinken, die sich – zu zwanzig Prozent!? – nicht mehr an ihren Kindern freuen kann? Oder aber: Wie wurden eigentlich die Fragen formuliert, die zu einem derart erschreckenden Ergebnis führten? Und sollte das Ergebnis tatsächlich eine reale Grundlage haben – welche Interessen führen dazu, dass es veröffentlicht wird? Zur Schreckensmeldung kann diese neue Variante von »Regretting Motherhood« jedenfalls nur werden, weil man berufliches und persönliches Befinden über das Wohl der Familie stellt: »60 Prozent der Eltern, die sich nicht noch einmal für Kinder entscheiden würden, glauben demnach, ihr beruflicher Aufstieg wäre ohne Kinder besser verlaufen.« Mag sein, aber ohne Kinder hätten sie jetzt keine Nachfahren. Es kommt noch schlimmer: »Für etwa die Hälfte der befragten Mütter und Väter (52 Prozent) geht die Elternschaft zumindest manchmal mit einer Einschränkung der persönlichen Entfaltung einher.« Tatsächlich!?

Die Propaganda beruft sich auf Eltern, die es empört, für ihre Kinder zurückzutreten. Und die israelische Soziologin, die ohne große Resonanz in ihrem Heimatland das Phänomen der bereuten Mutterschaft erkundet hat, will selbst keine Kinder und fand prompt ganze 23 Frauen, die ihr sagten, was sie hören wollte. Ihre kleine Selbstermunterung zur Kinderlosigkeit (oder wie soll man das nennen?) wird international als »Studie« herumgereicht … Eltern, die ihre Elternschaft bereuen, können, mit Verlaub, nur Eltern sein, die selber noch nicht erwachsen sind. Die nicht wissen, dass es in der Familie um Liebe geht und nicht um Erfolg. Um Fürsorge und nicht um Karriere. Um Geben und nicht um Nehmen.

Wer bringt es übers Herz, im Angesicht eines heranwachsenden Kindes berufliche oder sonstige Nachteile gegen dieses zarte Wesen aufzurechnen und sich zu wünschen, es wäre zum eigenen »Vorteil« nie geboren worden? Konsequent gedacht, würde daraus ein Recht auf Spätabtreibung, vulgo Kindstötung erwachsen; gefordert wurde es schon. Was die grausamste Haltung ist, die man einem Menschen gegenüber einnehmen kann. Erst recht gegenüber dem eigenen Kind. Wenn es nun heißt, diese bereuenden Eltern liebten ihre Kinder »trotzdem«, dann wüsste man gern, um was für eine »Reue« sich handeln soll – oder warum diese »Reue« mehr sein sollte als ein antifamilienpolitischer Propagandatrick.

Eine Umfrage, die die Reue nach den 100.000 jährlichen Abtreibungen allein in Deutschland erfasste, würde keine vergleichbare Aufmerksamkeit erfahren. Diese sehr viel häufigere Form der Reue kann es nach offizieller Lesart gar nicht geben, weil »Abtreibung« gleichbedeutend mit Freiheit und Selbstbestimmung sein muss. Also mit einer willkürlichen wertmäßigen Festlegung, die der Lebenserfahrung Hohn spricht. Lieber beschäftigt man sich also mit der – realiter kaum vorkommenden – Reue angesichts geborener Kinder. Die Gegenfrage, wie viele Eltern es nicht bereuen, Kinder zu haben, hätte logischerweise ein Ergebnis von mindestens achtzig Prozent generiert. Genau das sollte nicht passieren. Das Geschenk namens Familie soll vergiftet werden. Ganz prinzipiell. Widerstand und Widerspruch sind also nötiger denn je. Die Initiative Familien-Schutz sorgt dafür.

(Eine pikante Fußnote zur einigermaßen widersprüchlichen Familienpolitik steuerte in diesen Tagen übrigens die EU-Kommission bei, die einen erweiterten Familienbegriff auf Asylbewerber anwenden und damit den Nachzug von Großfamilien ermöglichen will – nicht nur den von Ehepartnern und minderjährigen Kindern, sondern auch von Geschwistern und von Familienangehörigen, die »unterwegs« dazugekommen sind. Das geht nun sogar CDU und SPD zu weit, weil es vor allem Deutschland unter noch größeren Migrationsdruck setzen würde. Die Zahl der Zuzugsberechtigten würde sich vervielfachen, während unsere eigenen Familien es politisch und wirtschaftlich immer schwerer haben.)

Beitragsbild: flickr.com/x1klima (Friedhof Engesohde, Hannover)