Artikel zum Thema: "Kinder "

Grüne Elternvermehrung

Deutschland bekommt immer weniger Kinder, dafür aber immer mehr Eltern

beck-1Volker Beck kann es nicht lassen. Die »neuen« Lebensverhältnisse brauchen seine hartnäckige Fürsorge. Denn ohne Forderungen und Regelungen geht in Deutschland bekanntlich gar nichts. Zusammen mit Katja Dörner fordert Beck eine Änderung des Familienrechts, damit sog. »soziale Eltern« mehr Rechte und Pflichten übernehmen können – unabhängig vom Trauschein. Zusätzlich zu den leiblichen Eltern sollen zwei weitere Erwachsene auf Wunsch »elterliche Mitverantwortung« erhalten.

Konkret geht es um die neuen Lebensgefährten von Geschiedenen sowie um die gleichgeschlechtlichen Lebensgefährten von Schwulen und Lesben, die ein Kind miteinander gezeugt haben. Den sozialen Eltern sollen Ansprüche auf Kindergeld, Freibeträge und Elterngeld entstehen, ohne dass die Kinder später für sie sorgen müssten. Da meldet sich dann doch die leibliche Abstammung zurück und die Begrenztheit der Ressourcen. Weiterlesen →

Kinderfeindliche Propaganda

Wie mit unreifen Eltern Stimmung gegen die Familie gemacht wird

160804»Familie« scheint der Name einer Zumutung zu sein, die uns unglücklich macht: Die Propaganda gegen die Familie wird täglich aggressiver. Das Leben mit Kindern war objektiv noch nie so leicht wie heute, denn in der Regel stellt es kein Problem dar, für Nahrung, Kleidung, Wohnung und medizinische Behandlung zu sorgen. Trotzdem nehmen die Schwierigkeiten anscheinend überhand. Die Familie wird als Gefahr für unsere Persönlichkeit, Individualität und Selbstverwirklichung vorgeführt. Nur so entsteht die nötige Fallhöhe für abschreckende Nachrichten. Man kritisiert die Familie einfach aus der Sicht von anspruchsvollen Singles. Damit wird das Wesen der Familie von vornherein verfehlt. Angeblich zwanzig Prozent aller Eltern würden nicht noch einmal Kinder bekommen wollen, wenn sie die Zeit zurückdrehen könnten, meldete jetzt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Zwanzig Prozent!?

Das klingt kurz gesagt grausam. Wie tief muss eine Gesellschaft sinken, die sich – zu zwanzig Prozent!? – nicht mehr an ihren Kindern freuen kann? Oder aber: Wie wurden eigentlich die Fragen formuliert, die zu einem derart erschreckenden Ergebnis führten? Und sollte das Ergebnis tatsächlich eine reale Grundlage haben – welche Interessen führen dazu, dass es veröffentlicht wird? Zur Schreckensmeldung kann diese neue Variante von »Regretting Motherhood« jedenfalls nur werden, weil man berufliches und persönliches Befinden über das Wohl der Familie stellt: »60 Prozent der Eltern, die sich nicht noch einmal für Kinder entscheiden würden, glauben demnach, ihr beruflicher Aufstieg wäre ohne Kinder besser verlaufen.« Mag sein, aber ohne Kinder hätten sie jetzt keine Nachfahren. Es kommt noch schlimmer: »Für etwa die Hälfte der befragten Mütter und Väter (52 Prozent) geht die Elternschaft zumindest manchmal mit einer Einschränkung der persönlichen Entfaltung einher.« Tatsächlich!?

Die Propaganda beruft sich auf Eltern, die es empört, für ihre Kinder zurückzutreten. Und die israelische Soziologin, die ohne große Resonanz in ihrem Heimatland das Phänomen der bereuten Mutterschaft erkundet hat, will selbst keine Kinder und fand prompt ganze 23 Frauen, die ihr sagten, was sie hören wollte. Ihre kleine Selbstermunterung zur Kinderlosigkeit (oder wie soll man das nennen?) wird international als »Studie« herumgereicht … Eltern, die ihre Elternschaft bereuen, können, mit Verlaub, nur Eltern sein, die selber noch nicht erwachsen sind. Die nicht wissen, dass es in der Familie um Liebe geht und nicht um Erfolg. Um Fürsorge und nicht um Karriere. Um Geben und nicht um Nehmen.

Wer bringt es übers Herz, im Angesicht eines heranwachsenden Kindes berufliche oder sonstige Nachteile gegen dieses zarte Wesen aufzurechnen und sich zu wünschen, es wäre zum eigenen »Vorteil« nie geboren worden? Konsequent gedacht, würde daraus ein Recht auf Spätabtreibung, vulgo Kindstötung erwachsen; gefordert wurde es schon. Was die grausamste Haltung ist, die man einem Menschen gegenüber einnehmen kann. Erst recht gegenüber dem eigenen Kind. Wenn es nun heißt, diese bereuenden Eltern liebten ihre Kinder »trotzdem«, dann wüsste man gern, um was für eine »Reue« sich handeln soll – oder warum diese »Reue« mehr sein sollte als ein antifamilienpolitischer Propagandatrick.

Eine Umfrage, die die Reue nach den 100.000 jährlichen Abtreibungen allein in Deutschland erfasste, würde keine vergleichbare Aufmerksamkeit erfahren. Diese sehr viel häufigere Form der Reue kann es nach offizieller Lesart gar nicht geben, weil »Abtreibung« gleichbedeutend mit Freiheit und Selbstbestimmung sein muss. Also mit einer willkürlichen wertmäßigen Festlegung, die der Lebenserfahrung Hohn spricht. Lieber beschäftigt man sich also mit der – realiter kaum vorkommenden – Reue angesichts geborener Kinder. Die Gegenfrage, wie viele Eltern es nicht bereuen, Kinder zu haben, hätte logischerweise ein Ergebnis von mindestens achtzig Prozent generiert. Genau das sollte nicht passieren. Das Geschenk namens Familie soll vergiftet werden. Ganz prinzipiell. Widerstand und Widerspruch sind also nötiger denn je. Die Initiative Familien-Schutz sorgt dafür.

(Eine pikante Fußnote zur einigermaßen widersprüchlichen Familienpolitik steuerte in diesen Tagen übrigens die EU-Kommission bei, die einen erweiterten Familienbegriff auf Asylbewerber anwenden und damit den Nachzug von Großfamilien ermöglichen will – nicht nur den von Ehepartnern und minderjährigen Kindern, sondern auch von Geschwistern und von Familienangehörigen, die »unterwegs« dazugekommen sind. Das geht nun sogar CDU und SPD zu weit, weil es vor allem Deutschland unter noch größeren Migrationsdruck setzen würde. Die Zahl der Zuzugsberechtigten würde sich vervielfachen, während unsere eigenen Familien es politisch und wirtschaftlich immer schwerer haben.)

Beitragsbild: flickr.com/x1klima (Friedhof Engesohde, Hannover)

Familiengeld? Auf keinen Fall!

Die Übergriffe des Staates werden immer dreister

160728 FS BeitragsbildDer Kampf für die Familie ist ein Kampf gegen den Staat. Immer wieder trampelt die Sozialpolitik in dem überaus sensiblen Kosmos herum, der für die bestmögliche Weitergabe menschlichen Lebens sorgt. Rechtzeitig zum kommenden Bundestagswahlkampf setzt Familienministerin Manuela Schwesig das »Familiengeld« auf die Tagesordnung. Beide Elternteile sollen nach dem Ende der Elternzeit nur 28 bis 36 Wochenstunden arbeiten, um dafür 300 Euro vom Staat zu bekommen. 300 Euro, die man ihnen als Steuern wieder aus der Tasche zieht. Angeblich sollen Eltern dadurch mehr Zeit zu für die Präsenz bei ihren Kindern bekommen.

Nach Schwesigs Plänen würden sie für maximal 24 Monate mit je 150 € unterstützt werden, bis das Kind acht Jahre alt ist. Angeblich würden 20 Prozent der Eltern das Angebot nützen wollen, das zugleich dafür sorge, dass mehr Mütter erwerbstätig bleiben. Die Zauberformel heißt »Vereinbarkeit von Familie und Beruf«. Eine Zauberformel ist es deshalb, weil diese Vereinbarkeit immer schon als gesetzt gilt, also auch als »umsetzbar«. Das erweckt den Anschein, als fehle es nur an der entsprechenden Politik. Man etwas etwas machbar machen, was nicht machbar ist. Das Vorbild ist Münchhausen, der sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht.

Das Familiengeld ist denn auch keine Familienförderung, sondern Frauenförderung, genauer: Frauenarbeitsförderung. Es ist Ausdruck einer Politik, die nicht vom Ganzen her denkt. Es ist Ausdruck nicht von Familienpolitik, sondern von Familienzersetzungspolitik. Frauen in die Produktion, Frauen hinter die Ladenkasse, Frauen raus zur Nachtschicht! Nur darum geht es. »Vereinbarkeit von Familie und Beruf« bedeutet in der Praxis: Die Familie soll leichteren Herzens unter der Berufstätigkeit beider Elternteile leiden können. Schließlich geht es auch um die spätere Rente im Falle einer Scheidung … Realitätstauglich ist da Konzept natürlich nicht: Welches Ehepaar kann es sich schon leisten, gleichermaßen seine Arbeitszeit zu reduzieren? Welches Ehepaar will das überhaupt? Zu welchen Berufen passt dieses Konzept? Egal, zu Wahlkampfzwecken müssen 300 Euro ausgelobt werden.

Einer alten Ungerechtigkeit soll eine neue Ungerechtigkeit hinzugefügt werden. Wir erinnern uns: Konrad Adenauer hat bei der Rentenreform von 1957 den Anspruch auf Alterssicherung von der Bedingung abgekoppelt, den sorgenden Nachwuchs großzuziehen, und an die Erwerbsarbeit gebunden. Über Nacht wurden die Eltern »enteignet«, indem ihre Kinder künftig vorrangig für die Altersversorgung von Kinderlosen und deshalb uneingeschränkt Erwerbstätigen zuständig waren – und weniger für die Altersversorgung von Eltern. Millionen von Arbeitnehmer erwarben plötzlich einen ansehnlichen Rentenanspruch gegenüber der nachfolgenden Generation und zwar unabhängig davon, ob und inwieweit sie sich an der Schaffung dieser Generation beteiligt hatten. Bereits eine Generation später kam die Quittung in Form eines dramatischen Geburtendefizits.

Die neue Ungerechtigkeit aus dem Hause Schwesig besteht darin, dass Doppelverdiener vom Staat gefördert und Mütter oder Väter, die sich ausschließlich um ihre Kinder kümmern, bestraft werden. Die Anstreben einer Gleichheit von Mann und Frau produziert ungleiche Familien. Schon der wütende Protest gegen das Betreuungsgeld folgte der Linie, dass Kinder besser öffentlich als zuhause betreut werden sollten. Beim Kampf gegen Betreuungsgeld ging es in Wahrheit um mehr staatlichen Einfluss auf die Kindererziehung (siehe Frühsexualisierung), und beim Familiengeld geht es ebenfalls darum, Müttern die Berufstätigkeit aufzudrängen und die Kinder auch auf diese Weise dem Schoß der Familie zu entreißen und der öffentlichen Obhut zu unterstellen.

Warum kann man die Familie nicht einfach mal als Familie fördern? Warum diesen kostbaren Kosmos nicht seinen eigenen Weg gehen lassen? Warum immer nur die Ein-Kind-Familie im Blick haben? Für die Initiative Familien-Schutz heißt die wahre Lösung: runter mit den Steuern und rauf mit der Gestaltungsfreiheit. Ein übergriffiger Sozialstaat, der nur an sich selber denkt, ist zum einfachsten aller politischen Gedanken nicht mehr in der Lage: Dass die Zukunft eines Landes nicht von bürokratisch durchregulierter »Gleichstellung« abhängt, sondern von Freiheit und Sicherheit, anders gesagt: von niedrigen Steuern und dem Respekt vor Privatsphäre und individueller Lebensführung. Behalten Sie Ihre 300 Euro, allerteuerste Frau Schwesig, und kämpfen Sie dafür, dass Familien weniger Steuern zahlen! Deutlich weniger!

Foto: flickr.com/Sebastiaan ter Burg

Lebensfeindlich sind die anderen

Entzauberung der Familiengegner: Neue Broschüre mit Argumentationshilfen geplant

160703 FamilieEhe und Familie stehen seit Jahrzehnten mit dem Rücken zur Wand – mit katastrophalen Folgen für unsere Zukunft. »Gleichheit« und »Homo-Ehe« scheinen wichtiger zu sein als alles andere. Die Gleichstellungspolitik schafft eine verkehrte Welt. Die medizinische Reproduktion macht das Kind zum käuflichen Produkt. Kinder und Jugendliche werden mit Frühsexualisierung verstört. Mit Unschuldsmiene sagen die Verantwortlichen: »Wir machen doch gar nichts, wir wollen doch nur, dass alle sich lieb haben.« Und schon sind diejenigen die Bösen, die die Tatsachen benennen und die Übertreibungen kennzeichnen.

Wir werden als homophob, antifeministisch, rechtskatholisch, fundamentalistisch und faschistisch angegriffen. Um uns einzuschüchtern, ist unseren Gegnern kein Geschütz zu groß. So geht das nicht weiter. Wir geben die Defensive auf und benennen unsere Verleumder offen als das, was sie sind: selbstsüchtige Feinde der Familie und des Lebens, die die Opferbereitschaft unzähliger Eltern für sich selbst ausbeuten wollen. Anerkennung gebührt zuerst denjenigen, die mit Selbstverzicht das Leben weitergeben und nicht denen, die alles Glück vom Staat fordern. Ehe und Familie sind eine Frage persönlicher Verantwortung, nicht staatlicher Zuteilung auf Kosten des Steuerzahlers.

Ein Recht auf Kinder gibt es nicht. Kinder brauchen Vater und Mutter. Zukunft braucht Leben. Leben braucht Kinder. Kinder brauchen ihre Eltern. Und ihre Eltern brauchen unsere Unterstützung. Wir geben sie ihnen. Wir folgen den Argumenten unserer Gegner bis auf den Grund und benennen ihre wahren Motive. Nach unserem sehr erfolgreichen Faltblatt gegen Gender Mainstreaming und Frühsexualisierung bringen wir in wenigen Wochen eine neue, angriffslustige Handreichung heraus: Eine Argumentationshilfe im Kampf gegen die Feinde der Familie. Die Fronten müssen klar sein. Das Maß ist voll. Die Zeit drängt.

Unterstützen Sie bitte die Erstellung unserer neuen Handreichung mit Ihrer Spende. Jeder Euro hilft uns bei der Kostendeckung und fördert die kommende Verbreitung.

Abbildung: Pixabay

Buchempfehlung

Hedwig L. Hajdu: Kinder brauchen Führung. Aber wie?

Bücher über Kindererziehung gibt es bekanntlich viele. Eines davon wurde uns zugesandt. Wir blätterten darin und dachten uns bei einem Blick ins Quellenverzeichnis: Ein Buch, das sich unter anderem auf so ausgewiesene Kapazitäten wie Christa Meves und Manfred Spitzer bezieht, muss schon deshalb lesenswert sein. Die eingehende Lektüre bestätigte den ersten Eindruck. Die in Österreich geborene Autorin Hedwig L. Hajdu, Mutter eines Sohnes, hat vierzig Jahre lang als Volks- und Hauptschullehrerin gearbeitet, bevor sie in der Lehrerausbildung tätig wurde und sich nach ihrer Pensionierung der Erwachsenenbildung zuwandte. Heute ist sie Referentin am Institut für Gesundheits- und Persönlichkeitsbildung in Starnberg. Ihr Buch Kinder brauchen Führung. Aber wie? besticht  durch einen erfahrungsreichen Zugang zum Thema. Weiterlesen →

Ausbeutung statt Mutterschutz

Das neue Gesetz aus dem Hause Schwesig macht Schluss mit den eindeutigen Regelungen der Vergangenheit

160519 schwanger(al) Der Mutterschutz soll »flexibilisiert« werden. Am 4. Mai hat das Bundeskabinett den entsprechenden, von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig vorgelegten Gesetzentwurf gebilligt. Flexibilisierung kann natürlich nur eines bedeuten: die Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf, d.h. Abstriche beim Mutterschutz zugunsten der Berufstätigkeit, d.h. größere Belastungen und Gefahren für die Ungeborenen. Da das bislang geltende Gesetz von 1952 stammt, kann es natürlich nur veraltet sein, denn heute soll mehr und länger und vor allem genderkompatibel gearbeitet werden. Weiterlesen →

Gleichstellung verhindert Gleichberechtigung

160516 Zwerg(al) Auch wenn der Beitrag bereits im Februar erschien, empfehlen wir wegen seiner Kürze und Klarheit, ihn zu lesen: Johannes Resch vom »Verband Familienarbeit e.V.« hat für den Deutschen Arbeitgeberverband Argumente für seine These »Gleichstellungspolitik verhindert Gleichberechtigung« vorgelegt. Zunächst: »›Gleichberechtigung‹ ist ein Grundrecht der einzelnen Frauen und Männer gegenüber dem Staat. ›Gleichstellung‹ ist dagegen ein (vermeintliches) Recht des Staates gegenüber seinen Bürgern. Rechte der Bürger und Rechte des Staates sind aber grundverschiedene Dinge. Eine ›Gleichstellungspolitik‹ des Staates kann überhaupt nur dann der Gleichberechtigung dienen, wenn dabei die Wünsche seiner Bürger/innen berücksichtigt werden. Eine ›Gleichstellung‹ gegen die  jeweiligen persönlichen Vorstellungen ist Bevormundung, also das genaue Gegenteil von Gleichberechtigung.« Weiterlesen →

Ohne Grenzen bleiben wir allein

Vor 900 Zuhörern sammelte ein Symposium der »Demo für alle« in Stuttgart wissenschaftliche Fakten und Argumente gegen Gender Mainstreaming und Frühsexualisierung. Das Ergebnis ist eindeutig: Das Konzept ist nicht zu halten. Der folgende Bericht von Andreas Lombard erscheint zuerst auf freiewelt.net

Dreierlei hat das Symposium  gezeigt. Erstens: Stuttgart mausert sich zur Hochburg des Widerstands gegen Gender. Zweitens: Dieser Widerstand wächst. Drittens: Die Gender-Lobby ist nicht in der Lage, ihre Anhänger zu mobilisieren – wenn sie denn überhaupt welche hat. Eigentlich hatten die Veranstalter statt der durchweg genderkritischen Tagung einen fairen Austausch mit der Gegenseite geplant. Dass es dazu nicht kam, war den zwar eingeladenen, aber nicht erschienenen Gender-Vordenkern zuzuschreiben, von denen der Kieler Pädagoge Uwe Sielert es sich nicht nehmen ließ, dem zweifellos kurzfristig anberaumten Symposium seine Wissenschaftlichkeit abzusprechen. Bei Gender hört offenbar nicht nur der Spaß auf, sondern auch die Kollegialität. Ein Gender-Vertreter diskutiert nicht. Insofern war es nicht verwunderlich, dass sich sogar die Geschäftsleitung der Liederhalle gegen vielfältige Ansinnen hatte wehren müssen, den Mietvertrag mit den Veranstaltern zu kündigen.

Die beliebtestes Lebensform heißt Familie

Auch zwei Demonstrationen gegen das Symposium wurden angekündigt. Zu sehen war vor dem Tagungsgebäude am grauen Samstagmorgen aber nur ein mitleiderregendes Häuflein versprengter Protestler. Irgendjemand drückte einigen Teilnehmern eine zur vermeintlich offiziellen Tagungsbroschüre umfrisierte Publikation über sexuelle Vielfalt aus dem Hause der baden-württembergischen Familienministerin Katrin Altpeter in die Hand, die ebenfalls eingeladen worden war, aber nicht erschien. Schlappe Aktivisten empörten sich via Facebook darüber, dass schon früh um halb neun Einlass war. Verständlich ist das, denn es wird vermutlich immer anstrengender, für Gender zu sein, je mehr sich diese Ideologie auf die »heteronormative« Liebe von Mann und Frau und auf die natürliche Familiengründung einschießt – auf jenes »Lebensmodell«, das die breite Mehrheit aller Menschen nach wie vor als den Inbegriff irdischen Glücks oder wenigstens seines wahrscheinlichsten Hortes ansieht. Der teure Unsinn staatlicher Umerziehung kommt noch dazu: Der Berliner Senat gibt 800.000 Euro Steuergeld allein dafür aus, das Studentenwerk in »Studierendenwerk« umzubenennen (nachzulesen hier).

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Ein Fisch ist kein Fahrrad und ein Mann keine Frau

Im Februar erscheint das Faltblatt der Initiative Familien-Schutz gegen Bildungspläne und Frühsexualisierung. Es hat den Zweck, beides zum Wahlkampf-Thema bei den bevorstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt zu machen. Geplant ist die Verteilung an 200.000 Haushalte

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Wer hat dem Mädchen die Haare anders frisiert als den Jungen? Und warum? Ist das nicht schon Diskriminierung? Foto: flickr.com/Gerry Thomasen

(Red.) Inzwischen sind fast alle Bundesländer in die Frühsexualisierung eingestiegen. Nach und nach haben sie dafür sog. Aktions- und Bildungspläne für Schulen und Kindergärten veröffentlicht. Grundlage ist überall »Gender Mainstreaming«. Das menschliche Geschlecht soll vom »sozial konstruierten« Gegensatz männlich/weiblich »befreit« werden, damit der Einzelne sich besser »verwirklichen« kann. Das ist wörtlich zu nehmen: In der Praxis bedeutet »Gender« oft Vereinzelung statt Familie.

Alle sexuellen »Identitäten«, Orientierungen oder Lebensweisen gelten als vollkommen gleichberechtigt. Das klingt modern, hat aber einen hohen Preis: Die natürliche Familie wird zur Lebensweise einer Minderheit verzerrt. Auf die seelische und biologische Komplementarität von Mann und Frau soll es nicht mehr ankommen. Letztlich soll es uns gleichgültig sein, ob wir überhaupt noch eine Zukunft haben.

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Mehr als sechstausend Unterschriften für den Erhalt der Ehe

160114 BvSEine Petition zum Schutz von Ehe und Familie hat die Initiative Familien-Schutz im vergangenen Sommer an Bundeskanzlerin Merkel und an Volker Kauder, den Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gerichtet. Schließlich widerspricht die volle Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft dem besonderen verfassungsrechtlichen Schutz von Ehe und Familie nach Art. 6, Abs. 1 GG: »Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.«

Die über sechstausend eingegangenen Unterschriften auf Postkarten und Petitionslisten gegen die Gleichstellung der Homo-Ehe wurden jetzt den Adressaten vorgelegt. So muss es weitergehen. Widerstand ist nötiger denn je!

Der Text der Petition der Initiative Familien-Schutz lautete so:

>>Jedes Kind hat ein Recht auf Vater und Mutter. Denn es ist unsere Natur, daß der Mensch aus dem Liebesakt eines Mannes mit einer Frau gezeugt wird. Den verbindlichen Rahmen dafür bietet seit jeher die Ehe. Das Wesen der Ehe als Lebensbund zwischen Mann und Frau ist nicht von menschlichen Gesetzgebern erfunden, sondern vorstaatlich und kann weder von Parlamenten noch vom Zeitgeist verändert werden. Die Ehe ist Keimzelle der Familie und der Gesellschaft. Allein deswegen steht sie im Grundgesetz unter dem besonderen Schutz des Staates.

Das staatliche Institut Ehe für gleichgeschlechtliche Verbindungen zu »öffnen« wäre indes ein gigantischer Etikettenschwindel – mit gravierenden Folgen. Es gäbe keinen Grund mehr, das Ehe-Institut nicht noch mehr auszuweiten. Alle Arten von Polygamie müßten demnächst ebenso als »Ehe« anerkannt werden. Da auch gleichgeschlechtliche »Ehe«partner ein Recht auf eigene Kinder geltend machen, wären Volladoption, künstliche Befruchtung und Legalisierung der bei uns strafbaren, da zutiefst menschenunwürdigen Leihmutterschaft zwingende Folge.

Ich bitte Sie deshalb, allen Forderungen die Ehe zu öffnen, entschieden entgegen zu treten und klarzustellen: Ehe bleibt Ehe und zwar zwischen Mann und Frau.<<