Foto: Lenneke Veerbeek /flick.com/ CC BY-NC-ND 2.0 Die für 2014 vorgesehene Anpassung des Kindergelds fällt aus. Die Große Koalition aus Union und SPD will diese erst 2016 umsetzen. Die eigenen Diäten wurden jedoch sehr schnell erhöht.

Foto: Der Rat der Europäischen Union 2015 möchte der Finanzminister keine neuen Schulden aufnehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, will er sich an den Familien schadlos halten. Die Kindergelderhöhung soll verschoben werden. 

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de Der Euro hat seit der letzten Kindergelderhöhung im Jahr 2010 um 5,4 Prozent Kaufkraft verloren. Doch Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) wehrt sich gegen eine Erhöhung. Für die eigenen Abgeordneten ist hingegen Geld da. 

Bei den heutigen Koalitionsverhandlungen der Arbeitsgruppe Familie ist Streit bereits vorprogrammiert. CDU und CSU fordern höhere Direktzahlungen für Familien. Die SPD will dagegen mehr Geld für staatliche Betreuungsangebote durchsetzen. 

Haushalte mit nur einem Einkommen sollen nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) die Verlierer der rot-grünen Steuerpläne sein, geht aus einer aktuellen Analyse der einzelnen Wahlprogramme hervor. Die Opposition plant die Steuern insbesondere für Gutverdiener zu erhöhen und den Spitzensteuersatz dabei von heute 42 auf bis zu 49 Prozent hochzuschrauben. 

Mehr Kindergeld und höhere Kinderfreibeträge, eine verbesserte Mütterrente und mehr Bildungsinvestitionen, das sind die familien- und bildungspolitischen Wahlversprechen im Wahlprogramm der Union, das am Sonntag verabschiedet worden ist. Woher das Geld für die familienfreundlichen Projekte kommen soll, darüber gab es wenig Konkretes. Steuererhöhungen soll es nicht geben, so CSU-Chef Seehofer. 

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder möchte das Kindergeld um 35 Euro erhöhen und bei Kinder zukünftig den Erwachsenenfreibetrag anwenden. Die Kosten für das Paket gab die CDU-Ministerin mit 6,5 Milliarden Euro an. Mit ihrem familienfreundlichen Vorstoß setzte sich Schröder jedoch unmittelbar ins Kreuzfeuer der Kritik. 

In einer Pressemeldung vom 04.02.2013* empfiehlt der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) die Abschaffung des Kindergeldes und damit gleichzeitig sogar eine Besteuerung des Existenzminimums der Kinder, um kommunale Einrichtungen zu finanzieren und die Haushalte der Kommunen zu entlasten. 

Die Titelgeschichte des Magazins Der Spiegel kritisierte letzte Woche die ”verschwenderische Familienförderung in astronomischer Höhe”. Seitdem wird über Sinn und Unsinn von Familienleistungen in Deutschland heftig gestritten. Was meinen Sie dazu: Sind die derzeitigen Familienleistungen ausreichend, um Familien angemessen zu fördern? 

Pressemeldung des Verbands Familienarbeit e. V.: In einem Bericht des „Spiegel“ vom 4. 2. 2013 wurden „Ergebnisse“ aus einem internen Zwischenbericht bekannt, zu einem von Finanz- und Familienministerium bei der Prognos-AG in Auftrag gegebenen Gutachten über die staatlichen familienpolitischen Finanzleistungen. Darin werden fast alle Zahlungen, die den Eltern direkt zufließen, um ihnen die Erziehung der [...]

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