Artikel zum Thema: "Religion "

Die katholische Kirche will die Ehe nicht verteidigen

Auf unsere Petition gegen die Ehe für alle reagierte die Deutsche Bischofskonferenz nun mit einer schriftlichen Stellungnahme. Deutlicher als bisher wurde ihre Position zur Ehe für alle allerdings nicht. Die Geschichte eines feigen Opportunismus unter dem Druck des Zeitgeists:

Putschartig hatte die deutsche Bundesregierung im Sommer 2017 die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare verfügt. Die natürlichen Gegner einer solchen Entscheidung gegen das christliche Wertverständnis von Familien – die Kirchen – übten sich im kollektiven Wegducken. Der Protest blieb aus. Von der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) kam sogar Applaus. Bischof Reinhard Marx wand sich verschämt im „Bedauern“ für das neue Gesetz.

Die Kirche hat ihren Wertekompaß abgegeben

Dies wollten die Bürger nicht hinnehmen. Wütend verschickten sie tausende von Postkarten an die Bischöfe und fluteten ihre Vorzimmer mit über 64 000 Online-Petitionen. Nun erreichte uns die Antwort. In ihrem Schreiben betonte die Deutsche Bischofskonferenz, dass Kardinal Marx als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz sich zwar gegen die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gewandt hat und für die katholische Kirche »die Ehe als Lebens- und Liebesgemeinschaft von Mann und Frau als prinzipiell lebenslange Verbindung in der grundsätzlichen Offenheit für die Weitergabe des Lebens ist«. In diesem Sinne sei es auch im Grundgesetz (Artikel 6) verankert und könne nicht qualitativ umgedeutet werden.

Doch heißt es auch, Kardinal Marx sei »mit den Bischöfen der Deutschen Bischofskonferenz der Auffassung, dass in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften viele Werte gelebt werden, wie etwa Liebe, gegenseitige Fürsorge und die Übernahme von Verantwortung, die es verbieten, homosexuelle Menschen und ihre Partnerschaften pauschal zu diskriminieren.« Zu mehr als einem Bedauern darüber, dass die Öffnung der Ehe zu einer Kluft zwischen dem staatlichen und kirchlichen Eheverständnis führt, reicht es nicht. Dabei hatten die Bürger genau diese Reaktion von der Kirche gefordert: Die klare Kante für die Ehe als Lebensbund zwischen Mann und Frau, die weit über die bisherige, eher achselzuckende Milde hinausgeht, mit der die Kirchen beim neuerlichen Ausverkauf ihrer Kernbotschaft zusehen.

Liebe plus Liebe ist gleich Ehe – Oder nicht?

Die gottgewollte Ordnung der Zweigeschlechtlichkeit? Das Sakrament der Ehe als unauflöslicher Lebensbund, der nur zwischen Mann und Frau möglich ist? Die eigenen Werte opfern die Bischöfe ihrem politischen Opportunismus scheinbar ohne Probleme. Aber auch etwas anderes scheint hier auf: Denn wenn Liebe künftig ausreichen soll, um eine Ehe zu begründen, wie begegnet man dann dem Wunsch des Pädophilen, sich mit einem Kind trauen zu lassen oder was antwortet man einem Moslem, der sich nicht einer, sondern zwei oder drei Frauen verbunden fühlt? Wenn die Gleichheit über allem steht und keine Unterschiede mehr gemacht werden dürfen, dann muß die Ehe für alle tatsächlich auch für alle gelten.

Mit der Ehe für alle ist die Büchse der Pandora geöffnet. Die Bischöfe haben in der Verweigerung ihres Protests kräftig dabei mitgeholfen.

Auch Bayern gendert sich

Birgit Kelles vergleichende Analyse zu den Entwürfen der neuen Richtlinien für die Familien- und Sexualerziehung in den bayrischen Schulen

160514 Kelle Blog(al) Birgit Kelle hat sich die neuen Bildungsrichtlinien für die Familien- und Sexualerziehung an den bayerischen Schulen angesehen (ihren Beitrag finden sie hier) und mit den bisher gültigen Richtlinien verglichen, die im Sinne des allgemeinen Naturrechts – und des gesunden Menschenverstands – noch ziemlich intakt, jedenfalls frei von Ideologemen des Gender Mainstreaming waren.Neu hinzugekommen sind deutliche erkennbare Einflüsse der Abtreibungslobby, der Vieflalts-Anhänger und der Gender-Ideologen. Welche Folgen das neue Wording für den Unterricht haben wird, ist noch nicht abzusehen, aber auch die bayerischen Eltern sollten von nun an besonders wachsam sein und verfolgen, was ihren Kindern in der Schule erzählt (und gezeigt!) wird. Weiterlesen →

Ohne Grenzen bleiben wir allein

Vor 900 Zuhörern sammelte ein Symposium der »Demo für alle« in Stuttgart wissenschaftliche Fakten und Argumente gegen Gender Mainstreaming und Frühsexualisierung. Das Ergebnis ist eindeutig: Das Konzept ist nicht zu halten. Der folgende Bericht von Andreas Lombard erscheint zuerst auf freiewelt.net

Dreierlei hat das Symposium  gezeigt. Erstens: Stuttgart mausert sich zur Hochburg des Widerstands gegen Gender. Zweitens: Dieser Widerstand wächst. Drittens: Die Gender-Lobby ist nicht in der Lage, ihre Anhänger zu mobilisieren – wenn sie denn überhaupt welche hat. Eigentlich hatten die Veranstalter statt der durchweg genderkritischen Tagung einen fairen Austausch mit der Gegenseite geplant. Dass es dazu nicht kam, war den zwar eingeladenen, aber nicht erschienenen Gender-Vordenkern zuzuschreiben, von denen der Kieler Pädagoge Uwe Sielert es sich nicht nehmen ließ, dem zweifellos kurzfristig anberaumten Symposium seine Wissenschaftlichkeit abzusprechen. Bei Gender hört offenbar nicht nur der Spaß auf, sondern auch die Kollegialität. Ein Gender-Vertreter diskutiert nicht. Insofern war es nicht verwunderlich, dass sich sogar die Geschäftsleitung der Liederhalle gegen vielfältige Ansinnen hatte wehren müssen, den Mietvertrag mit den Veranstaltern zu kündigen.

Die beliebtestes Lebensform heißt Familie

Auch zwei Demonstrationen gegen das Symposium wurden angekündigt. Zu sehen war vor dem Tagungsgebäude am grauen Samstagmorgen aber nur ein mitleiderregendes Häuflein versprengter Protestler. Irgendjemand drückte einigen Teilnehmern eine zur vermeintlich offiziellen Tagungsbroschüre umfrisierte Publikation über sexuelle Vielfalt aus dem Hause der baden-württembergischen Familienministerin Katrin Altpeter in die Hand, die ebenfalls eingeladen worden war, aber nicht erschien. Schlappe Aktivisten empörten sich via Facebook darüber, dass schon früh um halb neun Einlass war. Verständlich ist das, denn es wird vermutlich immer anstrengender, für Gender zu sein, je mehr sich diese Ideologie auf die »heteronormative« Liebe von Mann und Frau und auf die natürliche Familiengründung einschießt – auf jenes »Lebensmodell«, das die breite Mehrheit aller Menschen nach wie vor als den Inbegriff irdischen Glücks oder wenigstens seines wahrscheinlichsten Hortes ansieht. Der teure Unsinn staatlicher Umerziehung kommt noch dazu: Der Berliner Senat gibt 800.000 Euro Steuergeld allein dafür aus, das Studentenwerk in »Studierendenwerk« umzubenennen (nachzulesen hier).

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Papst Franziskus warnt vor Zerstörung der klassischen Familie

Foto: Jeffrey Bruno / Aletheia Image Department / flickr.com / CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)

Papst Franziskus erteilte bei seinem Besuch auf den Philippinen, wo er mit sechs Millionen Teilnehmern auf einem Freiluft-Gottesdienst einen neuen Rekord aufstellte, nicht nur allzu »kurzlebigem Vergnügen und oberflächlichem Zeitvertreib« auf Erden, sondern auch der Homo-Ehe eine klare Absage. Weiterlesen →

Mit öffentlichen Geldern gegen Bildungsplangegner?

Foto: MSeses / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 (Ausschnitt)

Agitiert der »Runde Tisch gegen Rechts« in Stuttgart gegen die Kritiker des »Bildungsplans 2015« – und zwar finanziert mit öffentlichen Geldern? Diesen Verdacht legt eine Anfrage im Stuttgarter Gemeinderat nahe, den die CDU-Fraktion am 6. Juni gestellt hat. Nach ihren Informationen werden dort gewaltsame Proteste gegen die nächste »Demo für alle« am 28. Juni erörtert. Weiterlesen →

Das aktuelle Familienpapier der Evangelischen Kirchen Deutschlands (EKD): Ein Dokument der Hilflosigkeit

Pressemitteilung Verband Familienarbeit e.V. Das am 19. Juni 2013 veröffentlichte Papier der EKD mit dem Thema „Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“*) gibt die bekannten Auffassungen der Wirtschafts- und Erwerbswelt wieder, die heute die Politik bestimmen. Unabhängige Denkansätze sind nicht zu finden. Die Lebensfrage der Familien, wie deren Erziehungsaufgabe von der Gesellschaft behandelt wird, wird ausgespart. Das Papier verfehlt sein Thema. Sein Sinn ist für uns nicht erkennbar.  Weiterlesen →

Erster Landesbischof kritisiert EKD-Familienpapier

Erstmals kommt auch von einem evangelischen Landesbischof Kritik am neuen Familienpapier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der württembergische Landesbischof Frank Otfried July beklagt, der Text gebe „den institutionellen Aspekt der Ehe fast lautlos auf“. Letzte Woche erst wurde die „Orientierungshilfe“ der evangelischen Kirche vorgestellt, die dazu auffordert, „alle Formen von Familie“ zu unterstützen – auch Patchwork-Familien und homosexuelle Lebensgemeinschaften.  Weiterlesen →

Homo-Ehe-Streit: Laumann plädiert für Gelassenheit

In den Debatten um die zukünftige Ausrichtung der CDU – aktueller Fall: die Homo-Ehe – hat der Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels CDA Karl-Josef Laumann in einem Interview mit der Welt für mehr Gelassenheit plädiert. »Wir sollten solche Debatten nicht überbewerten«, sagte er. Die Welt sei komplizierter als in den siebziger Jahren, als einfache Parolen noch angemessen gewesen seien.  Weiterlesen →