Auf die schleichende Aushöhlung des Instituts der Ehe durch die »Homo-Ehe« macht Reinhard Müller in einem Kommentar in der FAZ aufmerksam. Auch auf den Umstand, dass diese Frage eigentlich politisch von den zuständigen Institutionen – also dem Bundestag – entschieden werden müsste und nicht vom dafür nicht originär zuständigen Verfassungsgericht weist er hin.
Man kann Müller nur zustimmen, allerdings muss man seine Ausführungen verdeutlichen und ergänzen. Die verfassungswidrige Entprivilegierung der Ehe ist ein Trend, auf den die Union keine plausible Antwort hat. Eigentlich hat sie nicht einmal eine unplausible, sondern gar keine.
Die Argumente der Befürworter der Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften sind zwar auch nicht besonders überzeugend, insbesondere das Argument, die Betreffenden würden doch füreinander einstehen, ist ziemlich dürftig. Aber wenn es der Union auf der anderen Seite nicht gelingt, auf diesem Feld ein Konzept zu entwickeln, das an die sich ändernde gesellschaftliche Wirklichkeit anknüpft, kann sie in diesem Politikfeld einpacken. Es gibt verschiedene Gründe sie nicht zu wählen; hier käme ein weiterer hinzu.
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