„Ab 2013 soll für diejenigen Eltern, die ihre Kinder von ein bis drei Jahren nicht in Einrichtungen betreuen lassen wollen oder können, eine monatliche Zahlung (zum Beispiel Betreuungsgeld) eingeführt werden.“ So steht es seit 2008 (!) im Deutschen Sozialgesetzbuch. Dessen ungeachtet wird seit Monaten von verschiedenen Seiten daran gearbeitet, das Betreuungsgeld unmöglich zu machen und seine Einführung zu verhindern. 

Frau2000plus und die Initiative Familienschutz haben deshalb die Online-Kampagne „JA zum Betreuungsgeld – Mütter fordern Wahlfreiheit!“ auf AbgeordnetenCheck.de gestartet.

Sie fordern die Einführung des Betreuungsgeldes von 150 Euro/Monat für Eltern, die ihre Kleinstkinder nicht in einer staatlich finanzierten Kinderkrippe betreuen lassen. Damit würde endlich auch alternativen Betreuungsmodellen eine, wenn auch geringe, finanzielle Anerkennung zukommen. Dies wäre ein erster wichtiger Schritt hin zu echter Wahlfreiheit für Familien.

Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem “Kinderbetreuungsurteil” vom 10. Nov. 1998 deutlich zum Ausdruck gebracht, daß der Staat sich in der Betreuungsfrage nach der individuellen Entscheidung der Eltern zu richten hat und keine Form der Betreuung einseitig bevorzugen darf. Im Gegensatz dazu fördert der Staat derzeit als einziges Betreuungsmodell die Kinderkrippe mit monatlich durchschnittlich 1000 € Subvention pro Krippenplatz. Dabei würden bei finanzieller Wahlfreiheit rund 70% der Eltern ihre Kinder in den ersten drei Lebensjahren am liebsten selbst erziehen.

Verschiedene Studien u.a. die große NICHD-Langzeitstudie und die moderne Streßforschung haben klar erwiesen, daß eine frühe Trennung des Kindes von den Eltern bzw. der Hauptbezugsperson während vieler Stunden täglich bei Gruppenbetreuung in einer Kinderkrippe das Kind unter großen hormonellen Streß setzt und damit langfristige negative Auswirkungen auf seine seelische Entwicklung und sein Sozialverhalten riskiert mit entsprechenden Folgen für sein spätere Bildungsfähigkeit und psychische Stabilität. Krippenerziehung ist Risikoerziehung, wird aber als einzige staatlich belohnt.

Noch vor der Sommerpause wird Bundesfamilienministerin Kristina Schröder einen Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld vorlegen, über den die Abgeordneten des Deutschen Bundestages abstimmen werden. Helfen Sie mit, diese Initiative für die Einführung des Betreuungsgeldes zum Erfolg zu bringen. Fordern Sie jetzt die Bundestagsabgeordneten auf, sich für die Einführung des geplanten Betreuungsgeldes auszusprechen. Machen Sie mit und schreiben Sie jetzt den Bundestagsabgeordneten.


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Kommentare

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1 Kommentar


  1. Christian Müller am 2 Mai, 2012 19:27

    Ein Museums-oder Theaterbesuch ist eine Freizeitbeschäftigung;die frühkindliche Erziehung durch die Eltern aber eine grosse Leistung für die Gesellschaft.Wer beides wie die SPD miteinander vergleicht ist eigentlich unwählbar,genauso wie die Grünen welche jetzt sogar glauben Arbeitslose wären besser geeignet für die Betreuung von Babies in lärmenden Krippen als die eigene,liebende und fürsorgliche Mutter zuhause.Ganz zu schweigen von einer Justizministerin der FDP welche eine Nichtabschiebeprämie(Betreuungsgeld von 100€)für verfassungswidrig erklärt..(obwohl dies eher auf die zu einseitige Subventionierung teurer Kitas zutrifft),sie also das deutsche Grundgesetz nicht mehr kennt[Erziehung im Normalfall immer das Recht und die Pflicht der Eltern und nicht von staatlichen oft überforderten Ersatzeltern]Deutschland braucht wieder eine richtige Familienpolitik und keine verkappte Arbeitsmarktpolitik welche nur die Interessen der Wirtschaft,nicht aber die von unschuldigen kleinen Kindern(Bindung statt Bildung)vertritt.

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