Gender stoppen

Für Eltern und Schüler gilt: Sexualkunde gehört zum regulären Unterricht; für alle Schüler besteht daher Teilnahmepflicht. Eltern können ihr Kind in der Regel nicht davon befreien lassen, ohne ein hohes Bußgeld durch das Schulamt zu riskieren. Trotzdem endet das Elternrecht nicht automatisch hinter der Klassenzimmertür. Insbesondere beim Sexualkundeunterricht können Eltern intervenieren, wenn sie mit Methoden und Lehrinhalten nicht einverstanden sind. Wir zeigen, wie es geht.

 

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INFORMIEREN

Verschaffen Sie sich einen Überblick zur rechtlichen Lage. Aufschluss geben das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Sexualkundeunterricht (BverG 47, 46), das grundgesetzlich verankerte Elternrecht (Art. 6 GG) und das Schulgesetz Ihres Bundeslandes.

Insbesondere das Bundesverfassungsgericht hat in einer überinstanzlichen Regelung das Elternrecht im Hinblick auf den staatlichen Erziehungsauftrag gestärkt.

Ergänzend hat der Verfassungsrechtler Prof. Dr. Christian Winterhoff ein Gutachten vorgelegt, das den Gender-Sexualkundeunterricht für unvereinbar mit dem Neutralitätsgebot an staatlichen Bildungsanstalten einstuft. Kinder in der Schule zu »Akzeptanz jeglicher Art von Sexualverhalten zu erziehen«, widerspricht demnach unserer Verfassung.

Unabhängig von der gesetzlichen Situation sollten Sie sich informieren, ob Ihre Schule mit Bildungsinitiativen kooperiert, die schwul-lesbische Aufklärung anbieten. Diese operieren besonders in NRW, Berlin und Schleswig-Holstein und heißen unter anderem Schlau e.V., Lambda, Queerformat, ABqueer oder KomBi.


 

DISKUTIEREN

Bitten Sie den zuständigen Lehrer um ein persönliches Gespräch. Lassen Sie sich erklären, welche Inhalte besprochen werden und nach welcher Methode vermittelt werden soll. Darf ihr Kind den Unterrichtsraum verlassen, wenn für ihn die Grenze des Zumutbaren überschritten wird?

Lassen Sie sich das Unterrichtsmaterial (Filme, Broschüren, Gegenstände) vorab zeigen. Welche Fragen, welche Themen werden behandelt? Schätzen Sie die Wirkung der einzelnen Anschauungsmaterialien auf Ihr Kind ab.

Fragen Sie nach, ob die Schule plant, externe Referenten für die Aufklärungsstunde einzuladen und um wen es sich dabei handelt. Äußern Sie Ihre Skepsis gegenüber dem Lehrer ruhig und sachlich. Rücken Sie das Wohlergehen Ihres Kindes und dessen Recht auf Schutz seiner Intimsphäre ins Zentrum Ihrer Argumentation.

Die Schule ist gesetzlich verpflichtet, alle Eltern vor Durchführung des Sexualkundeunterrichts über Inhalt und Methode zu informieren. Gewöhnlich findet dies an einem Elternabend statt. Nehmen Sie auf jeden Fall teil, denn Sie haben Gelegenheit, vorab die Lage zu sondieren: Gibt es Kritik oder gar Einwände gegen die Unterrichtsplanung? Welche Eltern sind ähnlich eingestellt wie Sie? Zu wissen, wer eventuell auf Ihrer Seite ist, könnte sich als nützlich erweisen.


 

PROTESTIEREN

Plant die Schule trotz Ihrer Bedenken eine externe Gruppierung mit schwul-lesbischer Ausrichtung den Unterricht abhalten zu lassen, gehen Sie zum offenen Protest über. Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, wenn die Schulleitung versucht, Ihren Widerspruch an einer Mauer der Ignoranz oder kollektiven Schweigens abprallen zu lassen.

Suchen Sie andere Wege zum Ziel. Klären Sie mitbetroffene Eltern über die verfassungswidrige Pädagogik sexueller Vielfalt auf. Legen Sie den Konflikt der Gender-Aufklärung mit dem schulischen Neutralitätsgebot offen. Sammeln Sie mit sachlichen und gesicherten Argumenten Verbündete unter den Eltern. Wenden Sie sich an die Elternkonferenz der Schule und an den Landeselternrat. Erbitten Sie Rückendeckung. Vergessen Sie nicht: Sie haben das Gesetz auf Ihrer Seite.

Gender-Sexualkunde wird trotzdem durchgeführt? Halten Sie engen Kontakt mit Ihrem Kind. Gehen Sie behutsam auf seine Fragen ein. Zeigen Sie auf, was Familie wirklich bedeutet, für Sie ganz persönlich. Ihnen wird es am ehesten vertrauen. Auch wenn Ihr Widerstand nicht erfolgreich war, wird er doch nicht wirkungslos bleiben. Sie haben viele Eltern wachgerüttelt und eine wichtige Gegenbewegung zur Gender-Ideologie gestärkt.

Schreiben Sie uns an. Wir versorgen Sie gern mit mehr Informationen und Material zum Verteilen.


 

Der natürliche Anspruch von Eltern auf individuelle Pflege und Erziehung ihrer Kinder ist nach Artikel 6 ein unveräußerliches, grundgesetzlich geschütztes Recht.

In seinem Urteil von 1977 hat das Bundesverfassungsgericht elterlichem Erziehungsrecht und staatliche Sexualerziehung Gleichrangigkeit zuerkannt.

In seinem Gutachten kommt der Verfassungsrechtler Prof. Christian Winterhoff zu einem klaren Urteil: Die Lehre von der sexuellen Vielfalt ist verfassungswidrig, weil sie gegen das staatliche Indoktrinationsverbot verstößt.

Das Schulrecht ist in Deutschland Angelegenheit der einzelnen Bundesländer. Im Schulgesetz sind Regelungen und Richtlinien zum Sexualkundeunterricht niedergelegt. Die Schulgesetze im einzelnen:

 

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