Die Bayerische Familienministerin Christine Haderthauer sprach sich am Montag bei einem Besuch des Radiosenders B5 dafür aus, das Betreuungsgeld aufzustocken. Es sollte wenigstens 500 Euro pro Monat und Kind betragen. So könne man jungen Eltern ermöglichen selbst zu entscheiden, wie sie ihre Kinder erziehen. Die derzeit diskutierten 150 Euro seien zu wenig und würden den Eltern keine Gestaltungsfreiheit geben.

Die Rechtsanwältin bezeichnete bestimmte Äußerungen, die im Zuge der Debatte um das Betreuungsgeld aufgekommen sind, als bedenklich. Die Ansicht, Ein bis Zweijährige könnten Bildungschancen verpassen, wenn sie keine Krippe besuchen, lehnt sie ab. Dies würde unterstellen: Eltern die ihre Kinder lieben, könnten durch einen Staat, der die Kinder betreut, ersetzt werden. Diese Behauptung sei nicht nur fachlich falsch, sondern löse auch eine „verhängnisvolle Entwicklung“ aus.

Der Familienbund der Katholiken in Bayern begrüßt den Vorstoß der Ministerin. Was sie vorschlägt, bedeutet, es anzuerkennen, wenn Eltern ihre Kinder selbst bilden und erziehen wollen. Der Landesvorsitzender Dr. Johannes Schroeter sagt, er sehe „finanziell überhaupt kein Problem“. Wenn die öffentliche Hand Ganztagsbetreuung in Krippen mit 800 bis 1.000 Euro (pro Kind und Monat) unterstütze, müsse sie leicht 500 Euro für Ganztagsbetreuung in den Familien ausgeben können.

Auch dem Bayerischen Landesvater, Horst Seehofer, scheint etwas am Betreuungsgeld zu liegen. So erklärte er dem Magazin „Der Spiegel“, Steuersenkungen kämen zurzeit nicht in Frage, da man unter anderem das Betreuungsgeld finanzieren müsse.

Quellen: Pressemitteilung Familienbund der Katholiken Bayern

BR-Online

Spiegel

Foto: J. Patrick Fischer (Lizenz: Cc-by-sa-2.0-de)


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