Der Landesvorsitzende des Familienbundes der Katholiken, Dr. Johannes Schroeter, widerspricht Bundesarbeitsministerin von der Leyen. Schulbesuch sollte nicht durch mehr Zwang, sondern durch mehr Attraktivität gefördert werden. Die Bundesarbeitsministerin hatte gegenüber der Berliner Morgenpost gefordert, Eltern von „Schulschwänzern“ mit Bußgeldern zu bestrafen.
Landesvorsitzender Dr. Johannes Schroeter: „Viele zivilisierte Länder kennen nicht einmal eine Schulpflicht, zum Beispiel Irland, Frankreich, Dänemark oder der PISA-Spitzenreiter Finnland. Sie verstehen Schule als staatliches Angebot, das die Familien nutzen können oder nicht. Auch mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und mit der katholischen Soziallehre ist ein Zwang zur Ablieferung der Kinder in Schulen nicht vereinbar.“
Kinder seien von Natur aus neugierig und lernbereit. Sprechen und Laufen lernten sie aus eigenem Antrieb. Wenn Kinder ungern zur Schule gingen, müsse man nicht mehr Zwang auf die Eltern ausüben, sondern an der Attraktivität von Schule arbeiten.
Weitere Informationen und Texte über Schulpflichtregelungen in Europa.
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