Wir begrüßen das eindeutige Votum der CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel für das Betreuungsgeld. Die vom Koalitionsausschuss im November 2011 geäußerte Absicht, von 2013 an monatlich jene Eltern finanziell zu unterstützen, die für ihre Kinder keinen mit öffentlichen Geldern geförderten Krippenplatz in Anspruch nehmen, ist richtig und führt zu etwas mehr Gerechtigkeit. Der Staat muss endlich die Erziehungsleistung der Eltern angemessen anerkennen. 

Es ist staatliche Aufgabe, die Familie zu stärken und ihr zu helfen, ihre eigenen Aufgaben leisten zu können. Insofern ist es ein erster Schritt in die richtige Richtung, den Eltern zu helfen, ihrer eigentlichen Aufgabe nachzukommen. Es ist auch der Beginn eines längst überfälligen Denkens, das vom Kindeswohl ausgeht und die Bedürfnisse des Kindes an die erste Stelle stellt.

Es ist zudem ein erster Schritt zu mehr Gerechtigkeit und hoffentlich bald möglicher echter Wahlfreiheit, denn zwischen der beabsichtigten Förderung der elterlichen Erziehungsleistung und fremder Betreuung von Kindern klafft eine eklatante Lücke. Hier sollen von 2013 an 100 Euro monatlich und später 150 Euro pro Monat zur Verfügung stehen, während ein Krippenplatz mit bis zu 1000,– Euro finanziert wird. Es ist gut, wenn mit dem Betreuungsgeld jetzt das Tor zu neuer Freiheit aufgestoßen wird.

Niemand hat den Eltern – weder faktisch durch ungleiche Mittelunterstützung noch durch entsprechendes öffentliches Klima – vorzuschreiben, wie sie ihrer Pflicht gegenüber den Kindern nachzukommen haben. Aber alle Verantwortlichen sollten sich aktiv darum bemühen, jeder Form von Diskriminierung vor allem der Mütter entgegenzuwirken. Wir wissen auch aus wissenschaftlichen Studien und der Hirnforschung längst, dass Kinder in den ersten Lebensjahren zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit dringend die Eltern brauchen, vor allem aber die Mutter. Wir wissen auch, dass Kinder nicht zu Objekten der Betreuung degradiert werden dürfen, sondern als Subjekte der Entfaltung ein Anrecht auf maßstabsgerechte Unterstützung haben. Dieser Erkenntnis Raum zu geben sollte ein vorrangiges staatliches Ziel sein. Es ist höchste Zeit für eine ganz neue und wirklich moderne Familienpolitik!


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