Axel Voss, CDU

Sehr geehrte Frau von Beverfoerde,

vielen Dank für Ihre Email und den Hinweis auf die „Initiative Familienschutz“ und die Organisation „Europe for Family“ sowie für den Link zur Online-Befragung anlässlich der Europawahl 2014.
Ich habe mir Ihre Grundsätze sehr gerne genau angesehen.

Ich werde nicht unterzeichnen und ich sage Ihnen gerne, warum ich so entschieden habe.
Wir leben in einer repräsentativen Demokratie. Die Wähler geben mir als Mitglied einer Partei ihre Stimmen, weil sie überzeugt sind, dass ich sie in allen Belangen am besten vertrete. Ich bin meinen Wählern nicht nur gegenüber dem Einsatz für die Stärkung von Ehe und Familie verantwortlich, sondern in allen Politikbereichen. Daher möchte ich mich nicht einseitig festlegen.

Unbestritten setze ich mich – geleitet durch die christlichen Grundsätze meiner Partei – stärker als viele andere Abgeordnete für eine familienbewusste Gesellschaft und die Rechte von Eltern und Kindern ein. Jeder Interessierte kann meine Positionen auf meiner Homepage www.axel-voss-europa.de in Erfahrung bringen. Meine Überzeugungen haben Einfluss auf das CDU-Wahlprogramm für die Europawahl gehabt, das ich Ihnen im Anhang gerne übersende. Als Kandidat der CDU Deutschlands verpflichte ich mich diesem Programm.

Abgeordneten wird oft unterstellt, dass sie von der Lobby beeinflusst seien. Auch Menschen – und Bürgerrechtsorganisationen wie bspw. das „Europe for Family“ sind Lobbyisten ihrer eigenen Interessen. Würde ich die Charta abzeichnen, täte ich genau das, was kritisiert wird: Ich gebe per Unterschrift mein freies Mandat auf und verpflichte mich einseitig einer Lobbygruppe.

Verstehen Sie meine Absage nicht als eine Absage an eine familienfreundliche Politik: Ich sage Ihnen zu, mich weiterhin engagiert für diese einzusetzen. Ich bin Vater von zwei jungen Töchtern und meine Familie ist mein Mittelpunkt.
Meine Nichtunterzeichnung ist eine Absage an das Verfahren.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Axel Voss

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