Roland Heintze, CDU

Sehr geehrter Herr (…),

Ich bin ein klarer Verfechter, Familien in Deutschland und in der Europäischen Union zu schützen. Sie ist die kleinste menschliche Organisationsform und zu gleich mit die wichtigste. Familien und das Leben innerhalb dieser prägen besonders Kinder in ihrer Entwicklung und haben so unmittelbaren Effekt auf alle anderen gesellschaftlichen Strukturen.

Daher ist mein Appell: Kinder müssen geschützt werden, sodass sie selbstständige, tolerante und offene Mitglieder unserer Gesellschaft werden. Ein wichtiger Aspekt hierfür ist, dass rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die gesunde Entwicklung von Familien ermöglichen und diese unterstützen. Dies ist besonders im Zuge unserer alternden Gesellschaft entscheidend! Dafür muss es auch in Deutschland ein Mentalitätswechsel geben. So ist mir wichtig, dass eine klare Vereinbarkeit von Beruf und Familie geschaffen wird. Junge Menschen sollten sich nicht mehr zwischen Karriere oder Familie entscheiden müssen. Diese Ausschließung beider Dinge muss in den Köpfen der Menschen abgebaut werden. Hierfür muss der Staat sich gezielt einsetzen. Dafür stehe ich ein. Als mandatsträger im Europäischen Parlament würde ich aktiv an einer Verbesserung familiärer Situationen arbeiten – denn unterstützt man Familien, wirkt man unmittelbar positiv auf die gesamte gesellschaftliche Entwicklung ein.

Des Weiteren bin ich aber ein großer Verfechter des Prinzips der Eigenverantwortung. Bei all den genannten Zielen ist es dennoch wichtig, dass Eltern eine große Rolle für die Situation innerhalb ihrer Familie innehaben und das hier der Gesetzgeber zwar positive Rahmenbedingungen schaffen muss, aber nicht Hauptverantwortlicher sein kann. Jeder Mensch muss aktiv an der Gestaltung seiner Lebensrealität mitwirken, bei gezielter, aber balancierter Unterstützung des öffentlichen Raumes. Dies gilt auch für Familien und die Erziehung von Kindern. Hier sind in erster Linie die Eltern gefragt. Das bedeutet auch, dass die Europäische Union in diesem Bereich nur eine limitierte Gesetzgeberrolle einnehmen darf. Familienpolitik sollte nach wie vor eine Angelegenheit der Nationalstaaten sein, wobei der Staat hier nur bedingt helfen kann.

Dabei muss Familienpolitik eine solche sein, die Kinder nicht zu Objekten deklassiert, Eltern in Ihrer leitenden Rolle unter die Arme greift sowie gesellschaftliche Anerkennung für sie fordert und Kinder bei ihrer Entfaltung aktiv unterstützt, sodass sie selbstbewusste Mitglieder unserer Gesellschaft werden. Wichtig ist mir dabei auch, dass stark gegen Diskriminierung vorgegangen wird. Das umfasst, meiner Meinung auch eine offene Debatte über die veränderte Rolle der Ehe und Familie in unserem modernen und toleranten Staat. Eine Tabuisierung bzw. eine kategorische Ausklammerung aus dem öffentlichen Diskurs darf es in einem Land wie Deutschland nie geben. Sonst agieren wir entgegen den Grundpfeilern unseres Landes und der Europäischen Union. Prinzipien wie Freiheit, Demokratie und Toleranz gegenüber Vielfalt muss gelebt werden.

Ich danke Ihnen für die Möglichkeit der Stellungnahme. Sollten Sie Fragen zu weiteren Themen haben die mich bewegen, finden Sie hier den Link zu meinem Blog http://www.roland-heintze.eu/

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Roland Heintze

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