Bevormunder

Maria Boehmer/Bundestag.deProf.Maria Böhmer (CDU) hat sich als Vorsitzende der Frauen-Union gegen eine Barauszahlung des Betreuungsgeldes ausgesprochen.

Das Geld solle statt dessen wahlweise als Aufstockung der Rente, zur privaten Altersvorsorge, zur beruflichen Weiterbildung, für Deutschkurse oder für eine kapitalgedeckte Pflegeversicherung verwendet werden.

Quelle: Beschluß der Frauen-Union zum Betreuungsgeld

Kommentare

  1. Was ist das für eine Anerkennung von Erziehungsleistung, wenn man die Auszahlung von Betreu-ungsgeld ablehnt? Wo ist die “tatsächliche Wahlfreiheit“ die “keine massiven Nachteile“ erwarten lässt? Die Politik hat ein eigentümliches Verständnis von Wahlfreiheit, die den Tatsachen entsprechend nicht besteht.
    Nichts dagegen wenn Mütter einen weiteren Beruf ausüben sollen, wenn sie es möchten. Wenn sie es aber müssen um mit der Familie über die Runden zu kommen ist das nicht in Ordnung und auch keine Wahlfreiheit. Das Betreuungsgeld ist ohnehin kein Ausdruck besonderer Familienfeundlich-keit, sondern ein billig ausgestattetes Trostpflaster. Es könnte aber ein kleiner Ausgleich und Anerkennung sein für die Betreuung und liebevolle Zuwendung zum Kind, die letztlich unserer ganzen Gesellschaft zugute käme. Warum eigentlich wird bei jeder Diskussion um das Betreuungs-geld die Bedeutung der verlässlichen Mutter-Kind-Beziehung verkannt bzw. geleugnet?
    Der Staat als Entscheidungsträger fördert einseitig Fremdbetreuung, Familienbetreuung aber nicht, das ist ungerecht und somit verfehlt er seine Verantwortungspflicht.
    Am Wirkungsvollsten wäre sicher, bessere Rahmenbedingungen für Eltern zu schaffen damit sie ihre Kinder selber versorgen können.

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