Erziehungsrecht ist Elternrecht

Initiative Familienschutz fordert „Kindergartenpflicht verhindern“

Hedwig Freifrau von Beverfoerde

Am 6. Tag der Initiative „Kindergartenpflicht verhindern“ haben sich bereits mehr als 100 Bundestags-Abgeordnete quer durch alle Parteien gegen die Kindergartenpflicht ausgesprochen. Eine Liste mit allen Abgeordneten, die sich gegen die Kindergartenpflicht ausgesprochen haben und mit den 6 Abgeordneten, die sich für die Kindergartenpflicht ausgesprochen haben, finden Sie hier.

Immer häufiger wird in der Bundesrepublik die Einführung einer Kindergartenpflicht gefordert. Als erste Partei Deutschlands hat die CDU diese Forderung sogar in ihr Parteiprogramm aufgenommen.

Kindergartenpflicht bedeutet einen Übergriff auf die Freiheit und das natürliche Erziehungsrecht der Eltern, das in  Art. 6 GG ausdrücklich geschützt wird. Die Initiative Familienschutz erkennt darin ein generelles Misstrauen der Politik gegenüber Millionen fürsorglich erziehender Eltern. Kindergartenpflicht ist der unzulässige Versuch, alle Familien staatlich zu kontrollieren. Dies gilt es – im Interesse unserer Kinder und der Freiheit – zu verhindern.

Deshalb führt die Initiative Familienschutz eine Aktion gegen die drohende Kindergartenpflicht durch. Wir haben jeden einzelnen Abgeordneten des Deutschen Bundestages aufgefordert, sich eindeutig gegen die Einführung der Kindergartenpflicht auszusprechen.

Die Haltung der Abgeordneten finden Sie sie auf unserer Seite www.AbgeordnetenCheck.de veröffentlicht. Sie können dort über eine Deutschlandkarte alle Wahlkreise einsehen und sich über die Position des Abgeordneten in Ihrem Wahlkreis informieren.

Bitte nehmen Sie heute noch über die eingebaute Email-Funktion Kontakt zu Ihrem Abgeordneten auf und fordern Sie von ihm, sich gegen die Einführung einer Kindergartenpflicht auszusprechen:

–> www.AbgeordnetenCheck.de

Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Hedwig Freifrau von Beverfoerde

Zur Begründung: Kindergartenpflicht verletzt das Grundgesetz

Die Institutionen von Ehe und Familie bilden die tragende Grundlage des Zusammenlebens der Bürger in unserem freiheitlichen Rechtsstaat. Sie bedürfen daher des besonderen Schutzes vor staatlichen Eingriffen.

Die Erziehung der Kinder ist das prinzipielle und natürliche Recht der Eltern. Deshalb ist es als Grundrecht in Artikel 6 des Grundgesetzes festgeschrieben.

Eine Kindergartenpflicht verletzt Buchstaben und Geist der Verfassung. Denn Demokratie basiert auf der Gewissheit, daß der Bürger in der Lage ist, in grundlegenden Lebensfragen – und dazu gehört an vorderster Stelle die Erziehung der eigenen Kinder – eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen.

Eine Kindergartenpflicht schadet den Kindern, weil sie verhindert, daß Kinder die beste Erziehung bekommen, nämlich die Erziehung, welche ihre Eltern als richtig erkannt haben. Denn die Eltern kennen ihre Kinder am besten.

Eine Kindergartenpflicht entmündigt Eltern in ihrem zentralen Verantwortungsbereich, weil damit die Erziehung der Kinder und die Entscheidung über die beste Form ihrer Betreuung aus den Händen der Eltern genommen wird.

Eine Kindergartenpflicht vergiftet das Verhältnis zwischen Bürgern und Staat, denn sie ist Ausdruck des Misstrauens des Staates gegenüber den Bürgern.

Hintergrundinformationen

Weitere Informationen und Argumente finden Sie in folgenden Blogs, Artikeln und Interviews

Es geht um staatlichen Zwang – Interview mit Hedwig von Beverfoerde

Eltern müssen Pflichten wahrnehmen – Interview mit Regine Schwarzhoff

Erziehungsprimat der Eltern – Interview mit Prof. Johannes Schroeter

Kindergartenpflicht und Politik – Interview mit Carlos A. Gebauer

Wie christlich ist die Union? – Interview mit Martin Lohmann

Christoph Kramer: Wer will die Kindergartenpflicht?

Stefan Fuchs: Kindergartenpflicht – politisches Wollen vs. Wirklichkeit

Johannes G. Klinkmüller: Kinder, Gärten, Krippen: Erinnerungen und Gedanken.

Dr. Konrad Adam: Notversorgung für alle

Beatrix Herzogin von Oldenburg: So ein Kindergarten!

Marie Luise Schellen: Die Zerstörung der bürgerlichen Familie

Staat und Elternverantwortung – Interview mit dem Erziehungswissenschaftlern Albert Wunsch

Familien-schutz.de: Familiäre Kinderbetreuung bringt keinen Bildungsnachteil

Zitate zur Kindergartenpflicht:

„Eine per Gesetz geregelte Verpflichtung zum Kindergartenbesuch ist eine Bevormundung bzw. Entmündigung. (…) So werden Väter und Mütter nicht zur Wahrnehmung einer qualifizierten Erziehungsleistung herausgefordert, sondern statt dessen weitgehend kalt gestellt.“ Dr. Albert Wunsch, Erziehungswissenschaftler

„Weil Kinder ein überaus wirksamens Hindernis auf dem Weg darstellen, der in dem grossen Arbeitshaus für alle endet, soll die Kindererziehung nicht länger Recht und Pflicht der Eltern sein, sondern Sache des Staates. Weniger Freiheit also, zumindest für Eltern.“ Dr. Konrad Adam, ehem. Chefkorrespondent der Welt

„Ziel ist die kontinuierliche (Voll)Erwerbstätigkeit beider Eltern und die ganztätige institutionelle Betreuung von Kindern.“ Stephan Fuchs, Verwaltungswissenschaftler am Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie (I-DAF)

Eine sozialistische Kindergartenpflicht widerspricht der christlichen Freiheit und fesselt das ursprüngliche Elternrecht.“ Martin Lohmann, Journalist und Geschäftsführer

„Es sind die Eltern, die festlegen, wie ihr Kind gebildet, betreut und erzogen wird. Nach der katholischen Soziallehre sind alle anderen Erziehenden subsidiär und eigentlich nur im Auftrag der Eltern tätig. Von daher ist es vermessen, wenn irgendwer beansprucht, sich die Kinder verfügbar zu machen und sie mit eigenen Ansätzen erziehen, bilden und betreuen zu wollen.“ Prof. Dr. Johannes Schroeter, Landesvorsitzender des Familienbundes der Katholiken in Bayern

„(…) der oft bemühte „Schutzbedarf“ des schwachen Kindes [ist jedenfalls] kein Argument für diesen weiteren staatlichen Zwang. Viele alte Menschen sind auch „schutzbedürftig“. Führen wir deswegen eine staatliche
Altersheimpflicht ein? Mein Eindruck ist eher: Der Gesetzgeber traut sich nicht zu, ein Gesetz zu formulieren, das die wirklich Hilfebedürftigen beim Namen nennt. (…) Deswegen werden vorsorglich gleich alle in die Pflicht genommen, damit die richtigen jedenfalls dabei sind.“ Carlos A. Gebauer, Rechtsanwalt und Publizist

„Dabei wird völlig übersehen, daß es Eltern gibt, die sich ihren Kindern mit Liebe, Hingabe, Sinn für Bildung und Erziehung und großem Verantwortungsbewußtsein widmen und sich das auf keinen Fall aus der Hand nehmen lassen wollen.“ Regine Schwarzhoff, 2. Vorsitzende des Deutschen Elternvereins und Vorsitzende des Elternvereins NRW

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