Kritik an OECD-Forderung nach mehr Ganztagsbetreuung

Kathi Strahl_pixelio.deDer Familienbund der Katholiken widersprach in einer Presseerklärung entschieden der Forderung der OECD, die Transferleistungen in den Ausbau der Ganztagsbetreuung zu investieren, statt sie den Familien direkt zukommen zu lassen. Kritik äußerte auch das Webportal familyfair.de. Die OECD operiere in ihrer Studie schlichtweg mit falschen Zahlen.

Die von der OECD herausgegebene Studie hatte ergeben, daß in Deutschland jedes 6. Kind unterhalb der Armutsgrenze leben müsse und dies obwohl Deutschland vergleichsweise viel Geld in die Familienförderung investiere. Deshalb forderte die OECD die gezielte Förderung bedürftiger Familien und die Umschichtung der Transferleistungen in den Ausbau der Ganztagsbetreuung .

Dem widersprach die Präsidentin des Katholischen Familienbundes Elisabeth Bußmann: „Die vorgeschlagene Umschichtung der Familienförderung zugunsten von Betreuungseinrichtungen beschränkt … die Freiheit der Eltern, ihr Familienmodell selbst zu gestalten“, dadurch werde die Erwerbstätigkeit beider Eltern nötig. Die Umlagerung der Familienförderung sei „der falsche Weg zur Bekämpfung von Kinderarmut“. Vielmehr müsse der Familienlastenausgleich in Deutschland endlich gerechter geregelt werden. Zur Pressemitteilung des Familienbundes der Katholiken.

Von „falschen Zahlen“, die der OECD-Kinderstudie zugrunde liegen würden, sprach das Internetportal familyfair.de. Die von der OECD-Studie angegebene Familienhilfe in Höhe von 184 Milliarden Euro liege deutlich über der tatsächlichen Förderhöhe: „Die vom Familienbund berechnete Summe der „echten“ Familienförderung des Staates beläuft sich auf rund 56 Mrd. Euro und die des Paritätischen auf 38,6 Mrd. Euro.“ Mehr

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