Grüne: Staatskrippen statt Betreuungsgeld

Miriam StaudteDie niedersächsische Landtagsfraktion der Bündinis90/Die Grünen fordert mit ihrem Antrag „Herd­prämie stoppen- Geld in Krip­pen­ausbau in­ves­tieren“ von ihrer Landesregierung eine Bundesratsinitiative, um das für 2013 geplante Betreuungsgeld zu stoppen. Man müsse verhindern, „dass hier jähr­lich bis zu zwei Mil­li­arden Euro ver­pul­vert werden“, so Mi­riam Staudte, fa­mi­li­en­po­li­ti­sche Spre­cherin der Land­tags­grünen. Das Geld solle stattdessen für den weiteren Ausbau staatlicher Krippenplätze verwendet werden.

Ihren Antrag begründen die Grünen mit der Befürchtung, das Betreuungsgeld könne Eltern einen finanziellen Anreiz bieten, ihre Kinder daheim zu lassen, statt sie in eine Kinderkrippe zu geben. Aber „gerade Kinder aus soaialschwachen Familien profitieren besonders von den Anregungen und Förderungen in den Krippen, das belegt unter anderem eine aktuelle Bertelsmann-Studie“. Mangelnde Förderung und Beschäftigung der Eltern mit ihren Kindern sei aber nicht nur ein Problem sozialschwacher Familien, „selbst in den besten Familien werden Kinder zu oft vor dem Fernseher geparkt“, so Staudte.
Quelle: Hannover Zeitung

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