Junge Union Münster will Krippenplatzausbau stoppen

Stefan-Alexander Roth/JU-Muenster.derDie Junge Union Münster will angesichts leerer Haushaltskassen den weiteren Ausbau staatlicher Betreuungsplätze für Kleinkinder stoppen, bis sich die finanzielle Lage beruhigt hat. Der JU-Vorsitzende, Stefan-Alexander Roth,  hält trotz massiver Kritik auch aus den Reihen der Landtags-Union an diesem Vorschlag fest: „Wir wollen den Ausbau der Kinderbetreuung in Münster unter einen Finanzierungsvorbehalt stellen“. Kinderbetreuung halte Roth zwar für gut, derzeit sehe er aber keinerlei finanziellen Spielraum für weitere Investitionen in diesem Bereich. Ihm sei klar, daß „wir mit diesem Vorschlag in ein Wespennest stoßen“, aber eine Neuverschuldung erachtet er als unsozial.

Kritik erntet die Junge Union für ihren Vorschlag aus allen Parteien – auch aus der CDU. Für Stefan Weber, CDU-Kreisvorsitzender, gehe der Vorschlag „völlig an der Wirklichkeit vorbei.“ Der CDU-Fraktionsvorsitzende, Heinz-Dieter-Sellenriek, und der familienpolitische Sprecher, Josef Rickfelder, sehen beim Krippenplatzausbau-Programm „kein Einsparungspotenzial“. Mit „schärfstem Widerstand“ droht die FDP, sollte die CDU den Vorschlag der Jungen Union annehmen. Und die SPD-Ratsfrau Anne Hakenes wettert: „Selten hat sich eine politische Gruppierung so ins Abseits gestellt und die gesellschaftliche Realität so ausgeblendet“.

Quellen: ivz-online.de und Ahlener-Zeitung.de

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