Kardinal Meisner: „Hände weg von den Familien“

Joachim Meisner/Erzbistum-Koeln.deDas Gros der Eltern erziehe seine Kinder in hoher Verantwortung und Kompetenz, so der Kölner Erzbischof Meisner in einem Interview mit dem „Generalanzeiger“. Deshalb sei es für ihn unverständlich, daß die Erziehungskompetenzen der Eltern mehr und mehr in die Hände des Staates gelegt würden. „Vater Staat aber ist weder zeugungs- noch liebesfähig.“ Daß die meisten Eltern vorbildliche Erziehungsarbeit leisten, müsse „viel mehr in den Vordergrund gerückt werden.“

Kritisch betrachtet Kardinal Meisner die zunehmende Abwertung der traditionellen Familie. Familie aber sei „etwas Heiliges“, die der Gesellschaft durch die Schöpfungsordnung vorgegeben sei. Meisner mahnt daher: „Hände weg von den Familien.“

Natürlich sei es erfreulich, daß es eine qualifizierte Betreuung für die Kinder gebe, deren beide Elternteile arbeiten gehen müßten. Aber auch eine noch so kompetente Erzieherin könne „Vater und Mutter nicht ersetzen.“ Der Politik müsse es darum gehen, „die Familie in den Stand zu versetzen, dass die Mutter oder der Vater wenigstens in den ersten Jahren zu Hause bleiben kann. Ich halte das nicht für ein überholtes Familienbild.“ Nach Ansicht Meisners tue der Staat hier nicht genug für die Familie.

Quelle: General-Anzeiger

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