Köhler will ein Ende der „Bevorzugung der traditionellen Familie“

Kristina Koehler/Bundestag.deIn einem Gastbeitrag im aktuellen „Focus“ kritisiert Bundesfamilienministerin Kristina Köhler (CDU) die staatliche Förderung eines „mit einer bestimmten Rollenverteilung verbundenen Familienmodells“. Der Staat solle statt dessen die „Übernahme von Verantwortung unterstützen egal in welcher Form dies geschieht“ und nicht mehr länger die traditionelle Familie bevorzugen.

Köhler gehe es darum, den Familien selbst zu überlassen, sich für ein bestimmtes Modell zu entscheiden. „Familienmodelle, die mit bestimmten Rollenzuweisungen verbunden sind“, sollen nach Ansicht der Familienministerin, „in die private Sphäre des Einzelnen“ verabschiedet werden. Eine „Familienpolitik von der Stange“ gebe es nicht. Die einseitige Förderung eines bestimmten Modells müsse daher beendet werden.

Quelle: Focus

Kommentare

  1. Broßmann sagt:

    zu „Bevorzugung …“
    wieder einmal spricht eine Ministerin der
    absoluten Freizügigkeit das Wort. Objektiv
    kann sie dabei die Sache nicht betrachtet
    haben, schon gar nicht aus der historischen
    Perspektive heraus. Sonst kämen ihr nämlich
    Bedenken, dass heute größere Freizügigkeit
    mit wachsender Unsicherheit der Menschen
    einhergeht (vgl. finanzielles Impfstoff –
    desaster – 150 Mio. € zuviel bezahlt).
    Das Verhaftetsein in Rollenmustern vermochten
    bisher Gesetze nie zu regeln. Noch immer ist
    das persönliche Vorleben m.E. der einzige
    Weg, im gesellschaftlichen Umfeld etwas zu
    ändern.

  2. Broßmann sagt:

    bez. „homeschooling“
    schon wieder so eine Amerikanisme, für die es
    für einfältige Gemüter offenbar wirklich kein
    deutsches Wort gibt.
    Bravo! Es lebe die gesellschaftliche Vereinze-
    lung, die damit doch wunderbar noch gefördert
    werden kann.
    Ich kann es fast täglich erleben, wie verein-
    zelt Kinder heute schon sind: die kleinen Prin-
    zen und Prinzesschen sind nicht selten schon
    auf narzistischen Egomantrips!
    Nun treffen die armen Wuselchen auf ein ge-
    sellschaftliches Umfeld namens Schule, in dem
    es gilt, die Rechte anderer, meist gleichal-
    triger Menschen zu achten. Was für eine Anmaßung!
    Gewiss, eine solchen werden die jungen
    Staatsbürger freilich enthoben, so sie
    von Mami & Papi unterrichtet werden.
    Neben sprachlichen, mathematischen, ge-
    schichtlichen und sozialen Defiziten,
    welche diese fast immer aufweisen, ist
    dies wahrlich ein epochal großartiges
    Vorhaben, „Homeschooling“ zu befürworten!

  3. Seit der Ära v.d.Leyen gab es ausschließlich eine Bevorzugung jener Familien, die 2 Arbeitsplätze haben und ihre Kinder in die Kita geben: 1. durch maximales Elterngeld und 2. durch Subvention der Krippenplätze. Kann mir mal jemand verklickern, wie traditionelle Familie mit mehreren Kindern und präsenter Mutter je b e v o r z u g t wurden? Ich kann nur Benachteiligungen erkennen! Warum muss eigentlich der Steuerzahler für die Kinderbetreuung von Doppelverdienern aufkommen? Die gleiche Leistung der Eltern bleibt nullsubventioniert. Im Gegenteil: Alleinverdiener zahlen durch ihre überhöhten Steuern Kitaplätze mit. Da finde ich es schon mehr als dreist, von Bevorzugung zu sprechen!

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