Diakonie gegen Betreuungsgeld

Diakonie.deAktuell hat sich nun auch das Diakonische Werk gegen ein Betreuungsgeld für Eltern ausgesprochen. Wie Diakonie-Vorstandsmitglied Kerstin Griese in Berlin erklärte, stelle das Betreuungsgeld besonders ärmere Familien vor eine unzumutbare Wahl. Mit finanziellen Anreizen würden hier die Erziehung daheim und die Fremdbetreuung gegeneinander ausgespielt.

„Hier werden Kinder aus armen Familien benachteiligt, indem die Entscheidung für oder gegen eine Betreuungsform von finanziellen Anreizen abhängig gemacht wird. Betroffen sind vor allem Kinder von Alleinerziehenden, Kinder mit Migrationshintergrund sowie Kinder mit mehreren Geschwistern“, so Griese. Ärmere Familien bräuchten vielmehr verschiedenste unterstützende Angebote und echte freie Wahl.

Quelle: Diakonie.de

Kommentare

  1. Falk Jeikowski sagt:

    Leider gibt es bei uns in Leipzig nur relativ unflexible christliche Kinderbetreuungseinrichtungen (mit langen Wartelisten und Betreuungszeitvorgaben). Da fragt man sich ob es nicht besser ist (zusammen mit anderen Eltern) die Zeit mit den Knirpsen zu genießen. Armut braucht nicht sein! Der Lebensstandard ist sicher eingeschränkt, aber man kommt gut über die Runden, wenn man Zeit hat preiswert einzukaufen und alle sozialen Leistungen zu beantragen bzw. Vergünstigungen zu nutzen. Übrigens können wir von Migranten (als unsere Freunde) viel profitieren. Andersherum natürlich genauso.
    Ein Vater von 6 Kindern, der mit einer rußlanddeutschen Familie mit 9 Kindern befreundet ist

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