2009 wurden in Deutschland 110.700 Abtreibungen gemeldet

Rainer Sturm/pixelio.deWie das Statistische Bundesamt Wiesbaden gestern bekanntgab, sind im Vorjahr 110.700 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet worden. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr zwar einen Rückgang von 3,3%, der aber auf die ebenfalls sinkende Zahl der gebärfähigen Frauen zurückzuführen ist. 97% der Eingriffe wurde nach der sog. Beratungsregelung vorgenommen, 3% aufgrund medizinischer oder kriminologischer Indikation.

Gemessen an der Gesamtbevölkerungszahl der einzelnen Bundesländer wurden die meisten Abbrüche in den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg durchgeführt. Zudem liegt die Abtreibungsquote in den ostdeutschen Bundesländern höher als in den Alten Bundesländern.

Über die Hälfte der Frauen (55%), die 2009 einen Schwangerschaftsabbruch haben vornehmen lassen, waren zum Zeitpunkt des Eingriffs ledig, 40% waren verheiratet. Fast drei viertel der Frauen waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15% zwischen 35 und 39 Jahren, 8% älter als 40 Jahre und 4,4% unter 18 Jahre.

Etwas weniger als die Hälfte der Frauen (40%) hatten vor dem Abbruch noch keine Kinder geboren. Die am häufigsten angewendete Abbruchmethode war mit 73% die Vakuumaspiration (Absaugung); mit dem Medikament Mifegyne® führten 15.500 Frauen den Abbruch durch.

Quelle: destatis.de

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