Erzwingungshaft für Eltern, die sich gegen Sexualkundeunterricht ihrer Kinder wehren

Peter Reinäcker/pixelio.deWeil die Eltern nicht wollten, daß ihre Kinder am staatlichen Sexualkundeunterricht in der Grundschule teilnehmen, sind jetzt in Paderborn zwei Väter zu 40 Tagen und ein Vater zu 30 Tagen Erzwingungshaft verurteilt worden. Die kinderreichen Familien begründen die Teilnahmeverweigerung mit der Unvereinbarkeit ihres christlichen Glaubens mit der Sexualmoral, die ihren Kindern im Unterricht vermittelt werden soll.

Um die Teilnahme zu erzwingen, waren die Familien zunächst zu einem Bußgeld verurteilt worden, das diese aber nicht bezahlten.

Mit Petitionen an den Bundespräsidenten Horst Köhler, an den Bundesgerichtshof, die Kultusministerin und die Justizministerin von Nordrhein-Westfalen, den Landtagspräsidenten, den Landrat von Paderborn sowie an das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft und an das Bundeskanzleramt hatten die Familien bis zuletzt gehofft, Unterstützung zu finden, um so ein Einlenken von Schule und Justiz zu erwirken – vergeblich.

Rechtsanwältin Gabriele Eckermann zweifelt an der Verfassungsmäßigkeit dieses Vorgehens. Sowohl das Recht auf Religionsfreiheit als auch das Grundrecht auf die Ausübung elterlicher Erziehungsrechte seien in diesen Fällen übergangen worden.

Quelle: medrum.de

Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on LinkedInShare on TumblrEmail this to someone

Kommentare

  1. Anonymous sagt:

    Entsetzlich!

    Dass man den Kinder sachlich erklärt, wie die Biologie des Menschen funktionniert, interessiert jedes Kind… Habe gerade meine 8-jährige Tochter erklärt, wie Mädchen und Junge entstehen – von der Eibefruchtung bis zu Chromosomteilung. Verstanden hat sie es, fand das auch nicht mehr so eklig, wie die Sexualkunde in der Schule.
    Dass man die Kinder so früh wie möglich auf anständiger Weise und kindergerecht erläutert, was man mit ihnen machen darf oder nicht, sogar die Körperteile beim Namen nennt, finde ich wichtig, um Mißbrauch vorzubeugen.

    Ich bin aber stinksauer, wenn Lehrer – wie meine Tochter mir heute erzählte – meiner Meinung nach das Thema mißverstehen und glauben, schon 8- bis 9-jährige in Detail erklären zu müssen, welche Sexpratiken existieren, wie z.B. „die Frau nehme den Penis vom Mann in den Mund…“ (weitere Bespiele der Lehrerin hat meine Tochter verdrängt und nicht mehr hören wollen.)
    Sollen die Kinder nun schon in dem Alter wählen, welche sexuelle Neigungen sie haben möchten? Einfach empörend!!!
    Da kann ich verstehen, dass Eltern sich währen. Dass man sie in Deutschland des 21. Jahrhundertes dafür bestraft und quasi entmündigt, empfinde ich als besorgniserregend.

  2. Jürgen Kranitz sagt:

    Gerade in einem so sensiblen Bereich wie der Sexualerziehung liegt das Erziehungsrecht auf der Seite der Eltern. Wer sonst, als die Eltern sollte für das Intimgefühl der Kinder verantwortlich sein?
    Allein der Tatbestand, Eltern für die Nichtteilnahme am staatlich verordneten Sexualdenken/Sexualkundeunterricht eine Geldstrafe aufzuerlegen und bei Nichtzahlung zu inhaftieren, erinnert anstatt an einen demokratischen Rechtsstaat eher an eine Diktatur. Ich frage mich mit Besorgnis, wie ein solches Vorgehen von demokratischen Gerichten auch noch unterstützt werden kann.
    Der Verdacht liegt doch mehr als nahe, daß den Kindern im Sexualkundeunterricht ein sexuelles Selbstverständnis vermittelt werden soll, daß über die rein biologischen Zusammenhänge hinausgeht! Wie dieses sexuelle Selbstverständnis aussieht, ist nicht schwer zu erahnen in unserer „gender-manipulierten Gesellschaft,in der homosexuelle Lebensgemeinschaften und Lebensweisen auch noch propagiert und unterstützt werden, ja, von verschiedener Seite sogar das Adoptionsrecht homosexueller Paare, sowie die Straffreiheit für Inzest gefordert wird.

    Ich sehe es als absolute Notwendigkeit zum Schutz der Kinder, daß die Teilnahmepflicht am Sexualkundeunterricht zurückgenommen und auf freiwilliger Basis erfolgen muß. Ohne dieses skandalöse Verhalten gegenüber des allein-elterlichen Erziehungsrechts zu korrigieren, wird jeder Kinder- und Jugendschutz zur Farce.

    Sehr geehrte Faru Hedwig Freifrau von Beverfoerde, helfen Sie bitte den Eltern unseres Landes diesbezüglich.

    Ich danke Ihnen von ganzem herzen dafür

    Jürgen Kranitz, Niedersachsen

  3. Anonymous sagt:

    Hallo, meine Tochter (10 Jahre) kam gestern mit Elternpost aus der Schule heim mitunter hatte sie das Buch (Büchlein) Mona,Lisa & Herr Hahnentritt und Das Lexikon (Das kleine Körper)dabei. Natürlich habe ich es mir durch gelesen und war entsetzt darüber was unseren Kindern vermittelt wird. Nicht nur das genau beschrieben wird was man mit bestimmten intiemen Stellen machen muss um einen Orgasmus zu bekommen, steht da sogar drin , das ein Orgsmus sich schön anfühlt und das das Gefühl so ähnlich ist wie ganz schnell eine Wasserrutschbahn runterzurutschen.Ehrlich gesagt war ich sprachlos nachdem ich mit diesen Büchern fertig war. Finde es entsetzlich wie das Schamgefühl meiner Tochter und das Recht auf Kindheit verletzt wird.Weiter macht es mir sorgen wenn das Thema mit Wasserrutschen verglichen und verharmlost wird, wer die Verantortung dafür übernimmt wenn mal was schlimmes unter den Kindern passiert.
    Was ist mit dem Recht auf Kindheit, was ist mit dem Elternrecht, wir Eltern haben doch die Pflicht unsere Kinder zu schützen, das wird uns schwer gemacht wenn Kindern gegen ihren Willen und den Willen der Eltern das in der Schule vermittelt bekommen.

Kommentar schreiben