Kein Kompetenzzentrum für Gender Mainstreaming in Sachsen

Michael Groß_pixelio.deDie sächsische Landesregierung hat den Antrag der Linksfraktion, ein Kompetenzzentrum für Gender Mainstreaming in Sachsen zu errichten, abgelehnt. Nach Meinung von CDU und FDP habe die Expertenanhörung deutlich gemacht, daß Sachsen eine solche Einrichtung nicht benötige. Das Kompetenzzentrum verspreche „keinerlei Erkenntnisgewinn und würde lediglich personelle und finanzielle Ressourcen verschlingen“, so Ines Saborowski-Richter, frauenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages.

Die FDP-Landtagsabgeordnete Anja Jonas kritisierte das von der Linksfraktion geforderte Gender-Zentrum zudem als „einen falschen und uneffektiven Einsatz von Steuergeldern, erst recht, wenn viele andere Bereiche, zum Beispiel die Jugendhilfe, derzeit von Kürzungen betroffen sind.“

Als einzige unabhängige Sachverständige war die katholische Soziologin und Autorin Gabriele Kuby angehört worden. Sie bezweifelte in ihrer Rede die Notwendigkeit eines Gender-Kompetenzzentrums und schlug stattdessen die Investition in eine familien- und kindgerechte Politik vor.

Quelle: medrum.de

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