Heimunterricht: Schlaue und sozial kompetente Kinder

Foto: Tohma talk/wikipedia.deDaheim unterrichtete Kinder hätten einen Mangel an sozialen Kompetenzen, so eine oft vorgebrachte Kritik am Heimunterricht. Ganz im Gegenteil, attestiert der Erziehungswissenschaftler und Autor Volker Ladenthin, vor allem sensible Kinder, die in staatlichen Schulen „häufig unter die Räder“ kommen, könnten vom Unterricht daheim profitieren. Amerikanische Studien würden zudem belegen, daß die Sozialkompetenz bei Heimunterrichteten besser sei als bei Schulkindern. Auch die Lernerfolge daheim stünden nicht hinter den Ergebnissen in der Schule zurück.

Eltern, die ihre Kinder daheim unterrichten wollen, seien eben keine – wie oft fälschlich behauptet – bildungsfernen Schulverweigerer, sondern oftmals hochgebildete Leute, nicht selten Lehrer. Viele von ihnen seien einfach unzufrieden mit dem Schulsystem und sorgten sich um die Bildung ihrer Kinder. Religion sei da nur eines von vielen unterschiedlichen  Motiven. Natürlich gebe es auch eine „Gefahr des Missbrauchs des Homeschooling durch religiöse Gruppen“, dies sei aber kein ausreichender Grund „für ihre Kriminalisierung“. Es sei viel angebrachter, Familien, die Heimunterricht praktizieren, „darin zu begleiten und genau hinzuschauen.“

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