Wie zufrieden sind deutsche Familien?

Foto: erysipel/pixelio.deIn deutschen Familien herrscht ein hohes Maß an Zufriedenheit mit ihrer Partnerschaft und in ihrem Leben mit Kindern. Vor allem ausreichend Zeit füreinander und für die Kinder ist den Eltern wichtig, noch vor Geld und Infrastruktur. Das ergab eine Umfrage im Auftrag der Stiftung Ravensburger Verlag. Eine große Bedeutung hat für die Mehrzahl der Familien der Aufbau eines Netzwerkes; besonders aber die Großeltern sind für viele Eltern eine wichtige Stütze bei der Versorgung der Kinder.

Die Zustimmung mit den derzeitigen familienpolitischen Leistungen ist relativ hoch. Familien mit beiden Elternteilen ist der Faktor Zeit für ihre Familie am wichtigsten, für Alleinerziehende die Infrastruktur. Vor allem größere Flexibilität von Arbeitszeit und –ort, Flexibilität in Notsituationen und eine weitere Verbreitung von Arbeitszeitkonten würde von den Eltern sehr begrüßt, um sich bestmöglich um ihre Kinder kümmern zu können.

40 Prozent der Mütter und Väter gaben an, daß die Mutter in den ersten drei Jahren ausschließlich für die Kinder da sein und keiner Berufstätigkeit nachgehen sollte. Die Meinung, daß die Mutter von Kindern im Kindergartenalter ausschließlich daheim sein sollte, teilten zehn Prozent der Väter und acht Prozent der Mütter. Bei Schulkindern können sich 60 Prozent der Mütter eine Teilzeitstelle vorstellen, 10 Prozent würden wieder voll arbeiten gehen wollen.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage zeigt, daß sich die Familien die Haushaltsführung teilen, je nach Fähigkeiten und Veranlagungen. 85 Prozent der Mütter gab an, sich um die Wäsche zu kümmern, während 85 Prozent der Männer die handwerklichen Tätigkeiten im Haushalt verrichten. Spezialisierung auf bestimmte Bereiche im Haushalt wird der Studie zufolge angenommen und auch so gewünscht.

Die Studie befragte rund 1000 Mütter und 1000 Väter aus Städten und Gemeinden in ganz Deutschland mit mindestens einem Kind unter sechs Jahren. Knapp ein Drittel der Befragten hat die mittlere Reife, knapp 30 Prozent das Abitur, rund 26 Prozent einen Volksschulabschluß.

Im Januar wurden die ersten Daten in Berlin vorgestellt, die Veröffentlichung der Gesamtergebnisse ist bis Ende des Jahres geplant. Eine erste Zusammenfassung der Ergebnisse findet sich in der aktuellen Ausgabe des Magazins des Deutschen Familienverbandes „DFV-Familie“.

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