Kindergeld nur mit „Elternführerschein“

Klaus Hurrelmann/uni-bielefeld.deWeil Eltern zunehmend mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert seien und man auf die Erziehungskompetenzen der Eltern nicht mehr vertrauen könne, fordert der Berliner Jugendforscher Klaus Hurrelmann einen „Elternführerschein“. Dieser solle an die Kindergeldzahlung gekoppelt sein. Gemeinsam mit Adolf Timm hat Hurrelmann ein Trainingsprogramm für Eltern „Die Gesetze des Schulerfolgs“ (GdS) entwickelt – die Grundlage für den anvisierten „Elternführerschein“.

Ein Drittel der Eltern habe „immense Probleme mit dem Erziehungsauftrag, ein weiteres Drittel wurstelt sich so durch „, attestieren Hurrelmann und Timm auf ihrer Internetseite. Eltern seien eben keine „erzieherischen Naturtalente“, die schon wissen, was für ihre Kinder gut sei. Deshalb solle es eine an die allgemeine Schulpflicht gekoppelte Fortbildungspflicht für Eltern geben. Darüber hinaus, so befinden Hurrelmann und Timm, müsse es Hilfestellungen aber auch schon für Eltern mit Kleinkindern geben.

Quelle: shz.de

„Die Gesetze des Schulerfolgs“

Kommentare

  1. Wer setzt die Maßstäbe beim Elternführerschein? Die Grünen, Roten , Schwarz-Gelben, die Kirchen, die Gewerkschaften, die Gender-Ideologen, die Bertelsmann-Stiftung oder wer?

    Vor wenigen Jahren noch hatte die SED die Hoheit über die Kindererziehung, im 3. Reich die NSDAP. Wollen wir das wiederhaben?

    Auch unser Familienministerium ist verseucht von Gender-Mainstreaming. Soll die ganze Nation gleichgeschaltet werden?

    Ein Elternführerschein ohne Ideologie gibt es nicht. Außerdem ist er mit unserem Grundgesetz Artikel 6 nicht vereinbar.

  2. Herr Hurrelmann, Sie scheinen völlig zu ignorieren, dass das Kindergeld kein staatliches Geschenk, sondern die Rückzahlung zuviel bezahlter Steuern ist. Weil das Finanzamt auch das Existenzminimum von Kindern zu Unrecht besteuert, den Geldwert also vom Lohn einbehält, muss es diesen Geldwert auch bar zurückbezahlen – als Kindergeld! Das Kindergeld muss man sich nicht erst verdienen, man hat es sich längst verdient. So wünschenswert eine Elternschule wäre, sie darf nicht ans Kindergeld gekoppelt werden. Überdies empfehle ich Ihnen, sich einmal über die weiteren Ungerechtigkeiten schlau zu machen, die unsere Sozialgesetze Familien antun. Da tut sich ein weites Feld auf.

  3. Klaus Koppenhagen sagt:

    Elternführerschein? wie weit will sich der Staat noch mehr einmischen in die Erziehung der Kinder? Bildung kostet Geld und Familien mit kleinen Einkommen sollet besser gestützt und unterstüzt werden vom Staat, allerdings ist schon richtig, das sehr auf, das Wohl der Kinder geschaut wird. Aber ganz sicher nicht durch den Genderstreaming.

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