Jungs sind die Verlierer des Bildungssystems

Foto: Viktor Schwabenland/pixelio.deWährend der Anteil der Mädchen mit Allgemeiner Hochschulreife stetig steigt und fast 10 Prozentpunkte über dem der Jungs liegt, sind Jugendliche mit Hauptschulabschluß, Schulabbrecher und Jugendliche ohne Berufsausbildung vorwiegend männlich – auch hier: Tendenz steigend. Die Zahl männlicher Studierender nimmt dagegen weiter ab und beträgt nur noch 40%. Das geht aus dem Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2010“, erstellt im Auftrag der Kultusministerkonferenz und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, hervor.

Jungs so zeigt auch diese Untersuchung deutlich, sind die Verlierer des Deutschen Bildungssystems. So kommen denn auch die Verfasser des Bildungsberichtes zu dem Ergebnis: „Besondere Aufmerksamkeit sollte künftig den Jungen zukommen, die an Förderschulen stark überrepräsentiert sind.“

Dies sei „allerdings eine Forderung, die schon seit 10 Jahren erfolglos an die Bildungspolitik herangetragen wird“, so MANNdat in einer aktuellen Presseerklärung. Dr. Bruno Köhler von MANNdat kritisiert zudem, daß die Probleme der Jungs vielmehr „als positiver Gradmesser einer Geschlechterpolitik verstanden“ würden, „die sich immer noch ausschließlich auf die ‚Frauenfrage‘ beschränkt“, statt sich tatsächlich um die männlichen Bildungsteilnehmer zu kümmern.

Quelle: MANNdat

Zum Bildungsbericht 2010

(Foto: Viktor Schwabenland/pixelio.de)

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