Bewerbungen ans Familienministerium nur noch anonymisiert

Foto: derateru/pixelio.deFamilienministerin Kristina Schröder (CDU) beteiligt sich ab sofort an einem Pilotprojekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Bei künftigen Stellenangeboten werden nur noch anonymisierte Bewerbungen ohne Namen, Alter, Geschlecht, Behinderungen, Herkunft und Bild akzeptiert. Damit will die Familienministerin zur Chancengleichheit beitragen. Der Arbeitgeberverband BDA sieht den Vorstoß skeptisch: „Die Forderung danach konterkariert die Bemühungen der Unternehmen um Vielfalt in den Belegschaften.“

Auch die Sprecherin von Bayer Schering Pharma, Gabriele Liebmann-El Badry, bezweifelt die Zweckmäßigkeit dieser Vorgehensweise: „Anonymisierte Bewerbungen sind für den Bayer-Konzern keine praktikable Lösung, um etwa die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt wirksam zu fördern“. Es käme höchstens zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand mit höheren Kosten, da man so fast jeden zum Bewerbungsgespräch einladen müsse.

Das Integrationsministerium von Nordrhein-Westfalen und fünf weitere Firmen verzichten in Zukunft ebenfalls auf Angaben zu Namen, Alter, Geschlecht, Behinderungen, Herkunft und das Paßfoto des Bewerbers.

Quelle: Welt

(Foto: derateru/pixelio.de)

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