Schröder: „Faire Chancen für alle Kinder“

http://www.kristinaschroeder.de/Bundesfamilienministerin Kristina Schröder begrüßt den Vorschlag von Bundessozialministerin Ursula von der Leyen, zusätzliche Leistungen für Bildung und Teilhabe an der gesellschaftlichen Entwicklung als Sach- und nicht als Geldleistungen für Kinder aus Hartz-IV-Familien auszugeben. Untersuchungen hätten gezeigt, daß in Hartz-IV-Familien „häufig das Problem nicht Geldmangel ist, sondern ein Mangel an Anleitung, Bildung und sinnvoller Freizeitbeschäftigung“, sagte Schröder in der „Bild-Zeitung“.

Probleme sieht sie aber noch beim Datenschutz: „Die Chipkarte darf nicht dazu führen, dass wir künftig Bewegungsprofile von Kindern und Jugendlichen erstellen können oder staatliche Stellen präzise Informationen über deren Freizeitverhalten sammeln.“

Schröder warnte zudem davor, daß lokale Bildungs- und Freizeitangebote für Kinder durch die Einführung einer bundesweiten Chipkarte verdrängt werden könnten. Diese seien oft zielgenauer und auf die entsprechenden Bedürfnisse der Familien feiner abgestimmt als „zentralistische Bildungs-Card Modelle“.

Auch müsse man genau aufpassen, daß „es nicht für viele Familien dann heißt: Zu reich für Hartz IV, aber zu arm für zusätzliche Bildung.“ Es dürfe nicht dazu kommen, daß Kinder aus Normalverdienerhaushalten leer ausgehen, während Kinder aus Hartz-IV-Familien durch die neuen Chipkarten kostenlosen Zugang zu zusätzlicher Bildung und Freizeitgesaltung bekämen. Alle Kinder bräuchten faire Chancen, so Schröder.

Quelle: Bild

(Foto: http://www.kristinaschroeder.de/)

Kommentare

Kommentar schreiben