Frühkindliche Bindung entscheidend für spätere Gesundheit

Frühkindliche Bindung entscheidend für spätere Gesundheit
Kinder, die in einer warmherzigen und stabilen emotionalen Bindung zum Elternhaus aufwachsen, sind als Erwachsene weniger anfällig für psychische Leiden, sie sind streßresistenter und weniger aggressiv. Fehlt eine intensive und liebevolle Bindung an die Eltern, erhöht sich außerdem das Risiko, später an Bluthochdruck, verstopften Herzkranzgefäßen und Zwölffingerdarmgeschwüren zu erkranken.
„Biologische Erinnerungen setzen sich früh fest und können im Erwachsenenalter verletzlich oder widerstandsfähig gegenüber Problemen machen“, faßt die Sozialepidemiologin Joanna Maselko ihre Forschungsergebnisse im Journal of Epidemiology and Community Health zusammen. Sie untersuchte die Bindung von fast 500 Müttern und ihren Kleinkindern und verglich diese 30 Jahre später mit der emotionalen Stabilität der dann Erwachsenen. Die Untersuchungen zeigten, daß diejenigen, die als Kind von ihrer Mutter sehr geliebt worden sind, als Erwachsene besser mit Ängsten und verschiedenen Leiden zurechtkamen, als Kinder aus emotionsärmeren Familien.
Eine Ursache für diese unterschiedlichen Entwicklungen liegt nach Meinung des kanadischen Neurobiologen Michael Meaney in der Ausgestaltung und Entwicklung unserer Genen. Diese seien nämlich keineswegs einfach vorgegeben und statisch. Vielmehr entwickelten sich diese durch Erfahrungen und Umwelteinflüsse im Kindesalter. Kinder, die in einer behüteten und liebevollen Umgebung aufwachsen, würden mehr Rezeptoren für Streßhormone bilden. Dadurch könnten diese im Erwachsenenalter besser mit Streß umgehen. Der Streß wirke sich nicht so gravierend auf sie aus, wie auf Menschen mit weniger dieser Rezeptoren.
Quellen: http://www.pressemitteilungen-online.de/index.php/wie-mutterliebe-das-leben-von-kindern-praegt/ und http://www.sueddeutsche.de/wissen/fruehkindliche-entwicklung-mutterliebe-gegen-stress-1.980138
Zum Journal of Epidemiology and Community Health  http://jech.bmj.com

Foto: Lucie Kärcher/pixelio.deKinder, die in einer warmherzigen und stabilen emotionalen Bindung zum Elternhaus aufwachsen, sind als Erwachsene weniger anfällig für psychische Leiden, sie sind streßresistenter und weniger aggressiv. Fehlt eine intensive und liebevolle Bindung an die Eltern, erhöht sich außerdem das Risiko, später an Bluthochdruck, verstopften Herzkranzgefäßen und Zwölffingerdarmgeschwüren zu erkranken.

„Biologische Erinnerungen setzen sich früh fest und können im Erwachsenenalter verletzlich oder widerstandsfähig gegenüber Problemen machen“, faßt die Sozialepidemiologin Joanna Maselko ihre Forschungsergebnisse im Journal of Epidemiology and Community Health zusammen. Sie untersuchte die Bindung von fast 500 Müttern und ihren Kleinkindern und verglich diese 30 Jahre später mit der emotionalen Stabilität der dann Erwachsenen. Die Untersuchungen zeigten, daß diejenigen, die als Kind von ihrer Mutter sehr geliebt worden sind, als Erwachsene besser mit Ängsten und verschiedenen Leiden zurechtkamen als Kinder aus emotionsärmeren Familien.

Eine Ursache für diese unterschiedlichen Entwicklungen liegt nach Meinung des kanadischen Neurobiologen Michael Meaney in der Ausgestaltung und Entwicklung unserer Genen. Diese seien nämlich keineswegs einfach vorgegeben und statisch. Vielmehr entwickelten sich diese durch Erfahrungen und Umwelteinflüsse im Kindesalter. Kinder, die in einer behüteten und liebevollen Umgebung aufwachsen, würden mehr Rezeptoren für Streßhormone bilden. Dadurch könnten diese im Erwachsenenalter besser mit Streß umgehen.

Quellen: www.pressemitteilungen-online.de und Süddeutsche

Zum Journal of Epidemiology and Community Health

(Foto: Lucie Kärcher/pixelio.de)

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